Bloggerleben

Ich staune. Über reizend dekorierte Balkone, liebevoll drapierte Salate neben Bruschetta, „mal eben“ selbstgenähte Handtäschchen, schillernd bunte Fingernägel und strahlende Gesichter bei Familienausflügen. Bloggen gewährt Einblick in Familienleben, öffnet die Türen zu Wohn- und Kinderzimmern anderer Leute und zeigt Lebensstile fernab jeder Norm und jedes Ikea-Katalogs.
Ich frage mich nur manchmal: lebst du schon oder blogst du noch? Entweder ich bin da echt ein Honk, oder viele Blogs verwenden SEHR viel Zeit auf die bildliche und wortreiche Schilderung ihres Lebens, das dann nur noch zwischen die Postings gequetscht stattfinden kann. Wann machen die das alles? Hier so: aufstehen, wickeln, Frühstück. Kind schläft gnädigerweise weiter, dann Wäscheberge verräumen, auf- und abhängen, und so weiter. Kind wacht auf – entweder selbiges bespielen oder wenn es das alleine kann, Böden saugen, Müll rausbringen, sowas. Dann einkaufen, kochen, Kind füttern. Nachmittags gehen wir raus, besuchen die Oma oder spielen. Der Tag ist meistens ausgefüllt aber unspektakulär. Natürlich könnte ich euch mit der drölften Hannahgeschichte beglücken oder erzählen, dass sie eine eigene kleine Haarbürste mit Eulen drauf bekommen hat. Aber ehrlich… Das fände ich auch bei anderen blogs eher… gähn.
Und weil mein Tag ja nicht der einzig fade aber dennoch lebenswerte sein kann: was macht ihr so? Sagen wir, gestern? (Falls ihr euch noch erinnert, höhö)
Was habt ihr gestern vom Aufstehen bis zum Zubettgehen gemacht? Ich will alles wissen! Jetzt!

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