Topfgeschichten – “Krrrrrmmmmkrkkkk…”

Klemmt bei Frau Venus ne Taste? Nee. Ich wollte Euch lautmalerisch verdeutlichen, wie sich das Brot beim Reinbeißen anhört. Das Brot, das ich heute gebacken habe. Bereits zum dritten Mal innerhalb von fünf Tagen.

Und zwar mit einem Plastikhelferlein, das bis dato ein ziemlich einsames Dasein in einem Küchenschrank fristete. (Das wird keine Tupper-Werbeveranstaltung, aber der Tupper UltraPro ist wirklich ein cooles Ding, weil man damit Brot backen kann. Hab ich vor fünf Tagen rausgefunden. Als letzte Person auf diesem Planeten.)

Anlass war eine Grillfete, mit der wir den Helfern vom Kinderhäuschen-Transport Danke sagen wollten. Irgendwo zwischen “Grillen in der Zitrone” und Bulgursalat beschloss ich, Brot selbst zu backen. Ich googelte kurz nach einem Rezept und las “… im Tupper Ultra”. Ich schrieb mir einen flüchtigen Einkaufszettel (und vergaß die Alufolie, die mir später am Nachmittag einen zweiten Einkauf bescheren sollte). Als das Brot aus dem Ofen kam, zog ein unwiderstehlicher Duft durchs ganze Haus. Der Mann kam heim und erklärte, man müsse das Brot anschneiden, bevor man es auf die Gäste loslasse. Vom “Anschneiden und Verkosten” blieb ungefähr noch ein knapper halber Laib übrig. Ich fuhr also ein zweites Mal einkaufen. Es schmeckt wirklich prima und ich gehe davon aus, dass man das Brot auch backen kann, wenn man keinen Tuppertopf hat. Da ich es aber nur so kenne, gibt’s das Rezept heute für Tupperbesitzer. Wenn jemand weiß, ob man es für andere Backarten modifizieren kann oder muss, dann raus damit.

Ihr braucht 500g Mehl (wir haben Weizenmehl genommen, man kann aber auch gut Dinkelmehl nehmen oder eine Mischung aus beidem), 500ml Buttermilch, zwei Teelöffel Salz, einen Würfel frische Hefe und – wer mag – 100g Röstzwiebeln (oder eine kleine Hand voll Pinienkerne oder Sonnenblumenkerne oder oder oder)

Die Hefe löst ihr in der Buttermilch auf, bevor ihr die Mischung zum Mehl in eine Schüssel gebt. Das Salz dazugeben und die Röstzwiebeln oder Kerne unterkneten. Ich habe anfangs die Knethaken genommen, am Schluss noch die Hände.

Heizt den Ofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze vor. Backt den Teig, den ihr in den Ultra gegeben habt, 10 Minuten mit Deckel. Dann dreht ihr die Hitze auf etwa 180 Grad herab und nehmt den Deckel ab. Backt das Ganze nochmal offen 45 Minuten fertig.

Das Zwiebelbrot passt hervorragend zu einem Grillbüffet, kann aber auch einfach so zu Wein oder Bier geknabbert werden. Wenn ihr andere Kerne nehmt, lässt es sich beliebig, auch süß, belegen.

Falls jemand fragt: Das hübsche Geschirrtuch mit den Schmetterlingen ist von Greengate.

5 Antworten auf „Topfgeschichten – “Krrrrrmmmmkrkkkk…”“

  1. Du konntest ja gar nicht die letzte Person auf diesem Planeten sein, ich z.B. wusste bisher nicht mal, dass man die teuren Plasteschüsseln auch in den Backofen stellen kann… B) 😉

      1. Es gibt meines Wissens nur einen Topf von Tupper, der für den Ofen geeignet ist. Das ist der Ultra. Ich habe schon Aufläufe und Gratins und Lasagne damit gemacht, aber für Brot eignet er sich wunderbar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.