Topfgeschichten – Kürbis mit Spaghetti

Meine Kürbisliebe ist ungebrochen. (Was für ein Wortspiel im Zusammenhang mit Essen…) Aber immer nur Suppe geht ja auch nicht.

Stattdessen gab es den Kürbis diese Woche mal abgewandelt als Spaghetti-Topping.

Ich habe dazu wiederum einen Hokaido-Kürbis klein gewürfelt und ihn in etwas Gemüsebrühe gar gekocht.

 Dazu eine gute Handvoll glatte Petersilie feingehackt und untergehoben.

Weil hier nicht nur ich für mich alleine koche, sondern auch meine knapp zweijährige Tochter mitisst, muss das Essen jedenfalls im Großen und Ganzen kindgerecht sein. Wenn ich sie frage, worauf sie Lust hat, kommt mit absoluter Sicherheit als Antwort entweder Nudeln oder Kartoffeln. Mit Spaghetti liege ich also prinzipiell nie falsch. 🙂

Und so gab es die auch dazu und ein neues Gericht ward geboren: Spaghetti mit Kürbispesto.

Denn nachdem ich die Petersilie untergehoben und das ganze ordentlich mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und noch ein bisschen Gemüsebrühe zugegeben hatte, habe ich den Kürbis mit dem Pürierstab aufgemixt, allerdings durften kleine Kürbisstückchen übrig bleiben, die dem Ganzen etwas Biss geben.

Der Großen und der Kleinen hat es übrigens hervorragend geschmeckt. Ich hoffe, den Nachkochern schmeckt’s auch!

 Hannah – es folgt ein kleiner Erziehungsdiskurs – wird im November zwei Jahre alt und isst alleine und mit Löffel oder Gabel so gut wie unfallfrei. Natürlich bekommt sie einen Latz um, damit Kürbis oder Tomatensoße nicht auf dem Pulli landen, aber das ist für sie auch völlig ok. Ich habe ihr den Löffel überlassen, sobald sie sich selbst füttern wollte damit. Anfangs habe ich ihr beim Dirigieren geholfen, damit mehr Essen im Mund als auf dem Schoß landet, mittlerweile schafft sie es gut alleine. Mit den Fingern hat sie nie gegessen. Zwar darf sie Dinge wie Käsewürfel oder Essiggurken oder Wurstwürfelchen oder auch mal ne Erbse mit den Fingern nehmen – klar – aber was warm auf den Tisch kommt, wird mit Besteck gegessen.

„Jaaa, aber das Kind braucht das haptische Erlebnis und muss wissen, wie sich Kartoffelbrei anfühlt…“

Äh… wozu? Ich höre von anderen Müttern immer wieder, dass die Kinder mit den Fingern essen und ihnen das nur schwer wieder abzugewöhnen ist, bzw. sie mit Gabel oder Löffel überhaupt keine Geduld haben, weil es mit den Fingern viel schneller geht. Ich bin sicher, jedes Kind lernt irgendwann auch mit Besteck zu essen. Unsere eben von Anfang an. Und ich würde es jederzeit wieder so praktizieren. Sie ahmt letztlich uns nach und will von uns lernen, wie man es macht. Und wir zerreiben auch keine Karottenscheibchen zwischen den Händen und schlürfen die Soße aus der hohlen Hand. Aber das sind nur meine Gedanken zum Thema Essen mit Kleinkindern. Wer die Sauerei um den Hochstuhl rum etwas stoischer ertragen kann als ich und wer dem Kind erst später die Tatsache, dass Essen kein Spielzeug ist nahebringen möchte, darf und wird selbstredend eigene Wege gehen. Sagt die, die Sätze, die mit „Ja also früüüher…“ beginnen eigentlich nicht mehr hören kann. Aber irgendwie prägt uns unsere eigene Erziehung eben doch. Und mit den Fingern essen hab ich eben auch nie gelernt (lebe aber noch 🙂 )

2 Antworten auf „Topfgeschichten – Kürbis mit Spaghetti“

  1. Das haptische Erlebnis können sie haben, wenn sie beim Kochen und Vorbereiten in der Küche helfen. Machen sie gerne – auch die Kleinen.

    Bei meiner Freundin ist sogar noch die strenge Regel im Haus: Gegessen und getrunken wird nur am Esstisch. Sie hat nämlich keine Lust, halbe Brötchen aus dem Kinderzimmer zu kramen, ein umgeschüttetes Glas Saft im Laptop und die Schokolade an der Fernbedienung.

    Erstaunlicherweise sind die beiden nicht verhungert.

    1. Ha! Gegessen wird hier auch am Tisch. Und zwar ausschließlich. Es sei denn, wir nehmen uns Trauben/Apfelschnitze/Kekse mit zum Bilderbuchangucken, aber auch da isst sie das ja unter Aufsicht. Ich will einfach weder eine Riesensauerei, noch den Endruck vermitteln, mit Essen könnte man herumspielen.

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