Ein auf und ab auf zwei Rädern…

…war das gestern Abend in zweierlei Hinsicht.
Aber von vorne. Geplant war gestern eigentlich eine Wanderung mit Herrn Schatzi und zwei Freunden. Blöderweise goss es gestern Vormittag wie aus Kübeln und selbst ich musste einsehen, dass die geplante Bergtour eher einer Wattwanderung geglichen hätte als einem Gipfelerlebnis. Also wurde kurzerhand ein völlig unsportliches Alternativprogramm beschlossen, bestehend aus Essen, Spazieren und Kaffeetrinken.
Gestern Abend bemerkte Herr Schatzi jedoch, dass nun ein gewisses, kalorienseitiges Ungleichgewicht entstanden sei, da die am Samstagabend beim Barbecue aufgenommene Energiemenge für eine 18 Kilometer lange Wanderung ausgelegt gewesen war, nicht jedoch für einen beschaulichen Stadtbummel. Er beschloss also abends, noch eine Runde Radeln zu gehen und bot mir großzügig an, mitzukommen.
Vorweggeschickt werden müssen zwei Dinge: 1. ich hatte zu diesem Zeitpunkt gerade mein müdes Haupt aufs Kopfkissen gebettet und war am Wegschlummern und 2. ich HASSE Radfahren abgrundtief.
Trotzdem wähnte ich mich selbst an der Schwelle zum Maulig-Werden, wogegen nur Schlafen oder Aktivität hilft, nicht jedoch bloßes Warten auf bessere Laune. Und die Alternative, zwei Stündchen zu verpennen und später nicht mehr schlafen zu können, war nicht gerade verlockend. Also beschloss ich in aller Großmütigkeit, meinem Mann beim Radeln Gesellschaft zu leisten.
Dazu muss erwähnt werden, dass wir am Fuße eines beachtlichen Mittelgebirges leben und die Landschaft keineswegs als Flachland bezeichnet werden kann. Erstaunlicherweise verfüge ich über allerhand sportliches Equipment obwohl ich davon nicht unbedingt regen Gebrauch mache. Und so fand ich mich eine Viertelstunde später vor unserem Haus wieder mit einem Fahrrad, einem Fahrradhelm und Fahrradhandschuhen.
Die Strecke war schön. Kein Zweifel. Aber ein Auf und Ab. Nicht nur geländetechnisch. Ich schwankte je nach Gelände zwischen „Eigentlich ist Radfahren ganz ok“ (auf der Ebene) über „DAS IST RICHTIG COOL“ (bergab) bis hin zu „WER ZUM GEIER hat mich zum Radfahren überredet, so ne Scheiße, meine Oberschenkel brennen, ich will nicht mehr, mir tut der Hintern weh, ich setz mich NIE MEHR AUF SO EIN BLÖDES DING“ (bergauf).

Blöderweise bin ich ehrgeizig. Und 20 km später doch irgendwie stolz darauf, nur einmal am Berg abgestiegen zu sein, weil ich mich verschalten hatte.
Fazit heut

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