… ja oder nein? Ich habe noch ein bisschen Zeit, bis mein Ausweis abläuft.
Aber wenn man heute einen Neuen beantragt, wird man gefragt, ob man den Fingerabdruck abgeben möchte.
Ich habe dazu eine klare Meinung.
Aber wie seht ihr das? Ja oder nein und warum?
Ja geht’s noch?!
Ich bin selten sprachlos. Aber heute morgen um acht, beim Lauschen der Nachrichten im Autoradio, fiel mir die Kinnlade aufs Lenkrad und ließ sich von dort nur mühsam in ihre Verankerung zurückbefördern.
In welchem Staat lebe ich um Himmels willen?
Kinderlose, die SCHON 25 Jahre alt sind, sollen nach Willen der CDU-Jugend (ausgerechnet der!) ein Prozent vom Lohn bezahlen. Quasi als Strafe für ihre Kinderlosigkeit. Man müsse eben in eine Gesellschaft zurückfinden, in der es nicht egal sei, wie man lebe, sagt dazu Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (die im Übrigen ihr Soll erfüllt hat und der Nation zwei Kinder geschenkt hat, somit also von der Zahlung befreit wäre). Wie unfreiwillig Kinderlose dabei gehandhabt werden, ist noch nicht klar. Entweder sie werden nach dem Sippenhaftprinzip mit zur Kasse gebeten, oder sie müssen dem Staat belegen, dass die Kinderlosigkeit nicht freiwillig ist und gehen damit abermals durch ein schmerzhaftes Prozedere der Bürokratie.
Im selben Atemzug findet auch CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe die Idee für angemessen und weißt darauf hin, dass die Sozialversicherungssysteme nicht funktionierten, wenn es zu wenig Kinder gebe.
Es geht also den Staat etwas an, wie ich mein Leben lebe. Wer keine Kinder in diese Welt setzt (oder nur eins, was auch nicht von der Zahlung befreit), wird zum Wohl der Allgemeinheit zur Kasse gebeten.
Keine Minute später dann folgende Nachricht:
Den gesetzlichen Krankenkassen geht’s so gut wie nie: Rechnet man alle Überschüsse zusammen, dann kommen dank der guten Konjunktur 16 Milliarden Euro zusammen.
Und noch besser – sollten wir von dem Rest unseres Einkommens etwas kaufen wollen und per Überweisung bezahlen, so dürfen wir uns ab 2014 eine 22-stellige IBAN-Nummer merken.
Wann g
Mein Leben und ich: Topfgeschichten: Hähnchengemetzel mit Gemüse
Nachdem mein Tag heute eher unerfreulich angefangen hatte, beschloss ich, mir in der Mittagspause was Gutes zu tun. Und weil ich ein großzügiger Mensch bin, nicht nur mir.
Ich fuhr zum Einkaufen und kochte für mich und zwei Kollegen.
Zutaten (für drei):
3 Hähnchenschnitzel
1 Zucchini
1 Hand voll Champignons
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Becher Sahne
Passierte Tomaten
Öl, Salz, Pfeffer.
Hähnchenfleisch schnetzeln, in Öl anbraten, dabei salzen und pfeffern.
Zucchini in Würfel oder Halbmonde oder Scheiben, ganz wie beliebt, Zwiebeln ringeln, Pilze vierteln.
Fleisch aus der Pfanne nehmen, Gemüse kurz anbraten, Fleisch zurückgeben und mit Sahne ablöschen. Ca. eine Tasse Tomatenbrühe hinzugeben.
Mit Salz und Pfeffer ordentlich abschmecken, Nudeln oder Reis dazu kochen, fertig.
Die beiden haben ihre Teller abgeleckt. Es hat also geschmeckt.
Heute morgen…
…als ich mich grade auf den Weg zum Auto machte und noch über die Wahl der Schuhe grübelte… und meine Handtasche an den oberen Treppenabsatz stellte…
…sah ich aus dem Augenwinkel grade noch, wie sie sich langsam nach links neigt, sachte umkippt und sich ihr Inhalt (Terminkalender, Handy, Puderdose, Handcreme, Kekse, Tampons, Briefe, drölf Zettel und allerhand anderes GEDÖNS) polternd, scheppernd, sich öffnend und zerbröselnd über die Marmorstufen nach unten begibt, um dort unschuldig kullernd liegen zu bleiben. Das war der Moment, an dem ich ganz kurz überlegte, die Tür wieder zuzumachen, meinen Schlafanzug wieder anzuziehen, mich ins Bett zu legen und den Tag einfach zu ignorieren.
Wenn einer von Euch rausfindet, wie man einen Tag eliminiert, dann lasst es mich wissen. Ich melde Bedarf an.
In unserem…
…Bürokalender ist am Mittwoch nächster Woche ein kleiner Zusatzvermerk eingedruckt.
Da steht:
ARSCHERMITTWOCH.
Wat ne Woche…
…bin ich froh, dass ich gleich ins Wochenende entschweben darf. Alles hat soweit geklappt, keine größeren Ausfälle zu beklagen, die Mühe, die Hektik, die Überstunden und der Stress haben sich wohl soweit gelohnt, der hohe Besuch ist IMMER NOCH da. Hoffentlich ein gutes Zeichen.
Ich sag’s Euch, ich hab mich selten so auf den Frisör gefreut wie heute. Da sitzen, Augen zu machen, verwöhnt werden. Hab ich mir verdient. Jawoll.
Bin ich müüüde…
…jetzt. 10 Stunden im Büro, eine gurklangsame Heimfahrt auf spiegelndem Eis, die mich eine weitere Stunde gekostet hat. Und jetzt? Essen im Bauch, Sandmännchen im Ohr aber Wäsche in der Maschine… Moah. *chrrrrrrrrr*
Gruselhaus…
Beim ersten Mal ist mir fast das Herz stehen geblieben. Ich saß an meinem Schreibtisch im Arbeitszimmer und grübelte über das Layout meines Magazins. In die Stille krachte ein lautes Gepolter und wie gesagt, es hob mich einige Zentimeter von meinem Stuhl an. Das Gepolter kam von oben, wo nur noch die Spitzbühne ist. Sie ist über eine “Hühnerleiter” zugänglich, die man aus der Büro-Decke herabziehen kann. Ich rannte ins Esszimmer, wo mein Mann gemütlich fernsah. Er hatte es auch gehört, aber nur als leises Krachen.
Gestern wieder. Ich saß im Arbeitszimmer, als es blechern schepperte direkt über mir. Es klang, als hätte jemand einen harten Schneeball gegen eine Blechwand geworfen.
Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten.
1. Wir haben ein Tier auf der Bühne. Ich tippe auf Eule, Marder oder Dinosaurier.
2. Die Balken verziehen sich bei der Kälte und krachen.
3. Wir haben einen Poltergeist.
4. Ich habe einen Verehrer, der mir Steine ans Fenster werfen will, aber a) zu große Brocken wählt und b) damit (glücklicherweise) das Fenster nicht trifft.
Was meint ihr?!
Aufgeräumt…
…wird heut. Der Tag des hohen Besuchs steht vor der Tür und heut wird dem Bürokramteufel der Garaus gemacht. Also, noch schnell den letzten Schluck Kaffee… Und dann geht’s ans Kistenräumen!
Habt nen guten Start in den Tag!
Eine ganze Schachtel…
…Choco Crossies steht jetzt hier und wartet darauf, meinen grummeligen Tag zu versüßen. Und nachher bin ich so:
