Man mag…

…die Enthüllungen von Edward Snowden für immens wichtig oder für total nebensächlich halten (Stichwort „vonmirdarfjederalleswissenichhabekeinegeheimnisse“). Man mag ihn als Verräter sehen oder als Helden. Aber für mich passen zwei Dinge nicht zusammen: Zu sagen, einen Bündnispartner abzuhören und ihn mitunter als Angriffsziel zu bezeichnen, sei ein Angriff auf eine befreundete Nation und erinnere an den kalten Krieg und gleichzeitig schulterzuckend dem Helden zu entgegnen, sorry dear, aber wir können dich leider nicht brauchen, musst jetzt gucken, wo Du unterkommst. Das ist keine echte Verärgerung den Staaten gegenüber, die Folgen hat, sondern allenfalls ein scheinheilig erhobener Zeigefinger, der mit den Worten „Das macht man doch nicht, bösesböses Amerika“ geschwenkt wird. Nichts weiter als ein braver Kniefall unter dem Deckmantel geheuchelter Empörung.

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