…gedanklich ganz weit weg. Zwar hat mich heut noch über facebook der Hilfeschrei eines Kollegen erreicht (“mrs. Venus, we neeeeed you in the office…”) aber ansonsten ist das Büro schon weit weg. Und ich morgen auch. Das blog ist also urlaubsbedingt bis nächsten Dienstag in der Sommerfrische!
Ich hab’s überleeeebt!
Und jetzt ist Uuuuuuuuuuuuurlaub! Hüpf!
ABC-Update, Teil 4…
A… wie Anti-Agressionstraining. Das brauchte ich gestern. Auf dem Heimweg habe ich im Auto rumgetobt über jeden, der blöd überholt hat oder mir irgendwie in die Quere kam. Und es waren erstaunlicherweise etliche. Sagen wir so, fast niemand hat mich NICHT genervt gestern. War einfach nicht mein Tag. Also habe ich mich um sechs ins Bett gelegt und geschlafen bis neun. Einfach, um meine innere Bombe zu entschärfen.
B… wie bald! Das ist mein am häufigsten zitiertes Wort derzeit. BALD ist nämlich Urlaub und ich entschwinde und kehre relaxt, neu sortiert und wohl ausgeruht zurück.
C… wie Chamäleon. So verhalte ich mich seit zwei Tagen. Möglichst unsichtbar. Meine to-do-Liste ist so kurz wie kaum zuvor und ich versuche einfach zu verhindern, dass sich das gegen Ende der Woche noch ändert.
D… wie Dauerlauf. Das beschreibt am besten die Hektik, die hier in der Zeit vor der Messe herrschte. Nichts gegen Betriebsamkeit, aber dieser Stress war ungesund und hat mein Nervenkostüm mehr mitgenommen, als ich wahrhaben wollte. Im Rückblick – et is noch immer jut jejange.
E… wie Elena Tregubova. Ich höre grade ihr Buch “Die Mutanten des Kreml” und merke dabei, dass meine Allgemeinbildung nicht ganz grottig ist aber dennoch ausbaufähig. Gorbatschow, Jelzin, Putin, der eiserne Vorhang, der kalte Krieg – klar weiß ich das alles so ungefähr, aber wie spannend die politische Situation in meinem eigenen Land mal war, kann meine Generation kaum noch nachvollziehen.
F… wie Ferienwohnung. Ich weiß. Hab ich schon tausendmal erwähnt. Aber 1001 mal schadet auch nicht – nächsten Dienstag geht’s los ins Münsterland. Wenn ich könnte, würde ich am liebsten sofort loslaufen.
G… wie Gehälter. Am Montag gemacht. Immer noch nicht da. Ich befürchte, dass ich mal wieder irgendwas Katastrophales ausgelöst habe. Die Buchhaltung wundert sich auch schon.
H… wie Hunger. An jenem Magengrummeln bin ich gestern Abend um neun wieder aufgewacht. Hab was gegessen, den Garten gegossen und mich wieder auf die Couch gelegt. Heute hält es sich in Grenzen.
I… wie Internet. Ich erinnerte mich neulich, wie ich zum ersten Mal im Internet war. Damals in der Schule. Und mir vorkam, als hätte ich eben die erste Funkverbindung zu einem Astronauten miterlebt. Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen, dass es das Internet nicht mehr gäbe. Die Weltwirtschaft würde von heute auf morgen vermutlich einfach mal stehen bleiben. Ich glaube sogar, die ganze Welt würde stehen bleiben. Wobei… die Vorstellung einer Verlangsamung ist ganz interessant…
J… wie Jauche. Unappettitlich, ich weiß. Wenn das Wetter EINMAL schön ist und ich mein Cabriodach aufmachen kann, dann stinkt die sonnige Landschaft zum Himmel. Muss sein, ich weiß. Trotzdem kann ich keine 50 km die Luft anhalten… da muss ich wohl durch.
K… wie Kreativ. Ich hab Phasen. Dünnhäutig war gestern, Kreativ letzten Samstag. Seither sieht mein Esszimmertisch aus wie eine Kindergartenbastelecke, bei der die Kids nicht aufräumen mussten. Acrylfarben, Buntstifte, Schwämme, Bücher, Skizzen, Papier… alles liegt quer und kreuz. Und ich bin an einem neuen Projekt dran. Vier von zwölf sind schon fertig, also schon ein Drittel!
