Juni-Sonntag: Vom grünen Klee und den köstlichsten Keksen

Wir hatten gestern ein Problem mit der Uhr. Nicht mit der am Handgelenk, sondern mit der inneren. Denn während ich die Nacht davor sehr spät ins Bett gekommen bin, weil ich an diesem Blog gearbeitet habe – Überraschung, alles ganz neu und viel schöner, GELL??? – lalg ich schon vor acht wieder putzmunter im Bett und konnte nicht mehr schlafen. Also habe ich aufgeräumt und Wäsche gemacht, war beim Bäcker und wir haben gemütlich gefrühstückt. Weil ich dann Lust auf Backen, aber keine Lust auf Kuchen hatte, sind kurzerhand diese sensationellen American-Chocolate-Cookies entstanden. Wunderbar crunchig und grade weich genug. Und herrlich schokoladig. Mit Schokolade kann ein Keks ja nur gewinnen, ne?

Und während ein BIOS-Update mit Fernwartung des besten Admins der Welt (danke nochmal!) lief, wurde ich plötzlich furchtbar müde. Und so kam es, dass ich das Essen verschlief. Das Kochen übrigens auch. Als ich aufwachte, war es schon zwei. Und bis wir gegessen hatten war es dann nach drei. Weil mein Mann in Arbeit vertieft am Rechner saß, schnappte ich kurzerhand das Tochterkind und wir strolchten ein bisschen über die Wiesen.

Und dabei ist mir was aufgefallen. Ich bin ein Erklärbär. Wir kommen an keiner Blume vorbei, ohne dass ich sage, „Guck mal, das ist roter Klee“, „Das ist Hahnenfuß, der ist giftig“, „das ist Habichtskraut“ und so weiter. Ich erwarte gar nicht, dass Hannah sich das alles sofort merkt. Aber ich gebe weiter, was ich als Kind selbst erfahren habe: Kein Nachmittag verging, ohne dass ich mit meinem Opa im Wald war. Ich kannte alle Bäume und Sträucher mit Namen und noch heute denke ich an meinen Opa, wenn ich Huflattich sehe – er sagte immer, die kleinen gelben Blümchen sind die allerersten Frühjahrsboten. So ist es für mich heute selbstverständlich, zu erklären und zu zeigen, was ich kenne. Ob es Gartenkräuter und Wildblumen sind – Hannah kennt sich schon richtig gut aus und ich freue mich sehr. Ihr kennt Euch selbst nicht gut aus und wüsstet gerne, an welcher Blumenpracht Ihr da grade vorbeispaziert? Ein kleiner Tipp: Das Buch „Was blüht denn da“ aus dem Kosmos-Verlag. Man kann darin anhand der Blütenfarbe bestimmen, was da denn wächst. Uns hat es schon so manchen Aha-Effekt beschert.

American-Chocolate-Cookies

Zutaten: 150 g dunkle Schokolade, 139g Butter in kleinen Stückchen, 200g Zucker (ich habe 100g durch braunen Zucker ersetzt), 1/2 Päckchen Vanillezucker, 1 Ei, 180g Mehl, 1/2 TL Natron, 1 TL Backpulver, etwas Salz

Backofen vorheizen auf 180 Grad. Die Schokolade mit einem Messer in kleine Stücke hacken und beiseite stellen. Butter, Zucker, Vanillezucker und das Ei mit dem Rührgerät vermischen, bis es eine gleichmäßige Masse gibt. Dann das Mehl, das Backpulver, das Salz und das Natron dazugeben und weiter rühren. Zum Schluss hebt ihr die Schokoladensstückchen unter. 

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Formt kleine Kugeln aus dem Teig und legt sie mit etwas größerem Abstand zueinander aufs Blech. (Mit klein meine ich etwa Walnussgröße. Irgendwann im Lauf des Prozesses wurden meine Walnüsse eher Tennisbälle und die Cookies dementsprechend eher untertellergroß …) Backt jedes Blech einzeln für etwa 10 Minuten. Beim Herausnehmen beachten: Die Cookies sind sehr weich. Ihr müsst sie samt dem Papier auf ein Kuchengitter ziehen und abkühlen lassen.

