Da steht ein Hirsch auf der Flur – Ausmalbilder frisch aus dem Wald

„Schuhuuuu-Schuhuuu“ sagt die Eule und schwingt sich in der Abenddämmerung von ihrem Ast. Eichhörnchen Erwin klettert an seinem Buchenstamm empor, um bessere Übersicht zu haben. Hase Hans futtert noch schnell sein Löwenzahnblatt und Maus Mimi versteckt sich hinter einer Wurzel. „Da ist jemand“, flüstert Fuchs Fritzi. „Der will uns ausmalen“, sagt Igel Ingo.

Ich sitze mit einem spitzen Bleistift da und kann nicht aufhören, Tiere zu malen. Hier noch ein paar Pilze, da noch einen Schmetterling flattern lassen … das Kind hat sich nach Fischer Hein und dem Dschungel „Waldtiere“ gewünscht. Es ist pünktlich fertig geworden und wir teilen den Ausmalspaß gerne wieder mit Euch!

Ich habe diesmal ein Blatt selbst coloriert. Das Kind fand letztens Fischer Hein und seine Fische zwar großartig, fragte mich aber ungefähr drölfdutzend mal „Wie soll ich diesen Fisch ausmalen? Welche Farbe hat die Mütze vom Fischer? Und welche sein Boot?“

Jetzt gibt’s also einen Vorschlag, wie die Waldtiere in meiner Fantasie aussehen. ich hatte die Vorlage fertig und ein paar Mal kopiert. Das Versuchskaninchen ist ja immer meine Tochter. Hannah setzte sich mit ihren Stiften und einer blanken Kopie zu mir und betrachtete eine Weile, was ich ausgemalt habe. Dann sagte sie seufzend: „Mama, ich glaub, diesmal mal ich das lieber so an, wie ich will …“ Wie man’s macht, isses falsch. (Also malt wegen mir rosa Hirsche und himmelblaue Eulen – die Freude am kreativen Tun ist das einzige, was zählt!)

Wenn ihr Lust habt, unsere Tiere im Wald anzumalen, dürft ihr sie hier herunterladen. Wer die ausgemalte Version dazu legen möchte, ich habe sie hier für Euch verlinkt.

 

Ich bin auch diesen Dienstag gerne wieder bei den übrigen Kreativen dabei!

Creadienstag  

Dienstagsdinge

Handmade on Tuesday

 

Und Euch wünsche ich viel Vergnügen beim Waldspaziergang. Schuhuuuu!

Fischer Hein, seine Fische und das Dschungelabenteuer, oder: Ausmalbilder für Kleine und Große

„Na, Fischer Hein? Wohin des Wegs?“ „Ich fahr noch n’büschen raus auf die See, Fische fangen!“ „OK, na denn mal Petri Heil!“ „Warst Du nicht gestern erst noch im Dschungel?“ „Jo. Alles voller Vierbeiner. Aber zu wenig Meer für nen ollen Seebären wie mich!“

Nanu? Ah, Euch fehlt die Vorgeschichte. In letzter Zeit kommt es öfter vor, dass das Tochterkind vor mir steht mit diesem typisch quengeligen Gesichtsausdruck einer genervten Vierjährigen. Inmitten von Spielzeug fällt der Satz, den wohl alle Eltern kennen: „Mir ist sooo langweilig, ich hab NICHTS zu spielen.“ Is klar. Wenn ich dann sage, „dann mal doch was“, greift sie zwar manchmal zu Block und Stiften, aber dann tritt das ungeschriebene Kinder-Mal-Gesetz in Kraft. Paragraph 1: „Was soll ich denn malen?“ (Mama schlägt Zeug vor. Viel Zeug.) Paragraph 2: „Das kann ich nicht.“ (Ich könnte auch sagen, mal einen roten Punkt aufs Papier. Sie würde trotzdem erstmal behaupten, das überfordere sie völlig.)

