Die rätselhafte Bäckereifachverkäuferin…

… oder: Der Kunde ist König – wenn er Glück hat.
Neulich trug sich in einer Bäckerei und während meiner Mittagspause folgende Szene zu:

Ich stand an der Theke einer Bäckerei und erspähte längliche, helle Brötchen, die sehr lecker aussahen. Sie waren in einem Korb, an dem vorne – wie auch an allen anderen Körben daneben – ein Schildchen steckte. Darauf stand „Glyxbrötchen“. Ich wandte mich also der Bäckereifachverkäuferin zu und sagte: „Ich hätte gerne so ein Glyxbrötchen.“
Diese guckte meinem ausgestreckten Zeigefinger nach. Dann guckte sie mich wieder an. Dann wieder die Brötchen. Sie langte statt nach den Brötchen daraufhin aber nach dem Schild, zupfte es vom Korb und sagte: „Die sind aus“.
Ich:
„Dann hätte ich eben gerne eins von denen da“, sagte ich und deutete abermals auf die Brötchen. „Die heißen aber anders“, blaffte die Dame zurück.
Ich: „Ist mir eigentlich egal, ich möchte ja nicht mit ihnen reden, sondern sie essen.“
Sie Mit diesem Gesicht pfefferte sie eins in eine Tüte und sagte: „80 Zent“.
Ich deutete auf ein Schokotörtchen und sagte: „Ich bin noch nicht fertig. Ich hätte auch gerne noch so ein Törtchen.“
Sie: „Die sind aber mit Trüffelcreme.“
Ich: „Oh, lecker. Eins bitte.“
Sie: „Die kosten aber 1,70“
Ich: „ MIR EGAL, ICH WILL ES TROTZDEM“

Ich habe es letztlich auch bekommen. Aber geblieben ist die Frage, ob es Bäckereifachverkäuferinnen gibt, die angestellt werden, um die Ware zu horten… oder ob sie da nicht einfach grundlegend was falsch verstanden haben.

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