Behörden denken anders

Einer unserer Mitarbeiter denkt darüber nach, seine Freundin in Deutschland zu ehelichen. Oder besser gesagt, die Freundin gedenkt, sich ehelichen zu lassen und ihr Freund sollte bei mir mal fragen, ob das generell gehe und was man dafür brauche. („It’s a girl-thing“, meinte er schmunzelnd.)
Da ich zwar ahnte, dass sowas machbar sein muss, aber nicht wusste, welche Dokumente zwei Menschen mit Aufenthaltstitel aber russischem Pass in Deutschland benötigen, um zu heiraten, schilderte ich die Situation einer netten Dame auf dem örtlichen Standesamt. Ich erklärte ihr, dass wir einen Mitarbeiter hätten, der seine Freundin gerne heiraten würde. Dass er schon seit drei Jahren bei uns arbeite und sie nachgezogen sei und jetzt in der Nachbarstadt studiere.
Nach nur fünf Tagen Bedenkzeit erhielt ich heute eine mail.

Generell sei es möglich, dass die beiden heiraten, sie benötige, um mir eine Checkliste zusammen zu stellen, erstmal folgende Daten:

1. Familienstand.
2. Falls verheiratet – Heiratsurkunde mitbringen.
3. …

NATÜRLICH hätte es sein können, einer von beiden oder beide sind noch andersweitig verheiratet. Aber hätte ich das dann nicht erwähnt?!

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