Wer…

…länger arbeitet, hat weniger Freizeit.
Das ist das Fazit der vergangenen Woche. Klingt banal, ist aber eine unerschütterliche Wahrheit.
Plötzlich dümpelt es nicht mehr, sondern rennt und rast. Die Zeit ist plötzlich nicht mehr ein großer, rosa Wattebausch, sondern ein geordnetes Regal mit vielen Schubladen mit „von-bis“-Beschriftung. Das schöne ist: Die Schubladen hängen alle zusammen. Wenn eine zugeht, öffnet sie damit eine andere. Nichts klemmt, verkantet sich, quietscht. Ist die Arbeits-Schublade aufgeräumt und schließt sich, lässt sie keine stumpfe Leere zurück, sondern Kreativität und Motivation.
Aus „Ich sollte irgendwann noch“ wird „Heute werde ich“. Aus „Ich würde gerne mal“ wird „Ich nehme in Angriff“. Fühlt sich gut an. Gerade so, als hätte ich mich entschlossen, nicht mehr auf der Bahnhofsbank zu sitzen, sondern endlich in den ICE einzusteigen. Ich gucke aus dem Fenster und grinse die vorbeifliegende Landschaft an. Der Sonne entgegen.
So. Genug philosophiert. In meinem Regal ist gerade eine Schublade aufgeploppt. Was drauf steht? „Wohnungsputz, 10 – 12 Uhr“. Ich bin ganz schön streng mit mir…

(Wer mit diesem Eintrag nix anfangen kann: Nicht wundern, einfach hinnehmen. Ich habe heute meine philosophische Phase.)

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