Schein und Sein

oder: Wie ich einmal beinahe sauteure Schuhe gekauft hätte.

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Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, gehe ich dafür auch weite Wege. Auch noch abends, kurz vor Ladenschluss. Wenn ich mir also in den Kopf gesetzt habe, noch wegen einer Gutschrift und dem dringenden Wunsch nach ein paar flachen Schuhen in die Nachbarstadt zu fahren, dann halten mich auch die fortgeschrittene Tageszeit und einsetzender Neuschnee nicht auf. Leider war mein Weg durch das Usselwetter gestern Abend um sieben völlig für die Katz, weil der Schuhladen, bei dem ich noch immer eine Gutschrift habe, zwar siebentausend Paar Schuhe bereithält, leider aber keine, die dem Bild in meinem Kopf entsprachen. “Schein und Sein” weiterlesen

Den Trends auf der Spur

“Doch, das trägt man wieder”, versicherte mir die Verkäuferin im Schuhladen, als ich dieses Paar Pumps in den Händen herumdrehte. Spitze Spitzen. Eigentlich hatte ich mich an denen vor etwa fünf Jahren satt gesehen und die Schuhindustrie mit mir. Die Kappen wurden runder, manchmal sogar eckiger. Aber spitz? Das war gestern! Ich drehte mich vorm Spiegel hin und her. Mein Blick wanderte an mir hinauf. Diese Hose. Irgendwie auch von gestern. Dabei habe ich sie so geliebt. Da ich ja zur Zeit keine neuen Klamotten kaufe, trage ich tatsächlich altes Zeug. Aber die Sache mit dem Boyfriend-Schnitt… die war auch schon moderner. Ich, die ich seit geraumer Zeit eng sitzende “skinny Jeans” trage, fühlte mich verloren in einer großen Portion Jeansstoff, die um meinen Hintern hing. Als hätte ich Schlafanzug und Bademantel zum Trend 2015 erklärt. Da fand ich die spitzen Pumps schon auch nicht mehr weiter wild. Kaum zu Hause …

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Zeigt her Eure Füße,

…zeigt her Eure Schuh’!
Grad eben noch so winzig und jetzt hat sie eigene Schuhe. Die ersten. Bin ein bisschen gerührt.

Warme Füße!

Ich bin zugegebenermaßen ein High-Heel-Mädchen. Flache Schuhe gehen schon auch, aber eher zum Wandern oder zum Sport.
Bis mir diese Stiefel über den Weg ge…stiefelt sind.
Sie sind unförmig und klobig. Aber, und das ist unschlagbar, sie sind saubequem und vor allem WARM!

Kurz gesagt: Meine Füße fühlen sich darin, als wären sie schon im Bett. Warm, weich, kuschelig.
Und diese Stiefel sind auch der einzige Grund, warum ich die Eiseskälte nicht GANZ SO schrecklich finde.
Aber wirklich der einzige.

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Auf schicken Sohlen…

…ist meine Mama jetzt unterwegs. Die ganze Woche schon habe ich sie aufgezogen damit. “Es ist viereckig, aber eigentlich nur außen. Du kannst es umtauschen, wenn Du es nicht magst. Du hast mal darüber gesprochen und geäußert, dass Du so etwas gerne hättest, aber Du hast es nie gekauft”… meine Mama hatte gestern Geburtstag und ich habe mir einen Spaß daraus gemacht, wilde Hinweise im Vorfeld zu streuen, weil ich genau weiß, wie neugierig sie ist.
Gestern Abend also durfte sie das Päckchen endlich in Empfang nehmen und öffnen. Als sie das Papier an der einen Seite aufgerissen hatte, fing sie an zu lachen. Es war – eine Schuhschachtel, ich hab ihr endlich Chucks besorgt. Ihr wisst schon, die Kult-Converse-Treter, die man aller-allerspätestens mit 59 endlich tragen sollte. It’s now or never. Sie meinte, ich sei ein ziemlicher Spinner, aber gefallen haben sie ihr.
Einen kleinen Wehmutstropfen gab es dann doch. In der Schachtel war zwar die richtige Farbe, allerdings die falsche Größe. Ich hatte mich auf das Etikett verlassen und nicht überprüft, ob die richtige Größe eingepackt ist. Ich werde also nochmal in den Schuhladen wackeln und eine Größe größer besorgen. Und das Fiese ist – die Schuhe passen mir! Und sie gefallen mir! Und ich werde sie behalten! Und jetzt glaubt mir keine Sau, dass das keine Absicht war.

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