Colour your life!

Pastell war gestern. Heute war mir nach “Crash-Boom-Bang-Pow-Wow”-Farben. So entsetzt wie mich die Leute angucken, habe ich die richtige Wahl getroffen. Ich wollte immer mal rot mit rot kombinieren, aber ich habe heute morgen so sehr nach Tomate ausgesehen, dass der Plan eine kleine Änderung erfuhr. Ich bin in der Farbpalette geblieben, aber habe ein bisschen variiert. Der Pulli ist mindestens 10 Jahre alt. Manchmal zahlt sich Unentschlossenheit beim Wegwerfen aus.
Nur der Sehnerv des Fotografen wurde nicht verschont. Er starb mit einem hörbaren Knistern beim Blick durch die Linse… :>>

Schuhe: Buffalo, Hose: Zara, Gürtel: H&M, Pulli: Benetton, Kette & Anhänger: Thomas Sabo, Jacke: Benetton

Häuptling Plattfuß…

Wir haben einen neuen Mitarbeiter, der nicht gerade den besten Start hatte. Er nahm den weiten Weg von Großbritannien ins Ländle auf sich – mit dem Auto. Völlig ermattet erreichte er seine zukünftige Wirkungsstätte, stellte sein Auto gegenüber vom Hotel ab und fiel in einen sanften Schlummer. Tags drauf erklärte ich ihm, dass der städtische Ordnungsdienst zwar weder der cleverste noch der schnellste ist, dass ich das Auto aber nicht ohne Parkticket länger als einen Tag dort stehen ließe. Ich bot ihm also an, ihm den Weg zu einem kostenlosen Parkplatz zu weisen und wir verabredeten uns an der Ecke des Hotels. Ich war da. Er nicht. Ich wartete also eine Weile zu und machte mich schließlich auf die Suche nach ihm. Er hatte sich – haha, sehr witzig – hinter seinem Auto versteckt und kauerte am Boden. Sein Gesichtsausdruck verriet indes schnell, dass er nicht vorgehabt hatte, mit mir Verstecken zu spielen – sein rechter Hinterreifen war schlicht platt und das Auto stand windschief auf der Felge. Zunächst schenkte ich dem armen Mann einen Euro, damit er sich überhaupt ein Parkticket holen konnte. Dann ließ ich mir eben dieses aushändigen und machte eine Notiz für den Ordnungsdienst, dass es sich um ein Pannenfahrzeug handle, das nicht sofort vom Platz bewegt werden kann, wenn das Parkticket seine Gültigkeit verliert. In der Hoffnung, es möge ein Uniformierter mit gesundem Menschenverstand auf das Dreirad treffen und einen guten Tag haben.
Der arme Engländer indes war völlig verzweifelt. Er müsse doch das Auto hier wegbewegen. Und es bräuchte ohnehin Winterreifen. 215/55/17” – so die Maße der gewünschten Bereifung. Ich tat also, was eine gute Seele tut – ich telefonierte mich durch alle örtlichen Reifendienste, erst die billigen, am Schluss alle übrigen. Innerhalb von drei Stunden traf ich auf alle möglichen Kombinationen ungünstiger Lösungen.

1. Das gewünschte Modell muss bestellt werden, dies daure zwei Wochen, aber den Abschlepper müssen wir selbst organisieren.
2. Man hätte einen mobilen Service, der uns abschleppen wollte, aber der Reifen sei nicht lieferbar.
3. Man hätte den Reifen da, allerdings nur drei davon.

Es war zum Haareraufen. Und dann, als ich ein Autohaus gefunden hatte, der den Reifen bis Freitag in vierfacher Ausfertigung bestellen wollte UND einen befreundeten Abschleppdienst organisieren könnte und ich NUR NOCH ABKLÄREN WOLLTE, was das Komplettpaket kostet – kam der Engländer aus seiner Besprechung zurück und meinte – ach, wenn das so ein großer Aufwand ist, dann mach ich einfach DAS ERSATZRAD DRAUF!