L… wie Literatur. Und dazu noch geschenkt. Ich habe alte Gutscheine gefunden für meinen Lieblingsbuchladen. Hab immer noch 80 Euro zum Auf-den-Kopf hauen. Lesetipps sind immer willkommen!
M… wie müde. Häufigste Antwort auf die Frage “wie geht’s dir?” So häufig, dass mich ehemalige Kollegen schon drauf ansprechen und mich fragen, ob ich nicht langsam das Gefühl habe, ich sollte vom Gas gehen. JA doch. Mach ich ja.
N… wie Natur. Auf die freu ich mich. Man kann rund um die … ja ich sag’s nochmal… FERIENWOHNUNG ganz viel Grün sehen. Und Kühe und Pferde und Ziegen und Gänse und Fischteiche. Ick freu mir.
O… wie Ooooohmmmmmm…. hilft!
P… wie Pressearbeit. Ich hab so viel gute Ideen aber mein Tag hat so wenig Stunden. Ich muss mich in den nächsten zwei Wochen mal wieder hinsetzen und notieren, was ich noch alles schreiben wollte. Nicht dass es verloren geht.
Q… wie quasi. Mit Erschrecken bemerkt, dass ich in jeden fünften Satz “quasi” einbaue. Das geht ja quasi von alleine und eigentlich mag ich das ja überhaupt nicht… werde mir quasi abgewöhnen. Quasi ab sofort.
R… wie Ringelnatz. Neulich beim Abstauben an seinem Gedichtband hängen geblieben und gekichert. Ist schon sehr amüsant. Unbedingt mal lesen!
S… wie SONNE SATT! Siehe auch W.
T…wie Tonne. Der Oberhauser Blechtonne werde ich noch mal einen Besuch abstatten. Den Mammut-Baum muss ich gesehen haben.
U… wie Urlaub? HA! Falsch gedacht. U wie Ursula. Tut mir leid für alle Ursulas. Aber URSULA ist in meinen Augen der SCHLIMMSTE NAME ÜBERHAUPT. Das musste mal gesagt werden.
V… wie Veränderung, die irgendwie in der Luft liegt. Liegt vielleicht an meinem neuen Aufgabengebiet. Das sich jetzt dann auch mal auf dem Gehaltszettel bemerkbar machen dürfte. Der erste Schritt ist getan, mein Chef kam sogar fast auf mich zu damit. Gleichzeitig trifft’s am besten. Nach der Messe gibt’s ein Gespräch. Und nach dem Urlaub.
W… wie Wetter. Endlich hat es sich mal gedreht. Und Petrus hat den Zeiger von Monsun auf “Mitte August” gedreht. Knutschblauer Himmel und um die 30 Grad. Hoffentlich hält das noch ne Woche…
Z… wie Zoo. Vielleicht schaff ich’s im Urlaub in einen solchen. War ich schon lang nimmer und hätte mal wieder Lust zu.
Ich brauche eine Axt…
…damit ich endlich diese Scheißpalme fällen kann, auf der ich mich heute alle fünf Minute befinde.
Das ist ‘n echt hohes Ding. Und trotzdem bin ich in Rekordzeit ganz oben. Mehrmals pro Stunde. Und werfe keifend mit Kokosnüssen.
Alle weg!
Die Messe ist Fluch und Segen zugleich. Fluch, weil sie im Vorfeld ein Arsch voll Arbeit ist, weil man an tausend Sachen denken muss und alles organisieren, was dann ja doch schief geht.
Heute morgen haben wir den großen Iveco-Transporter geholt, die Kisten eingeladen, Anfahrtsskizze gedruckt, Fahrer instruiert, auf den Weg gebracht. Die Rechner sind schon auf der Messe angekommen. *erleichtertseufz*
Erwähnte ich schon, dass ich jetzt SO keine Lust mehr auf Messetrubel hab? Vom Kugelschreiberkauf über Spesenabrechnungen, Fahreraufteilung, Lieferwagenorganisation, Copyshop, Unterkunftbuchung bis hin zur Zugticketorderung etc lastete alles auf meinen zierlichen Schultern.