Sie lassen sich dann auch gut in einer Vorratsdose aufbewahren. (Wobei … Vorratsdose für Kekse? Welcher Vorrat?)

Weil der Tag sich also irgendwie hinzog, hatten wir dann um sieben abends Lust auf ein Eis und flanierten noch ein bisschen durch die abendlich leere Innenstadt. Um zehn fiel ich dann trotz des Mittagsschlafs mit der Nase voraus ins Bett. Nicht ohne vorher noch einen Keks gegessen zu haben. Auch Große brauchen manchmal ein Betthupfer. Nach dem Eis. Äh … 😉

 

 

 

 

 

Picknick im Gartenpavillon – draußen ist es am Schönsten!

Vielleicht muss man ein bisschen bescheuert sein, bei 31 Grad draußen und gefühlten 50 Grad in der Dachwohnungsküche den Backofen anzuwerfen. Vielleicht oder ziemlich sicher. Wisst ihr was? Ich bin es gern. Für eine verrückte Idee braucht es bei mir keine großen Pläne oder Auslöser. Ich war neulich mit dem Tochterkind in der Stadt, die Sonne brannte auf unsere Haut, der Asphalt reflektierte die Hitze unbarmherzig und die Luft schwirrte. Aus einem Schnickeldi-Geschäft kam erlösende kühle Luft und wir sagten beide gleichzeitig „aaaah“. Und beschlossen, dass wir sicher ganz dringend noch solches Schnickeldi brauchen. Allein der Klimaanlage wegen. Und als ich Einweg-Holzbesteck in die Finger kam, passierte, was mir oft passiert. Ich hatte plötzlich Bilder von einer Sommerwiese vor Augen, von Fingerfood und von einem frischen Salat, den wir gemütlich und ganz einfach draußen auf dem Boden essen würden. Sehr vorsichtig erwähnte ich das Wort Picknick meiner Tochter gegenüber. Hannahs Augen strahlten und uns war klar – wir würden auf dem Heimweg noch einkaufen.

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Das Wandern …

… ist der Frau Venus‘ Lust. Und deswegen wandert sie ganz selten hier vorbei, sondern mehr durchs Leben 1.0. Nein, das Blog ist nicht verwaist, ich bin schon noch da. Und ich wollte ja auch ganz regelmäßig Bericht erstatten und erzählen, was wir jeden Tag so spannendes treiben. Aber dann kam eben das spannende Leben dazwischen. Ständig is was. Der Mann ist mit den Bienen kräftig eingespannt und wir sehen uns wenn es hoch kommt eine halbe Stunde am Tag. Das Kind wächst und wächst, braucht ständig neue Klamotten und neue Schuhe. Feiert Kindergartengrillpartys. Geht zum Frisör. Braucht dieses und jenes. Und ich – zwischen Herumerziehen, dem Gatten assistieren, Haushalt und Zeugs ist irgendwie kaum noch Zeit. Und wenn – ja wenn – dann stapfe ich durch die Lande. Plötzlich ist nämlich das Wanderfieber ausgebrochen. Und als ich grade dabei war, in schöner Regelmäßigkeit zu bloggen, ist das hier passiert: „Das Wandern …“ weiterlesen

Ein Wochenende in Bildern

Was war das schön. So sehr ich Montage liebe, so sehr ich mich morgens im Bett schon freue, wieder in eine frische, unbeschwerte Woche starten zu können, so sehr genieße ich den Nachklang des superlangen Wochenendes, das hinter uns liegt. „Ein Wochenende in Bildern“ weiterlesen

Herbst heißt – schnell nochmal raus! #herbstist

Während ich mich im Hochsommer am allerliebsten den ganzen Tag im Keller verkrümelt hätte (Hitze ist gar nicht meins), locken mich die Sonnenstrahlen jetzt im September wieder vor die Tür. Ich schnappe mir oft das kleine Fräulein und wir räubern gemeinsam über Wiesen und durch den Wald, machen Ausflüge in die nähere Umgebung oder bummeln durch die Stadt. So waren wir neulich in Pfullendorf im Seepark und im Haupt- und Landgestüt Marbach, im Albaquarium oder im alternativen Bärenpark in Bad Rippoldsau. Herbst ist … lange Spaziergänge im Raschellaub zu machen! „Herbst heißt – schnell nochmal raus! #herbstist“ weiterlesen

