Alles in allem…

…war das doch ein recht produktives, kreatives und entspanntes Wochenende.
Hilfreiche und nette Kontakte geknüpft am Freitag, geputzt und gekocht am Samstag, Kuchen gegessen und kreativ gewesen am Sonntag.
Es tut mir einfach gut, wenn ich mal ein paar Stunden an etwas dran bleiben kann.
Diese Woche sollte recht ruhig werden, aber es kommt ja eh meistens ganz anders.

Außerdem habe ich festgestellt, dass ich scheinbar eine neue Koch-Ära eingeläutet habe. Ich traue mich an immer mehr “gutbürgerliches” heran, was früher nie auf meinem Kochplan gestanden hätte. Braten, Kartoffelpürree, Kartoffelsalat, etc.
Herrn Schatzi freut’s, mich wundert es ein bisschen. Aber scheinbar hat das mit Küchenroutine und Hunger zu tun.
Kennt ihr das auch? Früher gab’s viel öfter Nudeln mit Soße, weil schnell, einfach, gelingsicher? Heute gibt’s mal was aufwändigeres, weil man seine eigenen Fähigkeiten testen will?
Ich überl

Erkenntnisse des Tage…

…viele Köche verderben den Brei.

…man kann’s nie allen Recht machen.

…es lohnt nicht, sich über Geschmack zu streiten.

…der Wille des Menschen ist sein Himmelreich.

Tief und plötzlich da…

…war es gestern. Muss irgendwo vor mir gelegen haben, im Schatten. Ich hab’s nicht mal geahnt. Aber der Fall war unendlich lang.
Ich rede von dem Motivationsloch, in das ich gestern gestolpert bin. Freitagnacht spät von einem inspirierenden Vortrag heimgekommen voller guter Ideen für mein Magazin, hab ich die wildesten Pläne geschmiedet, was ich am Samstag alles davon gleich umsetzen will.
Wäre mir da nicht eben jenes ungeahnt tiefe Motivationsloch vor die Füße geraten. Der Fall fing direkt im Bett an. Statt wie geplant um acht aufzustehen, war es nach neun, bis ich endlich der kuscheligen Decke entsagen konnte. Frühstück und Dusche haben sich endlos gezogen, weil offenbar einer meine Handbremse angezogen hatte. Beim Anblick meines unaufgeräumten und ungeputzen Haushalts hätte ich Verzweiflungslaute ausstoßen mögen – wenn’s einen interessiert hätte. Und der Kühlschrank war ja auch noch leer.. irgendwann konnte ich mich aufraffen, die Küche aufzuräumen, bin dann einkaufen gefahren und habe gekocht. Das Mittagessen war der erste Schritt zurück an die produktive Oberfläche, danach ging der Rest vom Haushalt relativ flott.
Heute habe ich beschlossen, ob der Vielfalt gesammelter Ideen nicht länger zu verzweifeln, sondern mich zu freuen, dass ich überhaupt Ideen habe. Ich hab sie jetzt alle notiert, damit nichts verloren geht und fange einfach beim dringendsten an. Ganz entspannt.
Ich wünsch Euch einen schönen Sonntag!
Und passt auf diese fiesen schwarzen Löcher auf, die sind Ü-BER-ALL!

Aus dem Leben einer Sekretärin, Teil 1

Ich hab nen kurzen Brief verfasst. Leg ihn der Chefin vor. Sie unterschreibt. Dann liest sie. Runzelt die Stirn. Liest nochmal.
Ich: “Stimmt was nicht?”
Sie: “…Doch doch… hat sich Dein Englisch verbessert?”
Ich: “ Äh… das ist die Vorlage, die ich mir mal gemacht habe und eigentlich immer benutze…”
Sie: “Ich mein ja nur… das ist gut geschrieben. Dann hab ich das noch nie gelesen…”
Ich: “ Na danke auch. Manchmal bist du charmant wie ein Brocken Granit.”
Sie: “Ja, ich weiß, war ich schon immer.”

