Warum man Rezepte IMMER bis zum Ende lesen sollte. IMMER.

Gestern im Supermarkt. Das Tochterkind und ich genießen die gemeinsame freie Zeit, nach vielen Tagen voll Stress und Arbeit in vollen Zügen. Wir gehen einkaufen. Ganz entspannt schlendere ich durch die Gemüseabteilung und freue mich über die vielen satten und kräftigen Farben. Irgendwie bleibt mein Blick aber an einer bräunlich-rötlichen Knolle hängen. „Bio-Süßkartoffel“, lese ich und habe sie schneller zur Waage getragen, als mein Hirn „Rezept? Verwendung? Hallo?“ sagen kann. Weil ich mir nicht sicher war, wie gut die Knolle und meine Geschmacksknospen so zusammen passen, entschied ich mich, nur eine zu kaufen. Was mir im Laden noch völlig logisch vorkam, entpuppte sich kurze Zeit später bei der Suche nach einem Rezept als eher blöd. Was kocht man auch schon aus EINER EINZIGEN Kartoffel. Tscha, Frau Venus.

Die rettende Idee: Muffins. Und siehe da, es gibt tatsächlich Rezepte für herzhafte Süßkartoffel-Muffins. Allerdings, und jetzt kommt’s: Meine EINE Kartoffel schien viel zu viel zu sein für das Rezept. Wie man’s macht… Gerade mal 60g Süßkartoffel würde benötigt. Ich schnaubte verächtlich und nahm kurzerhand alles mal drei. Schließlich hatte meine tolle Knolle etwa 200g mit Schale.

Ihr ahnt, was dann passiert ist. Meine Laune begann zu wackeln, als ich las, dass man Süßkartoffel und Karotten raspeln muss. Ich HASSE raspeln. Nach einer halben Karotte, die übrigens so frisch waren, dass sie ihre eigene Ernte noch gar nicht realisiert haben, hatte ich keine Kraft mehr (oder hat jemand das ultimative Küchengerät, das von alleine raspelt? Wenn ja, Tipps bitte!). Nur gut, dass die hier just neben mir standen. Und so konnte ich frisch gezuckert alle Karotten und sogar die dicke Kartoffel raspelnd durch mein Uralt-Tupper-Raspel-Dingsda schrubben. (Es schrubbelt auch  Haut vom Daumen. Für Euch getestet. Nix zu danken.)

Und meine Rührschüssel füllte sich. Und füllte sich. Spätestens als ich 750g Mehl abwog und ein Paket Butter schmolz, war mir auch klar, dass wir eine ganz ordentliche Menge Muffins bekommen würden…

Aber hey: das Ende vom Lied – die Muffins sind lecker! Es sind knapp 40 Stück geworden, die dank Käse, Butter und Mehl prima sattmachen. Also könnte ich mal eben lässig 15 Gäste zum Muffin-Essen einladen. Ich könnte sie auch in dekorative Schachteln packen und verschenken. Und noch jeweils zwei Marshmallows dazulegen als goodie. Oder aber: Selbst essen. Selbstlos wie ich bin. Na dann. *Örks*

Herzhafte Grüße!

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