Topfgeschichten – Suppenglück zum Blättern und Träumen

Ich hatte es ja neulich schon anklingen lassen – meine Kochbuchliebe hat mir mal wieder eine Neuheit fürs Küchenregal beschert. Aber es war ja auch klar – wenn mir bei meinem derzeitigen Suppenhang so ein schönes Buch vor die Füße purzelt, kann ich nicht vorbei gehen. Und es hat sich gelohnt! Die Autorin des  Buchs Suppenglück, Sonja Riker, ehemals Reporterin, hat sich einen Lebenstraum erfüllt. Sie hat Stift gegen Schöpfkelle getauscht und eine Suppenküche eröffnet. Wer wie ich nicht unbedingt drei Stunden fahren möchte für einen Teller Suppe (die Suppenküche ist auf dem Münchner Elisabethmarkt), kann jetzt selbst zum Kochlöffel greifen und die Rezepte nachkochen. Und genau das habe ich heute getan, es gab Sellerie-Apfel-Suppe. Wer jetzt die Nase hochzieht und „iiih, Sellerie und Äpfel in der SUPPE?!“ sagt – ausprobieren. Es schmeckt wirklich ganz toll!

Die Äpfel werden kleingeschnitten und mit ebenfalls kleingeschnittenem Staudensellerie und Zwiebelwürfeln angedünstet, mit Gemüsebrühe abgelöscht und abschließend, wenn alles weich gekocht ist, püriert. Kräftiger schwarzer Pfeffer gibt der Suppe die nötige wärmende Wirkung. Im Rezept wird noch schwarze Sesamsaat verwendet, ich hab die aber weggelassen. Im Gegensatz zu der Fastfoodorgie von gestern ist diese Suppe durchaus kalorienarm. (Ich habe noch einen Schuss Sahne dazugegeben, ich will ja nicht abnehmen.) Wer einen Teil der frischen Apfelwürfelchen und ein bisschen kleingehackten Sellerie zurückbehält und in die pürierte Suppe gibt, erlebt beim Suppe-Kauen eine wahre Geschmacksexplosion. Merkt man meine Begeisterung für diese Suppe eigentlich? Falls nicht – SIE IST SUPERLECKER!

Übrigens: Ich erzählte neulich meinem Mann, dass ich jetzt eine App auf dem Handy hätte, die mich stündlich ans Trinken erinnert. Man kann, wenn man noch eine Tasse Kaffee brav ein Glas Wasser getrunken hat, das Wasserglas-Symbol antippen und beobachten, wie sich der Balken dem Tagesziel nähert. Mir kommt da meine Listen-und-Abhak-Begeisterung zugute und ich trinke tatsächlich mehr, seit ich die App nutze. Und was fragt mich der liebende Gatte? „Oh. Eine App, die dich ans Trinken erinnert. Hast Du auch eine, die dich ans Atmen erinnert? Ein… aus… ein…“ Denke über Wasser und Brot nach die nächsten zwei Wochen. Also für ihn. Wir essen Suppe. PFH!

9 Antworten auf „Topfgeschichten – Suppenglück zum Blättern und Träumen“

  1. Suppen sind lecker. Und einfach. Also, ich finde Sellerie und Apfel klingt durchaus lecker. Das glaube ich dir sofort.

    Eine App, die ans Trinken erinnert, könnte ich auch gebrauchen. Atmen geht allerdings bisher noch ganz gut.

  2. Das klingt super, diese Suppe koche ich am Montag mal nach!

    Tatsächlich kenne ich die Kombination Apfel, Sellerie bereits, denn beides wandert häufiger mal in meinen Salat, mit Gurken und Karotten… Mit einem selbst gerührten Sahne-Weißweinessig-Dressing schmeckt das sehr frisch und lecker.

    Deswegen finde ich die Kombination auch nicht abwegig.
    Über den Zimtpommes denke ich immer noch betroffen nach.

    War da nicht mal eine Person, die nicht überwinden konnte, dass ich meinen Chicoree mit Zimt würzte? Und jetzt musst Du mich übertrumpfen mit Zimtpommes? Wenn das diese mir momentan nicht erinnerliche Person lesen würde! ZIMTPOMMES! UAAARGH!

    Liebe Grüße
    Manu

    1. Ich warte seit gestern auf dich!!! Ich WUSSTE, DASS DAS KOMMT! 🙂 Jaaaa ok, es schmeckt. In Kombination mit Tomate sogar sehr. Probier’s mal. Du hast ja eine Affinität zu Zimt.

      1. Naja, ich weißnoch nicht… 😀
        Tomate mit Zimt: JA
        Rotkohl mit Zimt: JA
        Chicoree mit Zimt: JA JA
        ABER KARTOFFELN?
        ich überlege noch, aber die Mandelmayo mache ich auf alle Fälle nach.

        Kennst Du eigentlich eine Suppe mit frischem Pfefferminz? Ich hatte einmal iranische Nachbarn, die haben mir das angeboten. Ich weiß noch genau, dass ich das zum ersten Mal richtig eklig fand. Das schmeckte halt wie Pfefferminztee mit Nudeln und Gemüse drin. Aber schon beim zweiten Mal hab ich aus Neugierde für die fremde Kultur nochmal probiert und mehr verlangt und heute, heute tät ich das doch gerne nochmal essen.

          1. Mensch die mathematischen Aufgaben werden hier aber auch immer anspruchsvoller für mich. Wer weiß, wie lange ich noch kommentieren kann. 😉

            Ich wollte schreiben, ja die Suppe war sehr dünn, aber kräuterig mit allerhand Gemüse, ein bisschen wie eine Quer-durch-den-Garten-Suppe. Karoffeln waren auch drin und ich glaube große weiße Bohnen. Ja. Hm.

          2. Es klingt auf alle Fälle lecker, wenngleich ich mit Minze im Essen nicht so kann. Aber das dachte ich von Zimt ja auch mal. 🙂

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