…sind irgendwie bei mir immer hinfällig, weil meistens was dazwischen kommt.
Heute: Lustlosigkeit. Was die Hausarbeit angeht wenigstens.
Das frühe Aufstehen unter der Woche führt nämlich zu einem “aber heut hab ich’s mir verdient”-Gefühl am Samstag, was leider nicht sehr produktiv im Hinblick auf meine Pflichten ist. Die da wären: Wohnung sauber machen, kochen und einkaufen.
Kochen ist nicht das Problem. Hunger ist der beste Motor. Aber putzen… uäh.
Falls jemand einen Motivationstipp kennt – her damit. Ich probier alles aus. Sofern es mich nur lang genug vom Putzen abhält.
Ich werde mir unheimlich…
…zur Zeit. Normalerweise ist Aufstehen nicht so mein Ding. Es ist so warm im Bett. Und meine Träume sind gegen Morgen so herrlich schräg. Trotzdem gibt es Uhrzeiten, zu denen ich besser aus den Federn komme. Ist dann keine Tiefschlaf-, sondern eine Aufwachphase, die ich erwische. Leuchtet mir alles ein. Aber es gibt scheinbar auch Aufwachfenster mit Turbogang. Denn während ich manchmal morgens anderthalb Stunden gebraucht habe, um von Bettkante auf Autositz zu kommen, schaffe ich das zur Zeit immer schneller. Nicht genug damit, dass ich um sechs (!) aufstehe, ich bin auch immer früher fertig. Trödel nicht. Weiß spontan, was ich anziehen möchte (das ist das eigentlich unglaubliche an der Sache).
Heute morgen habe ich zum Beispiel ein bisschen verpennt. Bin um 6:14 ins Bad getappert. Hab die Augen fast nicht aufbekommen. Und saß um 6:44 im Auto und bin weggefahren. Mit Wachwerden, Duschen, Haare fönen, anziehen, Kaffeetrinken, Herrichten, Jacke suchen und Handy suchen. Geht doch. Ich bin mir ein bisschen unheimlich manchmal.
Ich muss mich entscheiden…
…ob ich morgens früh raus oder abends lang aufbleiben will.
Beides geht offenbar nicht… chrrrrr….
Erkenntnis des Tages: Fünf Stunden Schlaf sind zwei zu wenig.
Einen Kreativitätsschub…
Heute wird die Schlacht geschlagen…
…um Papier, Müll und den feinen Unterschied zwischen beidem.
Sprich – die arme kleine Venus widmet sich ihrer Ablage.
Kennt ihr das? Phasen in Eurem Leben, wo nichts, aber auch gar nichts mehr geht? Wo man ganz unten in einem Brunnenschacht herumdümpelt, ohne besonderen Grund? Wo man alles verschiebt, was nicht lebensnotwendig ist oder vom Finanzamt gefordert wird? Wo man es völlig unvorstellbar findet, noch ein Quäntchen mehr zu tun als man ohnehin schon kaum schafft? So fühlte ich mich die letzten Wochen mehrfach. Jede gute Idee, die ich hatte, habe ich – völlig venus-untypisch – fünf mal hin und her gewälzt um sie letztlich zu verwerfen. Lohnt sich nicht, zu anstrengend, zu langwierig, zu… ach ich weiß auch nicht. Ich hatte nicht mal Lust zu bloggen. Erzähl mal anderen was spannendes, wenn Du Dich mit Dir selbst langweilst.
Mit zunehmender Dauer meines Urlaubs hört das auf. Ich habe mich bewusst aus meinem Trott herausgenommen. Gestatte mir, im Bett zu bleiben bis zehn. Bemühe mich, mich um halb elf nicht schon darüber aufzuregen, dass ich im Bett war bis zehn. Hakuna matata.
Gut getan hat definitiv der Tapetenwechsel. Herauskatapultiert aus dem täglichen Trott, hinein in eine neue Umgebung, neue Städte, andere Dinge (ihr erinnert Euch, ich war im Fußballstadion und fand’s cool, nur eine von vielen für mich ungewöhnlichen Sachen).
