Brummmm!

Ok, er macht keine Geräusche, zumindest keine Lauten. Aber er macht mich stolz wie Bolle!
Ich habe ihn Mitte der Woche fertig gekriegt und war nach einem kurzen Frustrationsanfall, weil die Elektronik keinen Mucks von sich gab, dann letztlich doch glücklich (ach da sind ZWEI Batteriefächer…!), dass er aussieht wie auf der Schachtel und alles bewegt, was sich bewegen lässt. Und ja, ich bin ein großes Kind. Falls es noch irgendwo jemanden gibt, der das noch nicht bemerkt hat.

RÄTSEL!

So. Ich habe mich hier durch gequält, jetzt seid ihr dran. Wer die Lösung schon kennt, bitte nicht verraten. Bitte auch nicht googeln und Spielverderber sein!

Ihr dürft nur Fragen stellen, die ich mit Ja oder Nein beantworten kann.

Was ist hier passiert:

Mein Leben und ich: Szenen einer Ehe, Folge 7: ICH hab das da nicht hingetan….

Suchen ist lästig. Wobei. Wenn die Suche nach relativ kurzer Zeit mit dem Fund der gesuchten Sache endet, hat sie vielleicht sogar befriedigende Züge.
Um lästige lange Suchen zu vermeiden, habe ich einen außerordentlich ordentlichen Mann geheiratet. Als ich eingezogen bin, war ich sprachlos als ich seiner Ordnersammlung angesichtig wurde. Sein komplettes Leben ist zwischen Klemmbügeln gebündelt und für die Nachwelt sortiert. Wer jetzt ein Regalbrett voller bunter Ordner vor dem inneren Auge hat, dem sei gesagt – bunt ist nicht! Die Ordner (von denen es mindestens 25 gibt) sind alle weiß, haben ein computerbeschriftetes Etikett und stehen in Reih’ und Glied, griffbereit über seinem Schreibtisch. Ein bisschen sieht unser Arbeitszimmer aus wie die Buchhaltung einer Zahnarztpraxis. Wäre da nicht meine Ecke. Weil ich weder einen besonderen Hang zu buchhalterischen noch zu dentalen Themen hege, sind meine Ordner rot. Ich besitze etwa 5 Stück und das auch nur, weil meinem Mann bei meinem Einzug fast die Augen aus dem Kopf gefallen wären, als ich meinen einzigen Ordner auf das übppige Regal gewuchtet habe. “Wo ist der Rest?” “Welcher Rest?” “Du willst mir doch wohl nicht erzählen, dass dieser EINE mickrige bunte Ordner alles ist, was du hast?” “Ähm… da ist mein ganzes Leben drin. Ehrlich.”
Er war noch mehrere Tage fassungslos und bewegte mich dann dazu, den Inhalt meiner Dokumentensammlung thematisch aufzudröseln und in verschiedene Ordner zu packen. Seither suche ich mehr als früher. Jetzt reicht es nämlich nicht mehr, DEN Ordner in die Hand zu nehmen, nein, ich muss mir jetzt überlegen, in WELCHEM Ordner ich finden könnte, wonach ich suche.

Ein Schicksal, von dem er natürlich ein viel längeres Lied singen kann. Das wurde ihm neulich zum Verhängnis. Er suchte ein wichtiges Dokument. Griff an den angestammten Platz – und ins Leere. Er teilte mir mit, dass er auf der Suche nach ebene jener Karte sei. Wo die wohl sein könnte…? Ich schmunzelte und zeigte mit einer weit ausholenden Bewegung auf die Ordner-Armada. “DA drin vermutlich!” Der Gatte seufzte und kratzte sich am Kopf.

Zwei Tage später. Die Karte war nicht aufgefunden worden bisher. Tatsächlich wurde ich nun um Mithilfe gebeten. Ich stellte also ein zweites Augenpaar zur Verfügung und kruschtelte mich durch Tankbelege, Ansichtskarten und anderes Kleinzeug. Von der Karte keine Spur.

Weitere zwei Tage später war der Gatte sichtlich nervös. Die Karte sei wichtig und müsse aufgefunden werden. Wo er sie denn gehabt haben könnte? Wir schauten also in Jackentaschen und Koffer. Unter Tastaturen und Schreibtischmatten. In Handschuhfächer und Ablagen im Auto.

Weitere zwei Tage später war der Gatte panisch. Die Karte müsse doch VERDAMMT NOCHMAL irgendwo sein. Jeder, der schon mal etwas gesucht hat, weiß, dass man, je länger man sucht, immer irrationaler wird. Wir schauten also in Schubladen im Esszimmerschrank und im Badezimmer. Unter Schals und Mützen und IN Bücher. Unter Schränke. Hinter Werkbänke. Von der Karte keine Spur.

