*nachLuftschnapp*

…nicht wundern, es gibt mich noch. Ich ertrinke grade in einer Übersetzung mit 27 Seiten. Bin auf Seite 6. Juristisches Blabla. Ganz fies.
Mein einziger Lichtblick ist ein Erdbeertörtchen, das ich später zum Kaffee verputze. Ich hoffe, ihr habt einen schönen Tag!

Er! kommt! NICHT!

Die interne Prüfung. Ihr wisst schon. Auf die ich seit Wochen hinhibbele. Alles ist vorbereitet und stapelt sich auf einem Schreibtisch, der nicht DRINGEND gebraucht wird. Sie sollte heute stattfinden. Gestern rief der Prüfer nochmal an. Im ersten Moment dachte ich, er wolle nur den Termin bestätigen. Dann aber meinte er…

“…muss ich leider für morgen absagen. Mir ist was dazwischen gekommen.”

Ich war fassungslos und meinte

“WAS?! Ich hab alles hier rumstehen. Vorbereitet!”

Er: “Es tut mir ja auch leid, dass ich so kurzfristig absagen muss. Ich melde mich wegen eines neuen Termins auf jeden Fall!”
Ich: “OK… “
Er: “Sie sind jetzt auch die erste in meiner beruflichen Laufbahn, die so enttäuscht ist, weil ich NICHT komme.”
Ich: “Ja… naja… was heißt enttäuscht… ich hätt Sie halt gern los…also… Sie wissen schon…”

Wir mussten beide lachen und mein Schock war wieder halbwegs verdaut.
Trotzdem h

Mal was anderes…

…mein Montag fing heute übrigens völlig unerwartet an: Während ich mir normalerweise beim Kaffee am Montagmorgen von meinem Mann erzählen lasse, wie der Tatort ausgegangen ist, bin ich diesmal wach geblieben! Ich habe das Ende gesehen! Und den Abspann! Und ich habe zwischendurch nicht gepennt! Und daher alle Schauspieler auseinanderhalten können und tatsächlich begriffen, um was es ging!
OK… ich höre mich an, wie eine Achtzigjährige… Nun ja. Vielleicht sind das die ersten Zeichen von weniger Schlafbedarf im Alter…

*maul*…

… so langsam nervt mich mein Zahnfleisch. Das steht da hinten als Zipfel in die Höhe und tut nichts außer weh. War grad in der Apotheke, um mir eine Mundspülung zu holen und hab noch was zum Draufpinseln bekommen. Doof ist das. Ich glaube, im Juli habe ich keine Lust auf eine Zahnreinigung…

Stimmt!

Chef: “Ich bin morgen nicht da.”
Ich: “OK.”
Chef: “Aber XY ist ja dann da.”
Ich: “Ja. Aber der ist mir ja keine große Hilfe.
Chef: “Ich ja auch nicht. Du machst hier ja alles alleine.”
Ich: “

ABC-Update, Teil 6…

A wie aufgewacht. Schon wieder. Nacht für Nacht. Einfach so. Ich werde wach, gucke auf die Uhr, es ist immer zwischen zwei und fünf, ich überprüfe kurz, ob mir was weh tut, nein, nix, Bett ist kuschlig, Mann schnurchelt neben mir, ich mach die Augen zu und schlafe weiter. Schön und gut. Aber weswegen wache ich dann auf?! Bis vor zwei Wochen habe ich ungefähr 30 Jahre lang durchgepennt. Und so hätte ich das auch gerne wieder.

B wie … Blumen. Herrjeh, ich habe einen schwarzen Daumen. Auf meinem Tisch stehen Primeln. Nicht mal die überleben. Beide Gefäße sind gefüllt mit traurigen Trockenpflanzen. Ich hab sie gegossen, ehrlich! Aber vielleicht zuviel? Zu wenig? Wer mir eine Pflanze schenkt, spricht ihr Todesurteil.

C wie … Claudi! Blogfreunde kennen sie. Sie hat sich gestern gemeldet! VON SICH AUS! EINFACH SO! Sie wollte fragen, ob alles ok sei und ob es mir gut geht. Freu mich immer noch!

D wie … daneben. Ehrensold für Wulff? Ich muss über den Begriff “Ehre” nochmal nachdenken.

