Wenn ich den erwische…

…der an der Uhr dreht…

wie kommt es bitteschön, dass wir fast Mai haben? Ich war doch eben noch hier!
Vor gefühlten vier Wochen hab ich den letzten Blog-Eintrag geschrieben. Es ist aber faktisch gesehen ein Vierteljahr her… wie kann das angehen?
Als ich angemerkt hatte, das Leben wäre neuerdings wie ein D-Zug, wusste ich nicht, dass dieser D-Zug so beschleunigen kann. Mittlerweile sitze ich in einem Überschallflieger. Die Kalenderblätter purzeln, die Wochenenden folgen im Staccato-Takt aufeinander.
Aber das ist in Ordnung so. Mein Leben hat sich aus einem tröpfelnden Rinnsal in einen reißenden, bunten Fluss verwandelt und ich rausche mit.
Ich habe gut Fuß gefasst in meinem Job (manchmal ergreift mich ganz kurz das wahnwitzige Gefühl, dass die alle verrückt sind, sich komplett auf mich zu verlassen. Wenn ich nämlich mal einen Tag nicht da bin, bricht das Chaos aus, weil ich eben ganz viel „im Hintergrund“ am Laufen halte und das erst auffällt, wenn ich es nicht mache…) ich habe mit meiner Verbandszeitung und meiner Eine-Frau-Redaktion an drei von fünf Abenden die Woche gut zu tun und ich liebe es.
Das Fazit der letzten Wochen ist einfach – nachdem mein vorangegangener Job so undankbar war, lechze ich nach Anerkennung und stelle fest, dass ein ehrliches Lob und ein ehrliches „Das haben Sie gut gemacht, ich bin beeindruckt“ so viel Energie freisetzt, wie nichts anderes. Ich fühle mich, wie nach einer Metamorphose. Ein Umstand, den man auch sehen kann – die blonden Haare gehören der Vergangenheit an, mittlerweile sind sie richtig kurz, dunkelbraun und rot gesträhnt.
Auch wenn das blog zeitweise verwaist war, es geht mir gut und ich bemühe mich, wieder öfter von mir hören zu lassen. Auch ein Überschallflugzeug muss hin und wieder landen und auftanken.

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