 

Also habe ich mich heute hingesetzt und Ausmalbilder gezeichnet. Da hatte das Tochterkind dann wieder sehr konkrete Vorstellungen. „Ein Elefant muss noch drauf, aber KEIN Affe!“ Ob auf unserem Dschungelbild alles naturgetreu  ist, wage ich zu bezweifeln. Ich hatte heute genug zu tun, philosophische Kinderfragen zu beantworten, während ich Tukans, Fische und Schlangen gemalt habe. („Mama, was für Töne kommen, wo das Klavier keine Tasten mehr hat? Warum gibt es weiße und graue Wolken? Haben Schlangen beim Schlafen echt die Augen zu?“)

Sollte ich also Biologielehrer oder Tierpfleger unter meinen Lesern haben – seid gnädig. Ich bin mir auch nicht sicher, wie häufig Doktorfische mit Seepferdchen und Forellen und Heins Kutter in Wirklichkeit herumwuseln. Aber eigentlich geht es ja nur um den Spaß, den Fischen, Blumen und Tieren immer wieder neue Farben geben zu können. Wir haben die Vorlage schnell auf den Kopierer gelegt und ich freue mich, dass ich wenigstens für … sagen wir … zwei Tage keine Malwünsche mehr erfüllen muss. Und wenn … dann erfinden wir eben schnell ein Waldbild, ein Strandbild, ein Lebensmittelbild … you get the point. (Worauf habe ich mich da jetzt nur eingelassen?)

 

ich bin gerne wieder dabei bei den Kreativen dieser Welt.

Creadienstag

Dienstagsdinge

Außerdem: Wer Lust hat, die Unterwasserwelt und unser Dschungelabenteuer selbst auszumalen, kann sich die Bilder hier und hier herunterladen, natürlich kostenlos.

Viel Spaß!

 

Pixiekörbchen für erdbeernaschende Leseratten

Das Tochterkind hat einige Dinge von mir geerbt. Ihren Mitteilungsdrang wohl ebenso wie ihre Kreativität und ihren mitunter absurden Humor (heute haben wir beide so getan, als wären wir schwerhörig. Sie so: „Hör mal, ein Hubschrauber!“ und ich „Waaas sagst Du, ein Pupsschrauber?“ Sie hat sich eine halbe Stunde lang nicht wieder eingekriegt. Und ich auch nicht. Und als in der Stadt beim Einkaufen kurz drauf ein Pu…hubschrauber über uns flog, fing das Gegackere wieder an. Wir haben sogar widlfremde Passanten mit unserem Gekicher angesteckt. Also auch für was gut.). In letzter Zeit versinkt sie ganz mamagleich auch immer wieder in Bilderbüchern und blättert und liest sich selbst vor. Nacherzählt natürlich. Beliebt sind hier die kleinen Pixiebüchlein, die man überall hin mitnehmen kann und die nicht viel Platz in Mamas Handtasche brauchen. Auch als Mitbringsel bekommen wir viele der kleinen Büchlein geschenkt. Wir hatten sie immer in einem kleinen Holzkistchen von IKEA, aber mittlerweile ist unser Sortiment so umfangreich, dass wir uns nach einer neuen Aufbewahrungsmöglichkeit umsehen mussten. Und wie der Zufall so will, schneite uns die ganz unverhofft umsonst ins Haus. Ein Pixiekörbchen. „Pixiekörbchen für erdbeernaschende Leseratten“ weiterlesen

Das Geldgeschenk, das der Himmel geschickt hat. Per Elefantenbote.

Kennt ihr die Leute, die alles haben und sich nichts wünschen? Die zu Geburtstagen einladen und einen vor schier unlösbare Rätsel stellen? Jeder kennt die. (Und wie sehr liebe ich da kleine Kinder, die unbescheiden das Lego-Prospekt aufblättern und ankreuzen, was sie sich wünschen. Alles, halt.) Wir waren am Wochenende zu einem vierzigsten Geburtstag eingeladen und das Geburtstagskind wünschte sich einen Beitrag zur Haushaltskasse. Bei dem Gedanken, Geld in einen Umschlag zu stecken, schluckte ich trocken.

Und dann hirnte ich kurz und hatte die Idee, ein Papierschiff auf eine Landkarte zu kleben, gefolgt von kleinen Booten aus Geldscheinen. Also machte ich mich auf in die Bastelabteilung des hiesigen Gartenmarkts. „Das Geldgeschenk, das der Himmel geschickt hat. Per Elefantenbote.“ weiterlesen

Rosen, Tulpen, Nelken, Muttertagsblumen welken? Nehmt Bügelperlen!

