Die Zicke in mir…

…hab ich manchmal schon ganz gut im Griff. Früher konnte ich das nicht. War aufbrausend, wenn mir jemand einen Fehler unter die Nase gerieben hat. „Im Stress kann das passieren, sollen die’s doch besser machen, als ob der noch nie was übersehen hat…“ Ihr kennt das ja.

Aber mittlerweile habe ich gelernt, dass es manchmal einfach viel wirkungsvoller ist, sich einem pampigen Kritiker in Demut zu beugen, einen Fehler wortreich und bedauernd einzugestehen, die Umstände zu erklären, die Verkettung unglücklicher Umstände aufzudröseln und untröstlich über seine eigene Unzulänglichkeit zu lamentieren. Und dann ganz charmant das Feld zu öffnen und um Gegenvorschläge und aktive Mitarbeit zu bitten. „Gerne zum Dialog bereit“…“immer offen für Ihre guten Ideen“… all das verbunden mit der Hoffnung „bald wieder von Ihnen zu hören“… die meisten sind nämlich prima im Mosern aber ganz schlecht im Bessermachen. Und die, die dann wirklich antworten, haben meist auch noch gute und verwertbare Ideen. Also haben alle was davon. Und ich muss mir nicht vorkommen, wie die doofe, kritikunfähige Zicke, die ich gar nicht sein will. Dass ich natürlich DENKE „Du blöder Vollpfosten, als ob Du die Weisheit mit Löffeln gefressen hättest, mach’s doch erstmal BESSER…“ … das muss ja keiner wissen.

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