Mein Leben und ich: Szenen einer Ehe, Folge 3: Sinn und Unsinn von Mode

Heute morgen beim Frühstückstisch. Ich erkläre Herrn Schatzi, dass ich mich demnächst mal wieder hinter die Ordnung meines Kleiderschranks klemmen will. Wo doch gestern in einem Anflug von Kauflust noch 6 weitere Teile dazugekommen sind. *räusper*.
Und es kommt, was kommen muss. Ein langer Monolog langes Gespräch über Sinn und Unsinn von (zu)viel Klamotten, eine Debatte über die Stückzahl als Indikator von „viel“ und „zuviel“, eine langwierige Definition des Wörtchens „brauchen“, die schließlich abschweift in „Ja aber DU hast dafür den großen Fernseher gekauft, den hätte ICH auch nicht geBRAUCHT“-Sphären.
Schließlich ein siegreiches Schmunzeln auf seiner Seite – was Klamotten angehe, müsse ich mich einfach geschlagen geben, ich hätte einen Modetick und schlichtweg ZUVIEL im Schrank.
Sprachs und stand auf. Und mir sticht ein schwarzer Schmierer auf seiner weißen Strickweste ins Auge. Ich deute drauf und sage „äh, DAS kannst du nicht mehr anziehen, das hast Du Dir irgendwo eingesaut.“
Herr Schatzi folgt irritiert meinem Zeigefinger und betrachtet den grauen offensichtlichen Fleck an seiner Weste, begleitet mit ein paar von Fäkalausdrücken gezierten Flüchen. „Was zieh ich denn jetzt an???“ fragt er ratlos. Tja. Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen. „Eine größere AUSWAHL müsste man haben, gelle?“

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