Dies ist ein Sterne-Haus!

Nein, wir sind kein nobles Restaurant. Wir sind ein schwarzes Loch für Sterne. Folgende Szene trug sich neulich zu:

„Die müssen doch hier irgendwo sein.“ „Was suchst du denn?“ „Die Sternle“ „Die … was?“ „Na diese kleinen goldenen Sternle, die man zu Weihnachten auf Geschenke und Karten und Adventskalender klebt.“ „Ah. Ja. Keine Ahnung wo die sind.“ Der Gatte sprach’s, ich dachte es. Und es ist jedes Jahr dasselbe. Dieses Haus frisst kleine, güldene Aufklebesterne. Denn ich kaufe jedes Jahr bogenweise Kleber und verbrauche vielleicht ein Drittel davon. Was die anderen zwei Drittel bis zum nächsten Fest machen? Wüsste ich auch gerne. Manchmal tauchen sie unvermittelt in meiner Basteloase auf, gerne im Hochsommer. Aber pünktlich zum Fest – wech.

Weil mich dieser Umstand und die Tatsache, dass ich mir schon wieder überall kleine Fresszettelchen hinlege mit Geschenkideen und Adressen (für Weihnachtskarten), unerhört nervt, gibt es in diesem Haus ab sofort einen Weihnachtsordner.

Ich habe mir dazu eine simple Sammelmappe in grün aus dem Schulbedarf besorgt, sie mit Weihnachtspapier bezogen und mit allerhand Dingen gefüllt, die ich kurz vor Weihnachten gerne beieinander hätte. In Prospekthüllen warten jetzt Sterne in gold und silber (JA ICH HABE HEUTE WIEDER WELCHE GEKAUFT), andere dekorative Weihnachtsaufkleber, Weihnachtskarten aller Art sowie eine Liste mit allen lieben Leuten, die ich mit einer Karte und/oder einem Geschenk bedenken möchte. Die Adressen habe ich praktischerweise gleich dazugeschrieben, so dass einer entspannten Weihnachtspostsession nichts mehr im Wege steht. So kann ich mir nächstes Jahr sicher sein, keinen Adressaten zu vergessen, wenn’s doch mal wieder hektisch wird.

Ich hatte mir eigentlich zuerst vorgenommen, einen dickeren Ordner anzulegen, mich dann aber aus Platzgründen dagegen entschieden. Weihnachten ist ja nun nicht immer. Denn während ich in einer weiteren Prospekthülle die Kassenzettel der Geschenke aufbewahre (falls etwas umgetauscht werden müsste), fände sich auch noch Platz für Weihnachtsrezepte, Noten von Weihnachtsliedern, Weihnachtsgedichte, Ideen zur Gestaltung von Weihnachtsfeiern … was immer ihr unter dem Oberbegriff Weihnachten zusammengefasst haben wollt – so ein Ordner leistet wertvolle Dienste.

Und sonst so?

  • war ich heute morgen einkaufen und bin dem Schein der trügerischen Sonne aufgesessen. Mein Outfit: dünner Pulli, kurzes, kastiges Jäckchen dazu, Pumps. Das Wetter: ScheißkaltnovemberderSchneekommtgleich.
  • wunderten sich wohl auch andere Leute über die stöckelnde Blondine mit der roten Nase (immerhin zum Outfit passend), denn ich fühlte mich wie der sprichwörtliche bunte Hund.
  • hab ich mir einen schwarzen Pulli gekauft, weil ich tatsächlich keinen solchen hatte und schmerzlich einen vermisste und einen Gutschein einlösen konnte. Und dann habe ich ein bisschen gegen mein Shopping-Verbot verstoßen und eine schwarze Bluse gekauft, weil sie einfach traumschön war. Zeig ich Euch mal bei Gelegenheit.

Ich mache mir jetzt einen Kaffee und dann schreibe ich die ersten paar Kärtchen. Und … während ich diese Zeilen tippe, beginnt es draußen zu schneien. Wenn DAS kein gutes Zeichen ist! (Und spätestens an Silvester erzähl ich Euch dann, wo ich die Weihnachtssternchen gefunden habe.)

 

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