Der geneigte Leser dieses Blogs weiß vermutlich, dass aufgezwungenen Feiertage wie Muttertag und Vatertag nicht unbedingt meins sind. Ich möchte von meiner Familie lieber unterm Jahr einfach so mal überrascht werden, als einen einzigen Ehrentag zugestanden zu bekommen. Trotzdem wird das Kind auch dieses Jahr aus dem Kindergarten selbstgebasteltes Schnickeldi mitbringen und ich werde selbstredend gerührt sein und es auf ewig aufheben. Was ich allerdings gerne mag – die Omas beschenken. Denn schließlich sind sie irgendwie ja auch Schuld dran, dass ich die Freuden der Mutterschaft erleben durfte. Und so hirnte ich eine ganze Weile, was wir denn basteln könnten, das a) dem Kind Freude macht und b) den Omas von Nutzen sein würde. Letztes Jahr ist uns das eingefallen. Ich sinnierte über gemalte Karten bis hin zu einem besonderen Bild für die Oma und sah in Gedanken vor mir, wie sie es an ihre Pinnwand pinnen und nach ein paar Wochen gegen Arztterminzettel und Müllkalender austauschen müssten aus Platzgründen. Und plötzlich war die Idee geboren – die Pinnwand! Zentraler Ort in den Küchen beider Großeltern. Manchmal liegt das Gute ja wirklich nah. Die Omas brauchen Pinnwandmagnete, die hübsch aussehen. Und während ich diesen Geistesblitz hatte, vergrub das Kind seine Hand in Bügelperlen, was einen zweiten Geistesblitz auslöste. Wir basteln Magnete aus Bügelperlen. Und noch dazu in Blumenform! Blumen zum Muttertag gehen ja wohl immer. Und Nichtwelkende sind der Hit in Tüten.

Sie leuchten mit ihren natürlichen Vertretern um die Wette - unsere Blumen aus Bügelperlen.

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Hattu Möhrchen? Mit Kartoffelstempel zum Osterpapier

Nein? Muttu stempeln!  Ok, Scherz beiseite. Ostern kommt bei uns immer völlig überraschend. Ich ignoriere wochenlang goldene und violette Schokohasen im Supermarkt und bilde mir ein, es daure noch Wochen bis ich mich um die Osternester kümmern muss. Und dann stelle ich in der Woche vor Ostersonntag fest, dass Ostern jetzt echt da ist und es für langwierige Basteleien und Tutorials echt zu knapp ist. Guten Morgen auch. Aber heute morgen ereilte mich dann doch ein österlicher Geistesblitz und zwar bei den Kartoffeln im Keller. Ich habe gestern die Ostergeschenke für das Minimädchen besorgt und beschlossen, sie in Packpapier zu wickeln. Das Kind legt noch keinen gesteigerten Wert auf teures Geschenkpapier, sondern rupft alles an Verpackung ab ohne Gnade. Teures Papier und aufwändige Verpackung zu besorgen wäre also im wahrsten Sinn des Wortes rausgeschmissenes Geld. In meinem Kopf ratterte es, als ich die Kartoffeln aus dem Sack nahm. Farben? Check. Pinsel? Check. Kartoffel, Papier, Messer, Zeit? Check. Naja. Zeit nicht wirklich, aber das kennt man ja. Die Sache mit dem Kartoffelstempel dauert ja auch nicht lange. „Hattu Möhrchen? Mit Kartoffelstempel zum Osterpapier“ weiterlesen

Basteln – wenn der große Flow kommt …

1 Mein geliebtes Tochterkind lag mir gestern morgen die ganze Zeit mit ihren Bastelwünschen in den Ohren, wir erinnern uns. Auch am Nachmittag war noch soviel Bastelenergie im Haus, dass ich mich ergab und die Kleine einen Stock tiefer zur Oma schickte, um blaues Bastelpapier zu holen. Und während ich auf die Rückkehr des Spross‘ wartete, entstand eine kleine Unterwasserwelt vor meinem geistigen Auge. Und weil sich das mit dem Papier irgendwie hinzog (Kind war bei Oma und hatte nicht die Absicht, jemals von dort wieder mit Papier aufzutauchen, treulose Brut), begann ich schon mal alleine. Ich pinselte und klebte, schnibbelte und freute mich über die bronchienschonende Tätigkeit. Am Ende meiner Arbeit war neue Kinderzimmer-Deko entstanden. Da sag noch einer, so ein grippaler Infekt wäre zu nichts gut. „Basteln – wenn der große Flow kommt …“ weiterlesen