Balkonien liegt direkt hinterm Wohnzimmer

„Habt ihr eigentlich einen Balkon?“ – Diese Frage trieb mir in der Vergangenheit immer wieder die Schamesröte ins Gesicht. Naja. Nicht ganz. Aber das Thema Balkon ist für mich ein leidiges. Denn ja, wir haben einen Balkon. Sogar gar keinen kleinen. Aber er kennt zwei Aggregatzustände – affenheiß oder stechmückenübersät. Als ich hier einzog, war er mit braunen (!) Keramikfliesen belegt, die sich in der Sonne derart aufheizten, dass man ihn nur mit Schuhen betreten konnte. NUR mit Schuhen. Denn er strahlte auch so viel Hitze ab, dass man sich dort angezogen nicht wohlfühlte. Seit einigen Jahren haben wir nun feine, hellgraue Steinplatten dort liegen. Sie sind angenehm kühl und werden auch bei den derzeitigen Temperaturen allerhöchstens lauwarm. Und trotzdem – so richtig warm wurde ich mit dem Balkon nicht. „Balkonien liegt direkt hinterm Wohnzimmer“ weiterlesen

Eingetütet? Eingedost.

Wenn, ja WENN ich übers Wetter meckern würde, dann eher heute als an Regentagen. Da draußen ist Sahara. Und ich weiß, die meisten (normalen) Menschen lieben Sonne und Hitze. ICH finde es eher … heiß halt. Es lähmt mich. Ich fühle mich, als müsste ich jeden Augenblick in den Straßenbelag hineinschmelzen. Aber so isses halt im Sommer. Und immerhin garantieren die Abende jetzt warm und lau zu bleiben, so dass man endlich mal ne ordentliche Gartenparty schmeißen kann.

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Gemeckert wird nicht!

Aus Gründen (weil mein Instagram- und Facebookfeed grad voll damit ist) möchte ich heute eine Lanze für das Wetter brechen. Alle Welt meckert. „Gar kein Sommer.“ „Viel zu nasskalt“. „Immer nur Regen“. „Dicke Jacke“ „Gibt’s bald Lebkuchen?“ „Gemeckert wird nicht!“ weiterlesen

Topfgeschichten – Gnocchi am Spieß

Als die liebe Ina von whatinaloves diesen Monat bei ihrem Blogevent „let’s cook together“ das Thema verkündete, war mir sofort klar, dass ich dabei bin. Und ich wusste auch gleich, was ich mache. Es hat jetzt nur mit der Umsetzung ein bisschen gedauert, aber so ist das halt mit Kind im Haus. Und in der Küche.

Was passt zum Motto „aufgespießt!“ besser, als leckere Antipasti-Spieße mit Gnocchi und frischen Tomaten? „Topfgeschichten – Gnocchi am Spieß“ weiterlesen

Von kleinen und großen Drachen…

An Tagen wie diesem überlege ich mir schon mal, ob ich zum Drei-Uhr-Tee einfach ins Bett gehen und nicht mehr aufstehen sollte. Irgendwie wollte heute nichts rund laufen. Das Unterbett vom Wasserbett wollte sich nicht komplett in die Waschmaschine fügen, sondern einzeln gewaschen werden. Einmal nass wollte es dann trotz Trockner nicht wieder trocken werden. Das Kind guckte das nackte Wasserbett an, informierte mich mit den Worten „Bett taputt“ kurz über ihre Einschätzung der Lage und verweigerte den Mittagsschlaf ohne das Unterbett. Auch eine auf dem Bett ausgebreitete Decke behagte dem Fräulein nicht. Irgendwann hatte ich dann zwei gute Ideen gleichzeitig: „Von kleinen und großen Drachen…“ weiterlesen