Und jetzt? Jetzt sind se alle weg. Und ich kann gar keinem sagen, wie sehr ich ein leeres Büro genieße. Back to normal. Und in dreieinhalb Tagen ist Urlaub. Aaah…
Wenn…
… “am Rad drehen” je olympisch wird, hat unsere Firma große Chancen aufs Treppchen…
Mein Leben und ich: Szenen einer Ehe, Folge 6: Das Waschbecken
Ich mag Ordnung. Ich bin begeistert von einer geputzten Wohnung. Habe ein Faible für glänzende Oberflächen.
Soviel zur Theorie. In der Praxis sehe ich mich leider mit der Tatsache konfrontiert, dass Hausarbeit scheißenlangweilig ist. Und lästig.
Weil ich für die Beschäftigung einer Putzfrau aber denkbar ungeeignete Voraussetzungen mitbringe (ich würde grundsätzlich vorputzen, damit die Perle einen guten Eindruck bekommt…
), bleibt mir nichts anderes, als einmal in der Woche in den sauren Apfel zu beißen und feudelnd durch mein Heim zu ziehen.
Meine Mama ist sehr ordentlich. Immer, wenn ich nach Hause fahre, egal zu welcher Tag- oder Nachtzeit, ist es aufgeräumt. Die Küche sieht aus wie im Möbelprospekt und auf dem Tisch stehen frische Blumen. Als ich neulich plaudernd meiner Mama beim Arbeiten zusah, fiel mir auf, dass sie ihr Waschbecken mit einem kleinen Handtuch trockenreibt. Die Idee leuchtete mir ein, schließlich sah das Waschbecken anschließend wie frisch geputzt aus. Wo bei mir zuhause Zahnpastatupfer and Kalkrändern kleben, ein Haarspray mit der offenen Zanpasta nebst Deckel herumlungert, war bei meiner Mama nichts weiter als blitz und blink zu sehen.
Ich eilte also nach Hause und installierte ein Gästehandtuch im Bad. Und wies meinen Göttergatten wortreich auf die Unbill des wöchentlichen Zahnpastaabkratzens hin und schilderte mit blumigen Umschreibungen, wie schön so ein Waschbecken sein könnte, WENN man es nur immer trockenriebe.
Mein Mann ist ein Gewohnheitstier. Um so mehr wunderte es mich, wie schnell sich diese Neuerung in seiner Morgentoilette manifestiert hatte. Immer wenn ich ins Bad kam, war sein Waschbecken blitzblank und trocken. Ich war so stolz auf ihn! Und schämte mich fast ob meiner mittlerweile wieder etwas nachlässiger gewordenen Hinterher-Wischerei.
Bis ich die Bartstoppeln fand. In MEINEM Waschbecken!
“SCHATZ! Als ich sagte, halt Dein Waschbecken sauber, meinte ich nicht, “BENUTZ STATTDESSEN MEINS!”
“Dann musst du das auch so sagen.” Manchmal könnte ich ihn… ARGH!
Worte mit Seltenheitswert…
…sind mir heute ein paar übern Weg gelaufen.
“Schnurstracks” zum beispiel. Ich finde, das klingt gut. Oder “hurtig”. Viel zu selten verwandt. Aus der selben Kategorie: “Flugs”. “Feudeln” klingt viel schöner als wischen oder abstauben. Solche Wörter müssen benutzt werden, sonst geraten sie in Vergessenheit. Möchte noch jemand ein Wort für die rote Liste hinzufügen? Na dann flugs! Bin gespannt!
Verknallt…
…hab ich mich soeben.
Kennt ihr das? Dass man etwas sieht, was unanständig viel Geld kostet und einem trotzdem nicht aus dem Kopf geht, vermutlich, grade WEIL es so unanständig viel Geld kostet? Das allein ist ja schon schlimm genug, aber in meinem Fall ist es auch noch ein HAUSHALTSGERÄT!
Ein pinker
Waschküchenwetter!
Boah ist das schwül!
Ich bin ja sonst nicht empfindlich, aber das da draußen ist eine feuchte Hitze, als wären wir urplötzlich über Nacht in die Tropen umgesiedelt.
Luft! Ich brauche Luft!
Ich geh erstmal zum Frisör. Vielleicht hilft etwas Luftigkeit obenrum ja auch.
Und danach seh ich das Kristinschn! *FREU!*
Habt einen schönen Samstag!
