Zimt-Pommes, Mandel-Mayo und ein Burger zum Verlieben

Als Vegetarier hat man bei den großen Fast-Food-Ketten nicht wirklich Spaß. Man mümmelt Pommes und guckt den anderen beim Essen zu. Oder man bestellt sich einen Gemüseburger. Aber ganz ehrlich – so groß ist meine Verzweiflung dann doch nicht.

Als ich neulich Rezepte für Veggie-Fastfood in der JOY entdeckte, wusste ich: Das wird ausprobiert. Was soll ich sagen – vor allem die (vegane) Mayo war für mich eine echte Offenbarung.

 

Tomaten-Zimt-Pommes

Kartoffeln schälen, in Streifen schneiden und in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben. Zwei Teelöffel Olivenöl mit einem Esslöffel Tomatenmark, einem Teelöffel Zimt, einem Teelöffel Pfeffer und einem Teelöffel getrockneten Basilikum vermengen. Die Kartoffelstifte abtropfen lassen, in dem Ölgemisch schwenken und bei 180 Grad ca. 35 Minuten backen.

Allerdings muss man dazu sagen, dass die Rezepte weder kalorienarm noch fast im Sinne von schnell zubereitet sind. Ich stand eine ganze Weile in der Küche (fragt nicht, wie die danach aussah) und verarbeitete Öl, Öl und… Öl. Aber: Es lohnt sich. Mein absoluter Favorit ist die

Mayo mit Mandelmus

Zwei Esslöffel Mandelmus mit 100 ml Wasser, dem Saft einer Zitrone, 200 ml Öl, zwei  Teelöffeln Senf, Salz, Pfeffer sowie je einem Teelöffel Gemüsebrühe, Kurkuma und Paprikapulver mischen und mit dem Pürierstab zu Mayonaise aufmixen. Im Kühlschrank wird sie noch ein bisschen fester. Die Mengenangaben ergeben ein ordentliches Töpfchen voll, am besten ihr lehnt Euch aus dem Fenster und ruft die Kids aus der Nachbarschaft zum Pommesessen zusammen. Nur so als Tipp.

Ich konnte beim Fotografieren kaum warten, endlich in den Burger beißen zu dürfen. Er war so unglaublich lecker, dass ich ihn nach (!) dem Mittagessen auch noch verdrückt habe.

Ricottabällchen-Burger

30 g Parmesan (ich habe Schweizer Bergkäse genommen, da ich Parmesan nicht ausstehen kann. Schmeckt wie schon mal gegessen, finde ich …) reiben und mit 150 g Ricotta und zwei Esslöffeln Semmelbrösel zu einer Masse verarbeiten. Daraus mit den Händen acht kleine Bällchen formen und in Pflanzenöl anbraten. Ich habe dann fertige Buns, also Burgerbrötchen, aufgeschnitten, die untere Hälfte mit grünem Pesto bestrichen und auf einem Salatblatt (obligatorisch!) vier der Bällchen angerichtet. Statt Tomatensugo aus dem Glas habe ich kleingewürfelte frische Tomaten oben drauf gestreut und den Deckel zu gemacht. SO lecker.

 

Probiert es aus, es schmeckt wirklich ganz hervorragend. Mandelmus bekommt man in gut sortierten Reformhäusern oder Biosupermärkten. Die Verkäuferin erklärte mir, man könne es in Smoothies verwenden oder zum Aufpäppeln, wenn jemand krank war. Oder in Suppen. Oder morgens im Frühstücksbrei. Ich war ganz begeistert und überlegte, ein größeres Glas zu nehmen, bis sie dann sagte: „Im Geschmack ist es angenehm  sandig.“ Äh … ja. Sand esse ich grundsätzlich nur in sehr kleinen Dosen. Wenn mir jetzt noch jemand eine Idee abgesehen der oben genannten für ein Glas minus zwei Esslöffel Mandelmus hat, her damit.

 

 

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