Von verschreckten Tauben und verwirrten Enkeln…

Liebes Leben,

ja, ich bin offiziell zum Frühaufsteher mutiert. Ich bin – weil gestern so früh aus den Federn gekommen – gestern Abend um neun vor dem Fernseher eingeschlafen, wen wundert’s. Dafür bin ich heute morgen schon wieder um fünf aus dem Bett gefallen. Scheint sich zu einem Teufelskreis zu entwickeln…
Also habe ich mich in meine bequemsten Sachen geworfen und eine Runde durch das verschlafene Städtle gedreht. Um halb sechs, versteht sich. Mann, war das schön. Ich habe an Rosen geschnuppert und Tauben aufgeschreckt, der Donau beim Plätschern gelauscht und die ersten Sonnenstrahlen genossen.

Außerdem ist so ein Morgen schon für nette Erlebnisse gut… an der Friedhofsmauer standen eine Omi und ihr Enkel, ja, morgens, kurz vor sechs. Der Enkel las ganz langsam, was auf dem Grabstein steht: „Wer miiiich aaaan-ru-f-t-, wird das eee-wiii-geee Leee-ben finnn-den.“
Dann meinte er: Omi, wen meinen die da? Und die Omi sagte, „na, ich denke, Jesus Christus oder den lieben Gott“. Daraufhin meinte der Enkel mit aufgerissenen Augen: „Was? Die kann man wo anrufen???“
Allein dafür hat sich das frühe Aufstehen gelohnt!

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