Ober er das bedacht hat…

“Vergabe von Ehrenurkunden:
Ehrenurkunden mit der Unterschrift des Bundespräsidenten a.D. Horst Köhler können nicht mehr vergeben werden. Neue Ehrenurkunden können voraussichtlich ab Mitte September 2010 geordert und an die Teilnehmenden nachgereicht werden. Sieger- und Teilnahmeurkunden können weiterhin ausgegeben werden.”

Wir haben Sorgen.

Küssendes Dynamit an Bord…

Heute morgen. Rote Ampel. Das Auto vor mir bremst, ich tue es ihm gleich. Die Ampel lässt sich Zeit und ich nutze selbige, um die vielen Aufkleber auf dem Auto vor mir zu studieren. Ein Fisch klebt rechts unten, ein Hinweis auf Religiosität. Oben links und oben rechts kleben rote Warndreiecke. “Sarah an Bord”, “Hannah an Bord”. Unten links klebt der Europapark, daneben ein “D”, daneben eine wie eine Ballerina geformte Insel.
Fazit: Eine religiöse Familie, die ihren beiden Töchtern biblische Namen gibt und aus Sorge um deren Wohlergehen Warnschilder anbringt, damit auf der Fahrt in den Europapark oder in den Urlaub nach Sylt jeder der wertvollen Fracht gewahr wird und Rücksicht nehmen möge.
Ich stelle mir ein Paar vor, Mitte oder Ende 30, er ist auf einer Behörde tätig, sie ist Lehrerin. Die vier leben in einem Holzhaus, ernähren sich gesund, kaufen beim Biobauern auf dem Wochenmarkt und beten vor dem Essen.

Grüne Ampel. Der Verkehr rollt wieder an, der Gegenverkehr auch. Ein LkW zischt und brummt langsam vom Haltestrich los. zwei Nummernschilder und die Aufschrift auf der Plane verraten – “Juri” und “Moppelchen” sind für DHL unterwegs.
Dieses Paar ist ein bisschen fülliger, hat in meiner Vorstellung zwei Katzen daheim, sein Hobby ist Angeln, ihres ist Handarbeit und Katzenpflege.

Kurz vor der Firma. Noch ne rote Ampel. Vor mir steht ein roter Kleinwagen. Getönte Heckscheibe. Darauf prangt ein weißer Schriftzug “Kissing dynamite”. Ich stelle mir augenblicklich eine wasserstoffgetunte Blondine vor, die ihr Top eine Nummer zu klein und somit einen Babyspeckring zur Schau trägt und am liebsten “mit Freunden chillt” und sich die Nägel macht.

Der rote Kleinwagen blinkt rechts in die Einfahrt einer Apotheke.
Die Tür geht auf. Das erste, was ich von Kissing dynamite sehe ist eine Hand, die sich am Türrahmen stützt.
Das küssende Dynamit ist zwischen 70 und 80 Jahre alt, trägt silbergrau oben und beige und altrosa unten und hat Probleme beim Gehen.
Meine Ampe

Aufgeschoben kann aufgehoben sein

Das Leben ist endlich. Kann jeden Augenblick vorbei sein. Natürlich ist es schön, von der Zukunft zu träumen und sich die vielen tollen Dinge auszumalen, die man irgendwann mal machen möchte. Aber… warum eigentlich warten auf irgendwann mal?
Wie oft habe ich schon zu ehemaligen Klassenkameraden gesagt, wir müssen uns UNBEDINGT mal wieder treffen? Da war’s wieder, dieses schwammige mal wieder.
Was man erlebt hat, kann einem keiner mehr nehmen.
Ich bin dann jetzt mal weg, ich treffe mich mit einer alten Freundin zum Abendessen. Und am Samstag habe ich ein ähnliches Date am Bodensee!
Ich freue mich riesig drauf.