“DU HAST EIN ERSATZRAD IM AUTO???? WIESO SAGST DU DAS JETZT ERST???”
Der Gute wollte sich einfach vorm Reifenwechseln drücken. Ich legte sofort Hörer und Telefonbuch zur Seite und schickte ihn zum Reifenwechseln. Das Auto steht jetzt auf unserem Firmenparkplatz und das mit den Winterreifen ist jetzt keine SO dringende Angelegenheit mehr.
Aber Haupt

Pfui Spinne – Teil 4

Gut, wenn man schon einen recht hartnäckigen Mitbewohner hat (einen, mit dem man NICHT in ehelicher Gemeinschaft verbunden ist), lohnt es sich, ihn ein wenig näher kennen zu lernen.
Bei Hildegard handelt es sich um eine Winkelspinne. Ihren Ausmaßen nach vermutlich um eine große Winkelspinne. Sie meidet feuchte Räume, woraus wir schließen können, dass wir ein durchaus trockenes Schlafzimmer unser eigen nennen. Ihr Körper wird bis zu 20 mm lang. Jaha, Hildi ist kein Winzling!
Und wenn sie sich weiterhin noch so wohl fühlt in unserem Schlafzimmer, werden wir noch lange Freude an ihr haben, denn:
Die Hausspinne wird zwei oder drei, in seltenen Fällen auch bis zu sechs Jahre alt.

Interessant fand ich auch den Wikipedia-Abschnitt über Hildegards Paarungsverhalten.
Die Männchen sind vor allem im Spätsommer und frühen Herbst häufiger auf Streifzügen anzutreffen, wenn sie sich nach paarungswilligen Weibchen umsehen. Sie nähern sich ihnen mit Bewegungen der Pedipalpen (Kiefertastern) und des vorderen Beinpaares. Ist das Weibchen nicht paarungsbereit, wird das Männchen zum Opfer. Das Männchen muss sich dem Weibchen sehr vorsichtig nähern. Die komplizierte Paarung dauert Stunden, bei dem das Paar öfter friedlich pausiert. Die Geschlechtsorgane sitzen an einer dafür ungünstigen Stelle, nämlich an der vorderen Unterseite des Hinterleibs.

Wenn i

Pfui Spinne – Teil 3

Sie ist hartnäckig. Das muss ich zugeben. Gestern Abend, als ich mich grade in die Decke meines Bettes kuscheln wollte und nur noch kurz die Nachttischlampe anknipste, huschte sie mir über den Weg. Hildegard, unsere Hausspinne. Ich schimpfte mit ihr, fragte, warum sie sich kein anderes Zimmer aussuchen könne, als AUSGERECHNET unser Schlafzimmer. Hildegard schaute mich schuldbewusst aus drölf Augen an und schwieg. Ich holte also seufzend ein Glas aus der Küche, beruhigte den zeternden Ehemann, der ihr mit dem Tod drohte, wenn er sie noch EINMAL erwische… und beförderte sie schließlich schwungvoll aus dem Dachfenster. Ich weiß, was sie heute tut. Sie sucht sich wieder einen Weg in unser Schlafzimmer. Mal sehen, wer von uns beiden den längeren Atem hat.

Stadtsafari…

Eine Bluse funktioniert in jedem Büro. Weil dieses hellblaue Exemplar mehr wie ein Hemd geschnitten ist, habe ich einen äußerst femininen Leopard-Schal um den Kragen drapiert. Und da ich Schuhe mit demselben Muster habe, lag ja nichts näher… ihr versteht schon. 🙂 Die hochgekrempelten Hosenbeine sind übrigens ein Tick aus meiner Kindheit, ich fand Jeans immer nur schick, wenn sie auf Hochwasser-Niveau gekrempelt waren. Daran muss ich jedesmal denken, wenn ich heute Hosenbeine hochschlage. Manchen Tick legt man wohl nie ab.