E wie …Einladungen. Zum ausgedehnten Brunch. Ich mag mal wieder morgens gemütlich Geburtstag feiern. Und was gibt’s am Sonntag schöneres, als lang und ausgiebig mit Freunden zu frühstücken… *freu*

F wie … Frühjahrsputz. Der steht irgendwann im März an. Ich hab schon ein Helferlein rekrutiert fürs Fensterputzen. Meine Mama ist die Beste.

G wie …Geburtstagsgeschenke. Früher hab ich mich immer auf die Geschenke gefreut und hab dem Tag entgegen gefiebert. Dieses Jahr habe ich zwei Geburtstagsgeschenke schon bekommen. Das geht ja eigentlich gar nicht. Und noch schlimmer – ich hab meinem Mann seines auch schon geschenkt, dabei hat er erst einen Tag nach mir Geburtstag. Nächstes Jahr wird wieder gewartet bis zu DEM Tag.

H wie … Hochachtung. Je mehr ich über meine Oma und ihr Leben erfahre, desto ehrfürchtiger werde ich. Sie hatte es so schwer, im Vergleich zu ihren Kindern oder gar Enkeln. Von zu Hause weggeschickt als Kind, als billige Arbeitskraft ausgenutzt… und doch hat sie nie gejammert. Seit sie weiß, dass ich ein bisschen Ahnenforschung betreibe, beschäftigt sie sich mit ihrer Jugend und ihrem Leben. Das bringt sie zum Nachdenken und manchmal auch an ihre Grenzen des sich-erinnern-wollens. Ich bin stolz auf sie und neugierig, noch mehr zu erfahren. Und ich kann Euch sagen, es war ein echt schräges Gefühl, als sie eine Mühle auf einem Bild im Internet wieder erkannt hat – das bedeutet, es war das Zuhause meines Ur-Urgroßvaters. Frau Venus auf Wurzelsuche.

I wie …in der Tat. In der Tat ist mein Auto gelb. Das hatte ich fast vergessen. Es war nämlich gewandet in eine unschöne Hülle aus Salz und Straßenstaub und sah eher aus wie ein Milchkaffee, der seit 2 Wochen in der Tasse steht. Unschön eben. In meinem Urlaub habe ich dann tatsächlich innen aufgeräumt und geputzt und es durch die Waschanlage geschickt. Und als es blitzsauber und strahlend gelb war, kackte mir ein dreister Vogel auf den Kofferraum. Danke auch, blödes Vieh.

J wie … Jacken. Fünf an der Zahl. Fand ich in meinem Auto, das immer wieder zum fahrenden Kleiderschrank mutiert. Und zwei Paar Schuhe. Und im Kofferraum zwei weitere Paar. Sagen wir so, mein Auto ist meine Kleiderschrank-Zweigstelle. Jedenfalls kann ich immer eine Jacke ausleihen, falls jemand in Größe 36 friert.

K wie … Kaffee-Krise. In die waren meine Kollegen gestürzt, weil ich mir erlaubt hatte, einfach in den Urlaub zu gehen. Und keiner hat Kaffee bestellen können. Und so ist er einfach so ausgegangen! Der Betrieb lag einen halben Tag still, es wurden Notfall-Meetings einberufen und letztlich ging einer in einen Laden und ERSTAND KAFFEEBOHNEN. Der Held der Firma.

L wie … lange. Lange 6 Wochen war mein Schwiegerpaps in Klinik und Reha. Jetzt ist er wieder daheim und stellt sich so langsam darauf ein, Ende des Jahres in Rente zu gehen. Er ist ganz gut genesen und muss sich noch schonen, aber soweit sind wir alle happy, ihn so fit wieder zu haben.

M wie … Miss Lizzie. Das ist ein Roman, den ich gerade lese. Stellenweise sehr amüsant, im Moment aber angenehml spannend. Und ein bisschen blutrünstig. “Miss Lizzie mit dem Beile hackt Mama in 40 Teile…” sag ich da nur…

N wie … neongrün. Ich hab neue Schuhe, die ich demnächst bei Dailydress und natürlich bei den Schuh-Besessenen mit Euch teile. SO GRÜÜÜÜN!

O wie … Ordner. Durch die wühle (quäle) ich mich seit gestern. Am Dienstag steht die interne Prüfung an. Bis dahin muss alles vorbereitet sein, aber ich habe ein gutes Gefühl, dass ich das alles rechtzeitig schaffe.