Neuer Tag…

…neuer Anlauf. Ist Euch schon mal aufgefallen, wie friedlich die Welt morgens aussieht? Wie weiß das Sonnnlicht ist? Wie sanft die Felder im frischen Morgenwind wiegen? Mit welch tiefem, zufriedenem Seufzer man vor einer Tasse Kaffee sitzen kann und wie tröstlich dessen Duft riecht?

Laber ich schon wieder dummes Zeug? Oder geht’s mir einfach gut?
Beides vermutlich. Ich wünsch Euch, dass der Tag heute einer der besten Eures Lebens werden wird. Man weiß ja nie. Und jetzt flitze ich flott fahre ich ganz bedächtig, geschwindigkeitsvorgabengetreu ins Büro!

Habt einen schönen Tag!

Saublöd gelaufen ist es…

… wenn man einen Umweg in Kauf nimmt, um beim Wasserbettenladen das Pflegemittel selbst abzuholen und dadurch 20% Rabatt bekommt, auf dem Weg dorthin aber vom Anblick blühender Schwarzwaldwiesen berauscht DEUTLICH zu schnell in eine Blitzampel rauscht.

… wenn man aus vorangegangenen Gründen leicht gefrustet bei einem großen Supermarkt einbremst mit dem originären Ziel, eine bestimmte Zeitschrift zu kaufen (einen mauligen Abend mit Frauenklatsch auf der Couch im Sinn), den Laden dann verlässt mit einem Arm voller Joghurt und Tomaten und Gedöns – und im Auto feststellt, dass sich jetzt allerhand, aber nicht besagte Zeitung unter dem Gedöns befindet.

… wenn man zwei Seiten seines Magazins für eine äußerst nette und kompetente Autorin aufhebt und dafür andere Artikel verschiebt und deren Schreiber vertröstet, und die Autorin am Ende viele liebe mails schreibt aber leider KEINEN ARTIKEL SCHICKT…

Jetzt

Ich kann es nicht fassen…

… manchmal. Wenn alles so perfekt ist, dass es schon beinahe schmerzt. Wenn mir bewusst wird, dass man Zeit nicht anhalten, Augenblicke nicht konservieren kann. Gestern hatte ich wieder einen solchen Moment. Fantastisches Wetter, Cabrio offen, Abendsonne, einsame Landstraße, sich im Wind wiegende, hellgrüne Gerstenfelder, im Hintergrund gelber Raps und Horizont. Klingt vielleicht total bescheuert, aber es war ein so schöner Moment und ich konnte nichts weiter tun, als ihn vorbeigehen zu lassen. Ich hab tief Luft geholt, in der Hoffnung, ein bisschen von der Atmosphäre aufsaugen zu können. Vielleicht ist es mir gelungen.
Ich hoffe, dass noch viele solche perfekte Momente kommen.

Ich bete wieder mein Mantra herunter…

…”nein, mir wird nichts zuviel, nein, es ist kein Alarmsignal, wenn ich am Feiertag mal mittags ins Bett falle und einpenne, nein, ich bin nicht überarbeitet, ja, ich passe auf mich auf, nein, mir wird nichts zuviel, nein, es ist kein Alarmsignal…”

Nochmal. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass sich manche Menschen um mich sorgen. Aber so lange ich selbst noch lachen kann und immer wieder betone, dass ich es SO MAG WIE ES IST, LASST MICH DOCH EINFACH MACHEN!

Gefühlter Freitag…

…ist heute. Und ich kann nicht anders, als meine kommenden vier freien Tage am Stück schon jetzt mit Leben zu füllen. Sprich, mit Terminen.
Könnte mir ja langweilig werden. Haha.
Heute Abend geht’s mit Kollegen zum essen. Morgen mit Herr Venus zum Geocachen und – wenn die Zeit reicht – in die Therme. Am Freitag vielleicht zum schwedischen Möbelriesen, ansonsten – mal sehen. Am Samstag hab ich Computerkurs und am Sonntag wird gegrillt. Und dazwischen werde ich meine Juli/August-Ausgabe abschließen und meine homepage entwerfen.
UND – ich freu mich auf all das.
Ich fürchte, ich hab was an der Klatsche.