Meine Stadt am Sonntagmorgen…

…gerade eben habe ich etwas gemacht, was ich total gerne mache. Nachdem ich Schatzi zur Arbeit gebracht habe, habe ich den Umweg durch die Stadt genommen. „Meine Stadt“. Nicht furchtbar groß, aber auch kein Kaff. Tolle Fußgängerzone, alles, was das Herz begehrt, schöne Kirche mittendrin. Am Sonntagmorgen liegt ein ganz besonderer Zauber über den Dächern. Die Sonne kämpft sich durch wattige Nebelschwaden, das gelbe Laub raschelt über die breiten Gehwege, fast keiner ist unterwegs. Es gibt soviele freie Parkbuchten wie sonst nie. Durch die Kirchenmauern klingt die Orgel, hier und da spaziert ein Rentner mit Hund an der Leine durch die Straßen. In der Luft hängt ein Duft nach frischen Brötchen und Kaffee und wenn ich mittendrin bin und tief die frischgewaschene Sonntagmorgenluft einatme, fühle ich mich so zu Hause wie nirgends sonst. Ich kenne jeden Winkel, jedes Geschäft, weiß, wo neu gebaut und wo renoviert wird, kenne Abkürzungen und Straßennamen. Ich genieße das Gefühl des Daheim-seins. Sonntagmorgen, halb zehn in Deutschland. So sollten alle Frei-Tage anfangen.

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