P wie … Planschen. Zweimal Schwimmbad in vier Tagen. Erholsamer kann ein Urlaub ja kaum sein. So langsam warte ich auf die Bildung von Schwimmhäuten.

Q wie … Qasselstrippe. Manche Leute wird man nicht mehr los. Hab neulich mit nem Leser meines Magazins telefoniert. IST JA GUT! Der hatte nen Redeflash und war gar nicht wieder zu bremsen. Immer, wenn ich mit einem “Ja dann… also… ” das Ende des Gesprächs einleiten wollte, fing er mit was Neuem an. Irgendwann meinte ich dann – oh, es hat geklingelt, ich muss jetzt aufhören. Mein Ohr war kurz vor dem Durchbrennen. Ehrlich.

R wie … Rücken, ich habe Rücken! Gestern Abend, ich saß nichts ahnend am Laptop, schoss mir plötzlich ein schmerzhafter Blitz in die linke Pobacke. Ich rutschte erst ein bisschen auf dem Stuhl hin und her, aber als ich dann noch niesen musste, tat es endgültig weh. Ich setzte mich aufrecht mit einem lauten “Aua” hin und stellte fest, dass Aufstehen gar nicht mehr so einfach war. Herr Schatzi stellte mich vor die Wahl, mit mir entweder in die Notaufnahme des örtlichen Krankenhauses zu fahren oder mich sofort in die heiße Wanne zu bringen. Ich entschied mich natürlich für zweiteres und verbrachte eine gute halbe Stunde im warmen Wasser. Danach war mein unterer Rücken tatsächlich wieder etwas beruhigt, wenngleich ich mir blöd vorkam, weil ich mir beim Ausziehen helfen lassen musste. Jetzt geht’s aber schon wieder besser. Ey, ich werde 32 und fühle ich wie 72. Dolle Wurst.

S wie … Sonne, die strahlte heute morgen hier vom Himmel und tut es noch. Unfassbar, was das ausmacht. Man fühlt sich, wie ein anderer Mensch, wenn die Sonne endlich wieder da ist und den Frühling ankündigt.

T wie …tanken. Macht ja grade überhaupt keinen Spaß. Da ich auf mein Auto angewiesen bin, bleibt mir nicht viel anderes übrig, als zu tanken, wenn der Tank leer ist. Aber ich bin mir sehr sicher noch NIE für 1,69 getankt zu haben. Ich hab mich heute morgen bemüht, nicht auf die Zapfsäule zu gucken. Ich wollte gar nicht sehen, wie die Preisanzeige hoch schießt. Ich würde mich glatt am Tankboykott beteiligen. Blöderweise fährt aber kein Zug hier her. Mir bleibt nix anderes übrig als den Preis zu zahlen

U wie …unbeweglich. Manchmal ist es zum Verzweifeln. Ich arbeite gerne mit Leuten zusammen, aber ich finde es extrem mühsam, wenn die so dermaßen unbeweglich sind. In meinem Fall geht es um mein Magazin und um strukturelle Veränderungen. Termine neu organisieren? “Geht nicht.” Redaktionsschluss anpassen? “Auf keinen Fall!” Seufz.
Aber ich geb noch nicht auf.

V wie … Vermieter. Immer wieder ein Abenteuer. Gibt’s denn keine Kurse bei der Volkshochschule für Vermieter? “Wie verhalte ich mich, wenn ich eine Wohnung vermiete?” Manche könnten’s dringend gebrauchen.

W wie … Winterdepression. Dieser Winter war ja echt nicht hart. Gut, der Februar war krachkalt, aber sonst… Und trotzdem hatte ich so langsam das Gefühl, ich werde ein bisschen usselig. Trübsinnig. Ohne Grund grantig. So kenn ich mich gar nicht. Zeit, dass die Sonne wieder öfter rauskommt.

XY wie …
Z wie … Zahnfleisch. Nach der Zahnreinigung tut es nicht mehr weh. Bis auf eine Stelle. Die hat sich – ganz hinten unten am Backenzah – ein bisschen gewölbt. Und steht da im Weg rum. Aber ich übe mich in Geduld. Das geht auch wieder weg. Und bis dahin – halt ich einfach mal ne Weile die Schnüss. Ne?

