Topfgeschichten – Das Kartofflige muss auf das Runde

(Eines Tages wird mir der Orden für die absurdeste Überschrift verliehen, ich schwöre.)

Willkommen liebe Freunde der Singvögel zu einer neuen Ausgabe der beliebten Sendereihe – ich habe Hunger, aber es ist noch nicht Essenszeit. Bei mir mag es daran liegen, dass ich beim Essen hundert andere Dinge erledige, die hauptsächlich mit der parallelen Nahrungsaufnahme des Tochterkinds zu tun haben. Mund abwischen, Gabel reichen, Löffel wegnehmen, vom Boden aufheben, Tisch abwischen, zusammenschieben im Teller, schöpfen, schimpfen, loben, Becher anreichen UND SO WEITER. Irgendwie vergesse ich dabei manchmal den eigenen Nachschlag. Und so kommt es, dass mir mittags gegen halb vier öfter mal der Magen knurrt. So richtig Essenszeit ist das ja nicht. Aber nur Süßkram? Hm. Gut, dass es Alternativen gibt.

Ich habe aus gekochten Kartoffeln einen leckeren Aufstrich gemacht, den ich Euch heute zeige.

Man nehme: Eine große oder zwei kleinere gekochte Kartoffeln, Schnittlauch, einen Esslöffel Milch, Pinienkerne, Salz, Pfeffer, eine Knoblauchzehe. Mein Brot ist ein Sylter Walnussvollkornbrot.

Ich habe die Kartoffel mit einer Gabel zerdrückt und mit Salz, Pfeffer, dem kleingeschnittenen Knoblauch und Schnittlauch und dem Esslöffel Milch vermischt. So einfach. Die gerösteten Pinienkerne kommen oben drauf und geben dem ganzen eine wunderbar nussige Note. Wer auf Kohlehydrate verzichten mag, muss … wohl was ganz anderes essen. Wär aber schade, ist nämlich echt lecker. Wer kein Schwarzbrot mag, nimmt einfach Weißbrotscheiben. Wenn man die in der Pfanne mit ein bisschen Olivenöl vorher anröstet, wird es mindestens genauso lecker.

Mit diesem Aufstrich reihe ich mich bei „what Ina loves“ ein, die hier nach leckeren Aufstrichen gefragt hatte.

Übrigens: Während ich diese Zeilen tippe, brummt mein Handy. Der Makler schreibt mir, dass er Interessenten für meine Wohnung hätte und gerne am Freitag oder Samstagmorgen vorbeikommen würde. Ich überlege kurz. Dann denke ich – Makler? Welcher Makler eigentlich? Will ich hier ausziehen? Oh! Nö! Ich schreibe ihm zurück, dass ich weder freitags noch samstags … und schon gar nicht jetzt … und dass ich eigentlich auch gar nicht ausziehe. Er fragt ganz verdutzt, ob ich nicht in Alt Lankwitz wohne (wo zum Henker… ) und sieht dann ein, dass er wohl die falsche Nummer hat. Liebe Leser in Alt Lankwitz – der Makler kommt am Wochenende! Nach dem Aufstrich und dem Essen, Kücheputzen nicht vergessen! 🙂

2 Antworten auf „Topfgeschichten – Das Kartofflige muss auf das Runde“

    1. Liebe Jutta, ja ne? Wir haben noch ein paar mal hin- und hergesimst. War ein lustiges Versehen. Jetzt weiß ich wenigstens, wo Alt Lankwitz liegt.
      Und ja, der Aufstrich ist echt lecker. Aber Kartoffeln kann ich eh in jeder Form essen.
      Liebe Grüße, Nicole!
      Ach ja, ich nehm Dich mal in die Blogroll. Ich mag dein Blog!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.