Und jetzt hab ich mich an die Ablage gemacht. Weil ich an die Ordnung-außen-Ordnung-innen-Therorie glaube. Wenn ich nur wieder den Überblick über mein Chaos habe, sprich, das Chaos beseitige (und Chaos ist noch ein schönes Wort für die ständig kippelnden Haufen auf meinem Schreibtisch), dann kehrt auch die Kreativität zurück. Hatte schon die erste gute Bastel-Idee. Wird vielleicht morgen umgesetzt. Oder ich fahr morgen mit Herrn Venus in die Schweiz. Noch mehr Tapetenwechsel – noch mehr Entspannung.
Aber erst morgen. Heute mach ich brav meine Ablage. Ich habe eine Vision. Die von einem aufgeräumten Schreibtisch und von einer kreativen Schreibwütigen, die mit einem Griff die richtigen Zettel in der Hand hat und nie einen funktionierenden Kugelschreiber suchen muss. Die sich nicht durch Berge von Papierkram wühlen muss, um ein Foto zu finden. Die am Telefon sagen kann “einen Moment, ich hab’s gleich” statt “Kann ich Sie zurückrufen? Morgen?”.
Ich arbeite dran. Ehrlich.
Ab in den …Westen
…verabschiede ich mich jetzt!
Herr und Frau Venus freuen sich aufs Ruhrspektakel im Jahr der Europäischen Kulturhauptstadt.
Ich wünsch Euch schöne Tage!
Bis bald!
Leben und so…
Ihr mögt Euch wundern, wo ich stecke – ich hab mich ein bisschen der realen Welt zugewandt und versuche, öfter mal abends die Kiste auszulassen.
Was nicht heißt, dass ihr mich nicht interessiert und ich nicht hin und wieder hier querlese.
Was also gibt es Neues – ich habe nur noch vier Arbeitstage vor mir und dann 2 Wochen Urlaub. Erstere werde ich mit Herr Venus im Ruhrgebiet verbringen, weil ich da noch nie war und weil mich das mal interessiert.
Sollte mal meine Chefin dran erinnern, dass ich dann zwei Wochen weg bin…
Ansons
Chaotische Zusammenfassung…
…der letzten Tage.
– Was mich umtrieb, ist sortiert worden. Und nach Prioritäten aufgeteilt. Ich seh den Weg wieder, der mir die letzten Wochen so unpassierbar erschien. Alles kein Problem. Alles wird gut.
– Meine Familie hat ein schlechtes Karma auf reinigende Elektrogeräte. Am Donnerstag gab meine Waschmaschine den Geist auf, am Freitag die meiner Mama. Bei ihr lief Wasser in die Elektronik, bei mir scheint die Platine defekt. Mein Vorteil: Meine Maschine kann man reparieren, bei Muttern gibt’s ne Neue.
– Schwarzwaldausflüge entpuppen sich als umso schöner, je ungeplanter sie sind. Auch wenn Herr und Frau Venus natürlich erst im oberen Drittel der Ruinen-Wendeltreppe wieder einfällt, dass das Problem mit der Höhenangst nicht eingebildet war…
– Urlaub ist im Groben geplant. Mal wieder was auf eigene Faust und diesmal in Deutschlands Westen. Freu mich drauf.
– Erke
Weibliche Gurken…
Liebe Männer. Lasst Eure Frauen ans Steuer. Wie sollen sie es denn sonst lernen? Man lernt nicht Autofahren auf dem Weg von daheim zum Kindergarten und zum Edeka. Fahrpraxis bekommt man auf längeren Strecken. Schickt sie auf die Autobahn. Jagt sie durch die Republik. Setzt sie für den Sonntagsausflug hinters Steuer und vertraut ihnen. Und habt Geduld. Ansonsten enden sie als schleichendes Klischee, das aus lauter Unsicherheit immer ungerner fährt.
Wie die Dame vor mir heute morgen.
Blonder Bo
Eine Woche Urlaub…
…oder besser gesagt, sogar zwei, aber eine davon soll’s weggehen von daheim.
Bedingung 1: Nicht fliegen
Bedingung 2: Es sind nur 5 Tage
Ideen?
