Lebenskrise?

„Hast Du grad ne Lebenskrise?“ – ein Kollege hat mich das gestern gefragt. Und was soll ich sagen. Ich bin sicher meilenweit von einer Krise entfernt. Es geht mir nämlich ziemlich gut. Allerdings haben andere etwas, was ich nicht habe – einen verdammt festen Lebensplan. In meinem Freundeskreis hat der Hochzeitsvirus um sich gegriffen. Nicht, dass ich etwas gegen das Heiraten hätte – aber mir selbst ist so überhaupt nicht danach. Und alle anderen bauen plötzlich Nester. Reden von Baugruben fürs Eigenheim, die gerade ausgehoben werden, suchen Bäder aus, organisieren Polterabende. Und mir – mir geht das so langsam aber sicher ziemlich auf den Senkel. Egal mit wem wir weggehen – die Gespräche ranken sich entweder um Hochzeitseinladungen, Menükarten, Orgelstücke und Sitzordnungen oder Architektenpläne, Badfliesen und Baugruben.
Und nicht nur, dass sie heiraten. Sie wissen auch alle schon heute, wie ihr künftiges Leben laufen wird – sei es, dass sie in ein Familienunternehmen einsteigen durch die Heirat, oder gerade eben erst einen Betrieb übernommen haben und den nun „am Hals“ haben.
Sie haben

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