Basteln – die Krankenlager-Edition

Es gibt Dinge, die braucht kein Mensch. Hustenschnupfennebenhöhlen zum Beispiel. Was bei der Kleinsten begann, setzte sich ungnädig beim Gatten und letztlich auch bei mir fort. Wir alle husten, röcheln, schniefen und rotzen um die Wette. Am fittesten ist natürlich das Kind, das heute trotzdem den Kindergartenstart verpasste, weil wir es ausschlafen ließen. Muss auch mal sein. (Und weder ich noch mein Mann fühlten uns heute morgen in der Lage, den Weg zum Kindergarten zu bestreiten. Bazillen voraus.) Was wir nicht bedachten – zwei schlappe Erwachsene und ein fittes UND ausgeschlafenes Kind sind eine denkbar anstrengende Kombination. Vor allem, wenn das Kind seit dem Aufstehen nur eines will – basteln. Un-be-dingt-jetzt-so-fort. „Basteln – die Krankenlager-Edition“ weiterlesen

Minimal me

Vielleicht liegt es an meinen Augen. Die so langsam hüstel in die Jahre kommen. Vielleicht liegt es aber auch an einer gewissen Entwicklung, die jeder wohl im Lauf seines Lebens durchmacht. Ich stelle an mir jedenfalls in letzter Zeit ein paar Veränderungen fest. (Nee, ich werde nicht kurzsichtiger. Ok, das Knie zwickt hie und da mal. Abwechselnd das Linke und das Rechte. Aber das hat rein gar nichts mit dem Alter zu tun. WELCHES ALTER??) „Minimal me“ weiterlesen

Happy fourth birthday, kleiner Fliegenpilz!

Kinder zu haben ist das letzte echte Abenteuer der Menschheit. Wir haben letzten Donnerstag den ersten Kindergeburtstag gefeiert, ich weiß also ganz genau, wovon ich spreche. (Fünf kleine Racker auf einem Haufen. Ich, eingehüllt in einem Leintuch als Gruselgespenst, mittendrin. DAS IST ABENTEUER PUR!) Ich war ja der Ansicht, dass wir so viele Kinder einladen, wieviel Kerzen auf dem Kuchen stehen. Das Kind zählte also die potentiellen Gäste an ihren kleinen Fingern ab. Ich sagte vier, sie zählte fünf. „Dann sind’s halt leider fünf“, war das einzige, was sie zu der offensichtlichen Diskrepanz zwischen Ist und Soll sagte. Und so luden wir fünf Kinder ein. Man sieht sehr schön, wer besser verhandeln kann. Schon vor Wochen waren die Kinder mit dem Kindergarten für anderthalb Wochen täglich viele Stunden im Wald. Sie kamen nach Hause mit Taschen voller Stöckchen und Ästchen, Moos und Laub (und Kellerasseln und Ameisen. Fragt nicht.). Scheinbar hat mich das unbewusst zu unserem diesjährigen Geburtstagsthema inspiriert. Ich habe also in einer Nachtaktion Fliegenpilz-Einladungskarten gebastelt. Und je näher der Tag X rückte, desto mehr formierte sich die Geburtstagstafel vor meinem inneren Auge. Und weil die Kleine in letzter Zeit fast jeden Nachmittag nach dem Kindergarten bei der Oma verbracht hat, habe ich die beiden mit einem Auftrag versehen: Bringt von jedem Spaziergang etwas Schönes mit. Natürlich keinen Fliegenpilz. Und während ich in unserer hauseigenen Apfelsaftproduktion eingebunden war, sammelte sich hier Tüte um Tüte mit Tannenzapfen und Ästen.

Das Eregbnis sah dann so aus: „Happy fourth birthday, kleiner Fliegenpilz!“ weiterlesen