Bluse: U & F, Jeans: Only, Pumps: kmb, Gürtel: Uralt, auch aus Mamas Beständen, Schal, Armband: Bijou Brigitte

Mein Körper rief…

…und ich folgte brav.
Neulich habe ich in einer Studie gelesen, dass wir alle in irgendeiner Form ein gestörtes Verhältnis zum Essen haben. So generell würde ich das nicht bestätigen, aber manche Fakten aus der Studie kamen mir sehr bekannt vor. Wenn man zum Beispiel drüber nachdenkt, wovon man heute zu wenig oder zuviel gegessen hat, ist das angeblich schon ein Zeichen dafür, dass man zuviel übers Essen nachdenkt. Dem stimme ich nicht ganz zu. Aber andererseits sagten die auch, dass wir verlernt haben, darauf zu achten, worauf wir WIRKLICH Appetit haben. Wir haben fixe Mittagspausen und sind mehr oder weniger gezwungen in diesem Zeitfenster zu essen. Und essen dann etwas, was schnell zu bekommen ist.
Ich muss zugeben, dass das der Realität entspricht. Manchmal weiß ich gar nicht, wonach mir ist, aber ich weiß, dass ich mich in den nächsten 15 Minuten entscheiden muss, weil mir die Zeit davon rennt.
Aber mir Brote zu schmieren – dafür fehlt mir morgens die Zeit und ich habe um halb eins auch keine Lust auf ein trockenes Brot, sondern möchte was Warmes essen.
Nun denn – langer Anlauf, kurze Geschichte – gestern Abend auf dem Heimweg sprach mein Magen plötzlich zu mir. Er sagte “Ey Frau Venus, ich zaubere Dir jetzt mal den Geschmack von Möhren auf die Zunge und das Bild von Zucchini ins Hirn, gehst du dann bitte noch einkaufen und fütterst mich mit Grünzeug?” Und was tat ich? Ich bog ab und fand mich vor der Gemüseauslage im Supermarkt wieder. Und erstand Gemüsepaprika, Möhren, Zucchini und Champignons. Und kurze Zeit später schmurgelte ein Potpourri davon in Tomaten-Schmand-Soße, kredenzt mit Bärlauchnudeln.
Dass ich m

Die Fifties lassen grüßen!

Manchmal kommt mir morgens unter der Dusche ein Outfit in den Sinn, bei dem ich mir sicher bin, dass es perfekt harmonieren wird. Ich liege damit nicht immer richtig. Heute landete ich (in meinen Augen) einen guten Treffer. Ich mag das tuffige des Rocks und die strengen Streifen sehr gerne. Weil der Rock Statement genug ist, habe ich auf jeglichen Schmuck verzichtet. Und wie immer, wenn ich diesen Rock trage, fühle ich mich sehr mädchenhaft.

Rock: H&M, Shirt: Pimkie, Schuhe: Buffalo, Gürtel: Mama!

 

Kücheninternes Land-unter

Ich probiere gerne mal was Neues. Auch in der Küche. Weil ich gerne Zwiebelkuchen esse und rein zufällig ein Kilo Zwiebeln übrig hatte lag gestern ja nichts näher, als einen Zwiebelkuchen zu backen.
Es gab nur ein Problem – ich hasse Zwiebelnschneiden. Ich kann das nicht ohne zu flennen. Meine Augen brennen nach einer Minizwiebel schon und dann ist es vorbei. Ich kneife die Augen zusammen und sehe kaum noch durch den Tränenschleier was ich mache. Was also tut die kluge Hausfrau – richtig – ich kramte die Schwimmbrille aus meiner Sporttasche und machte mich derart gerüstet ans Zwiebelschneiden.
Das Augenbrennen blieb aus, lediglich die Nase signalisierte meinem Gehirn ätherische Zwiebeldüfte. Zwar war der Gummistrippel auf meiner trockenen Frisur nicht unbedingt bequem, aber man gewöhnt sich an alles. Und das ist wörtlich zu nehmen. Ich schnitt nämlich hocherfreut über das ausbleibende Geheule meine Zwiebeln. Briet Speckwürfel an. Quirlte Eier und saure Sahne. Zwang meinen Hefeteig auf ein Blech. Und als ich schließlich mein fertiges Kunstwerk in den Ofen zitterte und die Klappe schloss, schaute mir eine Frau mit wirren Haaren und Schwimmbrille auf den Augen aus dem Glas der Backofentür entgegen. Wenn ihr also demnächst beim Bäcker oder an der Tankstelle eine kleine Frau mit kurzen schwarzen Haaren und Schwimmbrille seht – dann winkt mir und ladet Euch ruhig auf ein Stück Zwiebelkuchen ein – der müsste dann noch ganz frisch sein…

