ZUVIEL ZUCKER???

ZUVIEL ZUCKER??? ICH?

Ähem. Könnte gut sein. Schuld daran ist natürlich das Internet. Und meine zwanghafte Organisiertheit. Schließlich will so ein Kindergeburtstag gut vorbereitet sein. Und wenn sich Frau Venus etwas in den Kopf gesetzt hat, kreisen ihre Gedanken in jeder freien Minute um das was, das wann und das wo. Und wer kauft es ein. Und wielange braucht man für xy. Und reicht es dann auch für alle. Ihr versteht schon.

Weil ich Überraschungen zwar ganz grundsätzlich toll finde, aber alles Planbare gerne plane, steht (natürlich) seit Wochen das Motto und der Inhalt der Kaffeetafel für des Tochterkinds zweiten Geburtstag fest. Wobei Kaffeetafel natürlich viel zu tantig klingt. Es wird ja schließlich eine Monsterparty. Ha.

Letztes Jahr hatten wir alles in Grün und Kermit der Frosch war das Highlight auf dem Geburtstagskuchen, guckst du hier. Dabei gab es auch Cake-Pops, die genau 20 Minuten gut aussahen und dann wie geschmolzene Schneebälle im Frühling mit einem leisen Plopp über ihr Haltestäbchen rutschten. Beim zeitfressenden, exzessiven rein informativen Stöbern im Internet stieß ich auf eine wie ich finde wunderbare Alternative: Marshmallows! Man spießt sie auf und gut! Nix backen, nix formen, nix schmelzen.

Aber ausprobieren schade nie. Während ich heute also den Tag mit Klavierunterricht und Botengängen begann und mit einem ausufernden Hausputz fortsetzte (was alles dreckig wird, wenn man doch eigentlich GAR NIE daheim ist! Unfassbar!), malte ich mir aus, wie ich die Marshmallows auf Spieße pieken und dann in Schokolade tauchen würde. Während ich Kalkflecken aus dem Waschbecken rubbelte, drängten sich mir Bilder von schokoladenverschmierten weißen Marshmallows auf, die nicht auf Spießen halten wollten. Ich grübelte, ob man Zuckerstreusel wohl gut mit trocknender Schokolade ankleben könnte. Und als ich schließlich die Böden gesaugt hatte und mein Blick auf die (natürlich) bereits gekaufte Tüte Marshmallows fiel, wusste ich, was zu tun ist.

Ausprobieren. Und ja… es klappt. Wer sich eher einer zuckerarmen Ernährung zuwenden möchte, muss jetzt bitte weggucken.

Man nehme Holzstäbchen…

…und Zuckerstreusel…

…und Marshmallows (natürlich) und pieke letztere auf die Stäbchen.

Nach einem Bad in dunkler Schokolade…

… gönne man den weißen Schaumdingern ein weiteres Bad in den Streuseln…

…und freue sich schließlich über eine Kalorienparade am Spieß.

Nicht nur die kleinen Streusel, auch dickere Zuckerkugeln halten übrigens wunderbar in der Schokolade.

Ich habe sehr kakaohaltige Glasur verwendet, die mit ihrer Bitterkeit die Süße der Marshmallows etwas abfängt. Nichtsdestotrotz habe ich nach ungefähr fünf dieser Dinger (Oh, das esse ich gleich, das ist ein bisschen verknautscht. Das auch. Das steht nicht grade. Jetzt nur noch eins. Örks.) das Gefühl, mein Magen sei von der Konsistenz her selbst ein Marshmallow. Vermutlich fließt gerade Zuckersirup durch meine Venen. Aber zum Geburtstag ist es ja noch ein bisschen.

Jetzt muss ich nur noch ungefähr drölf weitere Sachen ausprobieren. Das nächste Projekt liegt schon neben mir. Ich kann halt nicht anders, wa? 🙂

Süße Grüße!

 

 

2 Antworten auf „ZUVIEL ZUCKER???“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.