Zwei mal täglich…

ein paar Reihen stricken und das Hirn arbeitet wieder gerade.
Liebes Leben, was so eine dröselige Handarbeit doch ausmacht. Ich höre mich zwar an, wie eine ältliche Mamsell, die nix im Kopf hat, außer Haushalt und Strickzeug (oh mein Gott…) aber zur Zeit beschäftigt mich mein Job ein bisschen zu sehr in der Freizeit, weil es mich nicht loslässt, weil ich nicht so zufrieden damit bin, wie ich es gerne wäre, na ihr wisst schon. Und meistens sind das die Phasen, in denen meine kreative Ader durchdrückt. Habe heute Nacht schon schätzungsweise 378.945.899 verrückte Ideen ausgebrütet und wieder verworfen, was ich in den nächsten fünf Jahren so alles machen will. Und ich habe festgestellt: Fünf Jahre sind eine unüberschaubare Zeit für mich im Moment. Werde ich Kinder haben in fünf Jahren? Werde ich verheiratet sein? Werde ich immer noch da arbeiten, wo ich im Moment arbeite? Werde ich Porsche fahren, weil ich im Lotto gewonnen habe? Und wäre es nicht sinnvoll, mit Lottospielen erst einmal anzufangen? Wäre, hätte, könnte, müsste? Weil sich dieses Gedankenkarussell nicht so einfach anhalten lässt, greife ich zu meinen ersten zehn Schal-Zentimetern und stricke. Wenn die Welt eine halbe Stunde lang nur in linke und rechte Maschen aufgeteilt ist, sieht man vieles im Nachhinein wieder klarer. Denn letztlich bringt alles Grübeln nix, es kommt sowieso meistens anders, als man denkt.

„Schlechte Laune ist der Schnupfen des Gemüts – lästig und ansteckend noch dazu.“

Hab ich heute gelesen und musste schmunzeln. Also: Weg mit der schlechten Laune. Ich will ja keinen anstecken!

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