Monday, Monday, part II

…es ging genauso weiter. Ein weiterer Kollege hatte Post vom Hauptzollamt bekommen und konnte nichts damit anfangen. Ich kenne die Schreiben dieser Institution mittlerweile ganz gut, da die öfter ins Haus flattern, ein solcher dreiseitiger Brief war mir allerdings neu und außer Rechtsanwalt und Geschmacksmuster verstand ich nur Bahnhof. Ich rief also dort an und nachdem ich dem skeptischen Herrn darlegen konnte, wie ich an den Brief meines Kollegen gekommen bin und dass ich mir sicher sei, dass es sich bei IHM um den richtigen Ansprechpartner handelt („Der Brief ist von Ihnen. Doch. Von Ihrem Amt. Aber da steht es doch! AUSSERDEM HABE ICH DIE NUMMER ANGERUFEN, DIE AUF DEM ABSENDER STEHT, GLAUBEN SIE MIR DOCH, SIE SIND ZUSTÄNDIG!“), erklärte er mir, dass mein Kollege womöglich ein Plagiat erworben hätte und die Ware nun zur Überprüfung an den zuständigen Anwalt der Originalfirma geschickt wird. Wahrscheinlich bekomme er innerhalb von zehn Tagen Post und werde aufgefordert, der Vernichtung zuzustimmen. Ich teilte dem armen Besteller also die schlechten Nachrichten mit und der – lächelte gelassen. Ich solle mir keine Gedanken machen. Ihm habe das eh zu lange gedauert und so habe er die Ware EIN ZWEITES MAL dort bestellt.
Ich hoffe, er kann es stornieren. Ich arbeite im Irrenhaus. Ehrlich.

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