Herumgescheucht…

…hab ich Anfang der Woche meine Chefin.
Weil wir in der Vorwoche einen Flug für einen Bewerber gesucht haben und uns lange nicht festlegen wollten, hab ich selbigen am Freitag noch kurz vor Feierabend gebucht.
Am Montagmorgen ist mir das wieder eingefallen. Da ich den Guten nicht persönlich vom Flughafen abholen konnte, hab ich meinem Chef – wie es sich für eine gute Assistentin gehört – eine sms geschickt, damit er dran denkt. Als Antwort auf die Frage „Denkst du dran, dass…“ kam „Ähm. Ich bin in München. Sandra kümmert sich.“
Und auf die Nachfrage „Weiß sie das auch?“ kam „Ich klär das mit ihr“.
Für mich war die Sache erledigt.
Schnitt.
Es ist mittlerweile neun Uhr, ich sitze im Büro, als meine Chefin schlechtgelaunt anruft. Sie sei aus dem Bett geschmissen worden, habe müsse irgendwen vom Flughafen abholen, habe keine Ahnung woher der komme und wie der heiße. Ich versprach, alles nochmal nachzugucken und sie zurückzurufen.
Ich gucke also die Flugbestätigung an… und stelle entsetzt fest, dass wir nicht den 9:40 sondern den 15:50 Flug gebucht haben.
Ich ruf sie also wieder an. Zum Glück war sie noch nicht weit. Aber die schlechte Laune wollte nicht so recht weichen, auch wenn sie froh war, noch nicht am Flughafen zu stehen…Mittags, so meinte sie, könne sie den Bewerber abholen, kein Problem, sei sie ja eh unterwegs in der selben Stadt wie der Flughafen.

Schnitt.
Mittags, 15:50. Ich gucke auf die Uhr und hoffe, dass alles klappt. Um 16:00 Uhr ruft sie an. „Bin spät dran, musste total davon hetzen, die halbe Diskussionsrunde sausen lassen, welches Terminal??“
Ich gucke auf der Homepage des Flughafens. Und finde den Flug nicht.

…und gucke nochmal auf die Buchungsbestätigung… „Departure 15:50… Arrival 17:05….

Ich ruf also nochmal an und erkläre ihr, dass sie noch ne Stunde Zeit hat.
Ihren Schrei hätte man auch ohne Telefon gehört.
Gut, dass sie nicht nachtragend ist. Ich Schussel.

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