Gurke, Tomate, Schafskäse

…und drüber ein leckeres Dressing. Das steht jetzt grade vor mir und ich versuche damit, meinen Vitaminhaushalt wieder in die richtige Ebene zu lenken.
Ich bin in den letzten Tagen meiner eigenen Devise untreu geworden, die da lautet – wer viel arbeitet, muss gute Sachen essen. Abgewandelt zu „wer viel arbeitet isst irgendwann was er kriegen kann, weil er Hunger hat“ habe ich die letzten drei (!) Abende Fastfood (Burger, Pommes, ChickenMcNuggets) nach 20 Uhr zu mir genommen. Pfuipfuipfui. Nicht, dass es nicht lecker gewesen wäre… aber der kleine, fiese, in meinem Hirn integrierte Ernährungsminister schlägt schon bei einmal Fastfood Alarm. Ihr könnt Euch denken, was für einen Bohei der die letzten drei Tage veranstaltet hat…
Es ging aber irgendwie auch nicht anders… klingt nach Ausrede, ist aber so. Am Samstag, nachdem ich den ganzen Tag verfrühten Frühjahrsputz gemacht hatte, hing ich auf einer Hauptversammlung fest, die sich von 17 bis 21:30 hinzog. Danach war ich praktisch hirntot und konnte nur noch von einem großen bösen Burger ins Leben zurück geholt werden. Am Sonntag habe ich den Vormittag mit Schreiben verbracht – irgendwie müssen ja viereinhalb Stunden Sitzung in 80 Zeilen Sinnvolles plus Bild verwandelt werden. Nachmittags waren wir beide recht platt und abends waren wir dann noch aus. Und was lachte mich von der Speisekarte am meisten an – ein Tellerchen Pommes. Gestern über Mittag gab’s was schnelles auf die Hand, weil ich noch einen Einkauf erledigen wollte und mein Auto tanken und waschen musste (es ist tatsächlich gelb!). Und direkt nach der Arbeit bin ich in die Redaktion gefahren, um dort von meinem Buch zu berichten. Um halb acht war ich auch da fertig und bin zum nächsten Termin um acht ins Landratsamt gefahren – „die Gesprächsrunde über Begrünung von Brachflächen geht höchstens anderthalb Stunden“… um HALB ELF war die Diskussion dann beendet und ich ebenso fertig. Schatzi ist auf dem Heimweg dann – richtig – beim gelben M vorbei gefahren und hat mir was mitgebracht. Es hat dann nur noch gereicht, die Bilder von der Kamera zu holen und dann ins Bett zu fallen. Und heute morgen habe ich mich ganz diszipliniert um halb acht an den Rechner gesetzt und auch Brachflächenbegrünungswirrwarr lesbar gemacht. Dann noch kurz Bügelwäsche bei Mama abgeliefert (die Gute, was wär ich ohne ihre Hilfe…) und zum Flughafen geflitzt, Mitarbeiter abholen. Ich empfand heut sogar die acht Kilometer Stau auf dem Rückweg irgendwie als erholsam. Und jetzt sitz ich hier mit meinen Gurken und Tomaten. Und lass es mir schmecken. Mahlzeit.

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