Blutige “Wellness”

Meine Angst ist überwunden. Ich hatte jahrelang Bammel vorm Zahnarzt. Und ich war einfach nicht mehr dort. Wozu auch, meine Zähne waren ja ok. Als ich dann eine fiese Eiterzyste unter einem Zahn hatte, musste ich wohl oder übel doch gehen. Und tatsächlich kam ich zu einem Zahnarzt, der so nett und lustig war, dass ich mir gar keine großen Gedanken mehr mache. Und AUSSERDEM sind meine Zähne super und in Ordnung. Nichts auszusetzen. So mag ich das. Nachdem ich also Mitglied seiner Patientenkartei wurde und mich seit zwei Jahren regelmäßig zur Kontrolle anmelde, kam er auf die Idee, mich mit Zahnreinigungen zu verwöhnen. Als Prophylaxe-Maßnahme, damit meine Beißerchen auch morgen noch kraftvoll zubeißen könnten. Ich stellte mir also vor, dass der Zahnarzt ein Bürstchen holt und ein bisschen an meinen Molaren herumfeudelt.
Ich war ja so naiv.
Denn erstens kam nicht er, sondern er schickte mir die Dentalhygienikerin. Und zweitens war es mit ein bisschen feudeln nicht getan. Gestern ließ ich die Prozedur zum dritten Mal über mich ergehen und kann nicht behaupten, dass es irgendwie besser ist als am Anfang.
Beim ersten “Rundgang” meißelt sie mit einem Gerät, das in seinem Ton einem hochfrequenten Staubsauger nahekommt, auf den Zähnen herum. Sie pokelt dabei unter den Zahnfleischrand, um das letzte bisschen “Biofilm” hervorzulocken. Sie klöppelt Zahnstein ab, rubbelt über Zahnhälse und lässt keine noch so kleine Lücke aus.
Spülen bitte! Ich blutete, als hätte ich versehentlich zwei Zähne verloren.

Im zweiten Arbeitsgang kommt der Kärcher zum Einsatz. Mit einem Salzstrahl schrubbelt sie alles ab, was der Meißel vorhin gelockert hat. Sie bemühte sich sicher redlich, mein Zahnfleisch nicht unnötig zu malträtieren, aber hin und wieder hatte ich die Befürchtung, später dort tätowierte Tribals zu finden. Der Salzstrahl spritzte hin und wieder in kleinen Nebelwölkchen in mein Gesicht und der Luft- und Speichelsauger (wie ich das DING HASSE!) sorgte für unangenehm kühlen Durchzug, eine trockene Zunge und ein weiteres nervtötendes Geräusch.
Spülen bitte! Immer noch Blut, diesmal schon ein bisschen geronnen…

Als sie damit endlich durch war, wurden die Zähne poliert und ich konnte sehen, dass die Polierbürste blutig war, als sie neue Polierpaste von ihrem behandschuhten Handrücken tupfte…
Spülen bitte! Blut! So langsam hatte ich den Drang nach der Bevorratung von Blutkonserven in der Praxis zu fragen.

Dann noch einmal mit Zahnseide durch die Zwischenräume, eine Fluorid-Behandlung auf die Zähne und fertig war ich.
Spülen bitte! Blut! ARGH!

Der Zahnarzt verabschiedete mich im Flur mit den Worten “Bis zum nächsten Wellness-Termin”, aber ich hatte nur ein müdes, schmerzverzerrtes Lächeln für ihn übrig.
Immerhin kann ich heute wieder normal essen. AUA!

ich bin wieder hier…

…in meinem Revier… war nie wirklich weg…
So kommt es einem wohl immer vor nach dem Urlaub. SCHÖÖÖN war’s. Und ich bin auch gerne wieder ins Büro gegangen.
ABER: Ich habe etwas rausgefunden. Nächsten Dienstag steht eine interne Prüfung an, für die ich noch etwas vorbereiten muss. Und DAS nagt an meinen Nerven. Und hat mich schlecht schlafen lassen die letzten paar Nächte. Wird Zeit, dass die Vorbereitungen anlaufen und ich wieder ruhig schlafen kann.
Im Urlaub jede Nacht wach zu werden ist nämlich echt nervig!

Trotzdem – ich bin wieder gerne hier und es geht mir gut!
Und Euch so?