Licht, Licht, ich brauche Licht!

Morgens ist es im Moment noch kein Problem. Wenn ich aus der Haustür gehe, weht mir ein ungewöhnlich warmer Wind entgegen für November. Das Firmament ist schon grau-blau-marmoriert, die Sonne schiebt sich dann während meiner Fahrt ins Büro über die Tannenwipfel.
Abends ist es viel schlimmer. Gestern Abend auf dem Heimweg musste ich mich ständig mit dem Blick auf die Uhr vergewissern, dass es noch nicht Schlafenszeit ist. Sondern noch nicht mal sechs. Es war dunkel, die Autoheizung war an und hätte ich einen Chauffeur gehabt, wären mir sicher die Augen zugefallen. Ich kam nach Hause und hatte auch beim Essen wieder das Gefühl, ich sollte nicht immer so spät essen. Dabei war es genau gleich früh wie immer.

Das liegt daran, dass meine Seele schwarz sieht. Draußen. Und mir suggeriert, es sei Nacht, also Schlafenszeit. Das mag für Zugvögel sinnvoll sein oder für Murmeltiere, für Bären oder Hühner. Aber nicht für mich!
Wie soll ich mich denn abends noch auf etwas konzentrieren, wenn mein Gehirn sich die Decke bis zur Nasenspitze (ja mein Gehirn HAT eine Nasenspitze!) zieht und das schnarchen anfängt?! Es heißt sicher nicht umsonst „hell-wach“. Ich bin dann wohl „dunkel-müde“.

Eine Portion extra Tageslicht würde vielleicht helfen. Aber wo krieg ich die her? Gibt’s Tageslicht-Energiespar-Leuchtmittel? Oder halten mehr Vitamine wach? Mehr trinken? Mehr Schokolade? (AUJA!!) Heiß duschen? Kalt duschen?
Geht’s nur mir so?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.