Pläne…

…sind doch nur dazu da, damit man was hat, was man über Bord werfen kann. Insofern war mein Wochenende ganz gut.
Am Freitag schaffte ich es tatsächlich noch, nach der Arbeit ein bisschen aufzuräumen und zu feudeln. Das war auch gut so, denn am Samstag schlief ich tief und fest bis morgens um neun. (Ich kann nämlich wieder durchschlafen, echt ein Segen!)
Derart erholt begab ich mich also an den Rest vom Hausputz, kaufte ein und kochte dem Liebsten einen Gemüse-Schinken-Nudel-Auflauf. Als die Küche wieder in Ordnung gebracht war, legte ich mich für ein paar Minuten hin, stellte aber schnell fest, dass rumliegen meiner inneren Aktivität überhaupt nicht zuträglich war (dem kleinen Minimonster wird so schnell langweilig… ) und so buk (wasn Wort) ich einen Apfelkuchen. Als dieser duftend aus dem Ofen kam, ließ ich ihn noch kurz abkühlen, nähte währenddessen Satinbänder auf einen Kissenüberzug-to-be, trennte die Nähte fluchend wieder auf und beschloss, die Baustelle einfach links liegen zu lassen und Kuchen zu essen. Weil er tatsächlich lecker war und weil ich eh noch zu meinen Eltern wollte, packte ich ein paar Stücke ein und machte mich auf den Weg nach Hausehause. Aber irgendeine meiner Unternehmungen schien mich völlig ermattet zu haben, denn bei meinen Eltern angekommen, war ich dauernd am Gähnen.
Ich verabschiedete mich recht flott wieder und legte mich wieder im heimischen Heim angekommen „kurz“ hin.

Das nächste, woran ich mich erinnere, ist mein Mann, der etwas sorgenvoll dreinblickend mit mir redet. Kennt ihr das, wenn man so gaaaanz langsam aufwacht? Tiefenentspannt? Ich hatte dermaßen tief und fest geschlafen, dass er „minutenlang“ mit mir reden musste, um mich wach zu kriegen.

Dafür war ich am Abend fit – Freunde hatten uns zum Fußballgucken und Essen eingeladen und was die da aufgetischt haben… ich weiß nicht, wann ich zuletzt so viel gegessen habe. Es gab zunächst Lachshappen mit selbstgemachtem Dip, dann Spieße mit Rosmarinkartoffel und Mini-Frikadellchen, dann panierte Hähnchenschnitzelchen mit Mandelkruste und Currysoße, außerdem spareribs mit selbstgemachten Soßen und dazu vier oder fünf Salate. Und dann noch mit Kirschen gefüllte Blätterteigtaschen.

So schön und entspannt der Abend endete, so ärgerlich begann der Sonntagmorgen – mein Mann wollte mit einem alten Traktor zu einem Trecker-Treffen in den Nachbar-Ort tuckern, einfach so zum Spaß. Da das Fuhrwerk kaum noch gebraucht wird und nur in der Garage rumsteht, hatte er sich richtig auf den Sonntagmorgen gefreut. Allerdings nur bis zur ersten Kreuzung. Da stellte er nämlich fest, dass der kürzlich befüllte Tank leer war. Und der böse Verdacht bestätigte sich leider – jemand hat in den letzten paar Tagen wohl den Tank angebohrt und eine absolut lächerliche Menge Diesel geklaut. Der Schaden und der Ärger sind viel größer. Enttäuscht wie er war, ist er dann mit dem Auto hingefahren, aber natürlich war das nicht das selbe.

Ich hatte stattdessen beschlossen, den Schlafanzug nicht mehr auszuziehen. Bis sich eine Freundin angekündigt hat, die gehört habe, es gebe bei mir Apfelkuchen. Ich räumte also den mittlerweile fertigen Kissenbezug weg, die Nähmaschine, drölfzig Fusseln und Fäden und Flusen, deckte den Tisch, mampfte noch schnell ein paar Gabeln übriggebliebenen Nudelauflauf, hektikte durch die Bude und saß schließlich pünktlich zu ihrem Eintreffen geschniegelt und gestriegelt und außer Puste an der Kaffeetafel. Und als sie ging – hatte ich keine Lust mehr, alles wieder aufzubauen. Und so trabte ich wie ein verlegtes Huhn zwischen Küche, Kühlschrank, Fernseher und Bett hin und her und wusste nichts mehr so recht mit mir anzufangen. Und als dann auch noch eine WIEDERHOLUNG vom Tatort kam… war der Abend gelaufen.
Ich schieb’s mal auf die Hormone und bedaure ein bisschen Herrn Schatzi, der zu allem brav ja und amen sagte und meine Laune tapfer ertrug. Nicht ohne mir zu versichern, dass „das alles wieder gut wird“.

Und be

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