Pfui Spinne – Teil 2

Mein Mann ist ein Frühaufsteher. Er schwingt diszipliniert die Beine aus dem Bett, wenn ich mich noch fünf mal umdrehe und mit der Uhrzeit, der Welt und dem Wecker hadere. Egal wie früh oder spät er zu Bett gegangen ist – geht nicht, gibt’s nicht. Heute morgen allerdings habe ich selbst ihn in Rekordgeschwindigkeit das Bett verlassen sehen. Da er heute brückentäglich zu Hause bleibt und den Saisonbetrieb sauber- und dichtmacht (UFF! GESCHAFFT!), ich aber ins Büro gehe, war ich ausnahmsweise vor ihm auf. Und er hatte Mitleid, als er mitbekommen hat, dass ich da mit der Beleuchtung meines Handydisplays versuche, eine passende Klamottenkombination für heute aus meinem Schrank herauszufriemeln. “Mach doch Licht an”, murmelte er verschlafen in sein Kissen und tastete bäuchlings mit der rechten Hand nach dem Lichtschalter seiner Nachttischlampe. Kaum war der Raum von einem sanften Licht illuminiert, sah ich sie. Über dem Bett. An der Dachschräge. Saß eben jene fette Spinne, die mir letzte Woche durch die Lappen gegangen ist. Durch die Beleuchtung von rechts unten warf sie einen gruseligen Schatten an die Deckenpanele. Ich sagte: “Bleib einfach liegen… ich… mach sie weg” und hätte mir im nächsten Moment auf die Zunge beißen können, denn in seiner Bauchlage hätte er das Getier überhaupt nicht gesehen. So aber öffnete sich das rechte Auge und er fragte irritiert “Was machst du weg?” Ich meinte “Die Spinne. Über… Dir.”
Ich hatte das Wort “Spinne” noch nicht mal zu Ende gesprochen, da stand mein Mann schnaufend neben mir. Er fuhr sich mit einer Hand durch die wirren Haare und tastete mit der anderen nach der Türklinke. Ich war schon draußen und beeilte mich, ein Glas und ein Papier zu holen. Und diesmal hab ich sie erwischt. Und ins Freie bugsiert. Trotzdem… wenn ich mir vorstelle, dass die Gute nachts durch unser Schlafzimmer und womöglich über unsere Betten spaziert ist… vermutlich hat sie das jede Nacht getan, nur war sie wegen der Zeitumstellung so durcheinander, dass sie noch eine Ehrenrunde gedreht hat, um zu gucken, wann wir endlich aufstehen. *grusel*

Weil Hausarbeit… gestern war die Luft raus

Also irgendwie ging gestern nichts mehr. Ich hab noch gestaubsaugt und ein bisschen aufgeräumt, aber spätestens heute hinke ich meinem ehrgeizigen Plan hinterher. Weder habe ich mich auf die Sitzung morgen vorbereiten können noch habe ich die Dusche geputzt oder mein Magazin auf den Server der Druckerei laden können.
Und heute Abend werd ich nichts davon schaffen.
OK. Es war ja erst die erste Woche meines neuen Putzlebens. Vielleicht habe ich die Latte ein bisschen hoch gehängt.
Und außerdem war ja gestern ein Kacktag und an Kacktagen DARF per definition nichts klappen.

Auf der positiven Seite gibt es zu vermelden, dass ich eine Handtasche bestellt habe, bei der nicht sicher war, ob sie überhaupt noch lieferbar ist. Und gestern kam der Anruf, sie ist es. Dauert zwar bis Ende November, aber dann krieg ich sie.
Habt nen entspannten Freitag!