Bis Montagabend. Ich kam gerade von der Arbeit nach Hause, als mein Mann mich bei meinem ganzen Vornamen rief. Ich kenne ihn seit 12 Jahren und weiß, dass dieser Tonfall ein ernstes Gespräch einläutet. Er stürmte mir aus dem Arbeitszimmer entgegen und wedelte mir mit der Karte vor der Nase herum. “OH, du hast sie gefunden?! Wo war sie denn?” fragte ich, erleichtert, dass das Gewühle endlich ein Ende hat.
“IN DEINER LAPTOP-TASCHE” erklärte er mir erbost.
Ich SCHWÖRE! Ich habe KEINE AHNUNG, wie sie DA hingekommen ist…

Immerhin ist sie wieder da. Und einen Vorteil hatte die Aktion auch für mich – ich habe Dinge wiedergefunden, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie besitze.

Nur Kühe und Atlantik…

Das ist einfach zu lustig um wahr zu sein. Aber es ist wahr. Und daher eigentlich mehr traurig.
Gelacht hab ich trotzdem.

Zum Greifen nah…

…war die Lösung meines Problems gestern. Und trotzdem drang sie nicht bis in mein Bewusstsein durch.
Ich hab die Gehaltsabrechnungen verteilt. Die kommen, sortiert nach einem mir völlig schleierhaften System, gegliedert in zwei Päckchen an. Ich sortiere sie nach Sitzreihenfolge, damit ich schnell durch alle Büros durch komme.
Und wie ich gestern in einem Büro mit vier Mitarbeitern stehe, habe ich für drei einen Brief auf der Hand, für den vierten nicht. Es lief mir eiskalt den Rücken runter – wo kann der hingekommen sein? Hatte ich den nicht eben noch? Oder… hab ich den womöglich aufgrund einer mittlerweile aufgehobenen Befristung aus dem Gehalts-System gelöscht und jetzt ist für ihn kein Geld unterwegs?! Wie schnell könnte eine Blitzüberweisung auf dem Konto sein, könnte ich das Geld wohl notfalls bar holen und im nächsten Monat alles wieder richten? Tausend Notfallpläne… dann kam ich auf die schlaue Idee, in meinen Duplikaten zu gucken, ob ich für ihn einen Ausdruck bekommen hatte. Und tatsächlich, er war dabei. Die erste Panik flaute ab. Aber dann musste doch auch ein Umschlag irgendwo sein…? Ich wusste mir nicht anders zu helfen, außer mein Duplikat auf den Kopierer zu legen und ihm eine Kopie auszuhändigen…

Ich fuhr nach Hause. Und grübelte. Und je mehr ich grübelte, desto mehr spürte ich einen wichtigen Gedanken an mein Bewusstsein klopfen… als ich die Runde gemacht hatte… im Büro vorher… da war doch ein Mitarbeiter, dessen Umschlag dicker war… warum war der dicker? Es war mir aufgefallen, aber ich hatte es nur registriert. Und es fiel mir wieder ein. Heute morgen führte mich mein erster Gang in das entsprechende Büro. Ich sehe die beiden (!) Umschläge von weitem ungeöffnet liegen. Der untere – tattataaa – war der Gesuchte. Manchmal… können Lösungen so einfach sein. Aber Panik ist einfach ein schlechter Ratgeber.

Vorsicht, giftig!

Hin und wieder verblüffen mich meine Jungs hier im Büro, wenn sie mal wieder neue deutsche Worte gelernt haben und bei einem kurzen Kaffeeplausch in der Firmenküche mit mir üben.
Aber nicht immer kommt das raus, was sie eigentlich ausdrücken wollen…

Ich: “…und wie geht es Deiner Frau?”
Er: “Meine Frau ist gut. Sie kauft fröhlich Gift für mich!”

Wieder auf dem Posten!

Noch ein bisschen wacklig und mit flauem Magen, aber es geht wohl wieder! Bin grad mal wieder gerührt. Einer unserer Mitarbeiter hat mir im Namen seiner Eltern (denen ich beim Besuchs-Visum geholten hatte) einen Tischläufer geschenkt. Oder ist es ein Schal? Das weiß keiner so GANZ genau, aber es ist Handarbeit und kommt von Herzen und das zählt doch, oder?

Was 14…

…Stunden Schlaf bewirken können… Ich bin gestern nachmittag tatsächlich aus dem Büro geflohen, heim ins warme Bett. Nach vier Stunden Schlaf war das Kopfweh besser und auch der Hals ist nicht mehr so kratzig. Den ganzen Abend verbrachte ich am warmen Ofen im Esszimmer und mein Lego-Truck wuchs Stunde um Stunde! Meine Befürchtung, ich könnte nachts nicht mehr schlafen hat sich übrigens als unbegründet erwiesen, ich hab weitere zehn Stunden selig gepennt. Und jetzt? Fühl ich mich schon fast wieder hergestellt! Ein Hoch auf mein kräftiges Immunsystem… Unkraut vergeht eben nicht…