Was sagt man dazu…

Meine Gewichtskurve…

…macht grad nen Ausschlag nach oben. Dabei… ess ich nicht so viel.
Wenigstens nicht mehr als vorher. Vielleicht hat auch irgendein Wicht an meiner Waage rumgedreht. Auf alle Fälle hab ich zwei Kilo mehr.
Wenn sie jemand vermisst, meldet Euch. Ich geb sie auch gern wieder her. Hmpf.

Zwei Erkenntnisse…

…des Tages…

1. Mein eigener Fleiß steht mir im Weg.
Ich reiße alles an mich. Will es selbst erledigen. Bevor andere es falsch machen oder vergessen. Bevor’s gar keiner tut. Und dabei versuche ich so auszusehen, als wär das alles ein Spaziergang. Was mir meistens gelingt. Die logische Konsequenz – man vertraut darauf, dass ich solche organisatorischen Dinge schon erledige. Und beim nächsten Mal wird mein Päckchen noch ein bisschen größer. Geht ja alles locker. Und nen Kuchen back ich noch dazu.
Das Beispiel hatte ich ja schon erwähnt. Während andere Freitagabends auf der Couch sitzen, hetzt die kleine Venus nach dem Supermarkt noch zum Geschenke-Organisieren. Hat einer sich bedankt? Natürlich nicht. Ist ja für die gute Seele eh kein Problem. Macht die ja mit links.
Fazit für mich – beim nächsten Mal wird das jemand anders machen.
Der Anstoß kam aus einem Dossier einer großen Frauenzeitschrift, die heute morgen mein Begleiter zum Kaffee war. “Die Todsünden der Frauen – warum wir viel zu brav sind”. Ich dachte echt, die kennen mich persönlich.


2. Reic

Licht, Licht, ich brauche Licht!

Morgens ist es im Moment noch kein Problem. Wenn ich aus der Haustür gehe, weht mir ein ungewöhnlich warmer Wind entgegen für November. Das Firmament ist schon grau-blau-marmoriert, die Sonne schiebt sich dann während meiner Fahrt ins Büro über die Tannenwipfel.
Abends ist es viel schlimmer. Gestern Abend auf dem Heimweg musste ich mich ständig mit dem Blick auf die Uhr vergewissern, dass es noch nicht Schlafenszeit ist. Sondern noch nicht mal sechs. Es war dunkel, die Autoheizung war an und hätte ich einen Chauffeur gehabt, wären mir sicher die Augen zugefallen. Ich kam nach Hause und hatte auch beim Essen wieder das Gefühl, ich sollte nicht immer so spät essen. Dabei war es genau gleich früh wie immer.

Das liegt daran, dass meine Seele schwarz sieht. Draußen. Und mir suggeriert, es sei Nacht, also Schlafenszeit. Das mag für Zugvögel sinnvoll sein oder für Murmeltiere, für Bären oder Hühner. Aber nicht für mich!
Wie soll ich mich denn abends noch auf etwas konzentrieren, wenn mein Gehirn sich die Decke bis zur Nasenspitze (ja mein Gehirn HAT eine Nasenspitze!) zieht und das schnarchen anfängt?! Es heißt sicher nicht umsonst “hell-wach”. Ich bin dann wohl “dunkel-müde”.

Eine Portion extra Tageslicht würde vielleicht helfen. Aber wo krieg ich die her? Gibt’s Tageslicht-Energiespar-Leuchtmittel? Oder halten mehr Vitamine wach? Mehr trinken? Mehr Schokolade? (AUJA!!) Heiß duschen? Kalt duschen?
Geht’s nur mir so?

Michael Jackson…

Sergeant Pepper, Prince oder russische Marine…?

Ich geb’s auf. Es gibt Leute, die einfach keinen SINN für Mode haben. Mein schwarzer Blazer hat heute offenbar in jedem einzelnen Kollegen andere Assoziationen geweckt. Ich mag die güldenen Schulterposter mit den Pailetten. Aber ist ja eh bald Feierabend. Dann hisse ich die Segel und moonwalke ich nach Hause, wo sich keiner an meinem persönlichen Thriller stört. Ich hoffe nur, es purple raint nicht unterwegs.