Knuspriges Goldstück zum Tee

Manchmal kommen zwei Zufälle zusammen und führen zu einem glücklichen Ende. Während ich neulich die erste Tasse von meinem neuen Schwarztee (von Kusmi, ja, ich bin dem Hype erlegen und ja, ich mag ihn wirklich) genoss, hätte ich Lust auf etwas Süßes dazu gehabt. Hätte, weil nichts im Haus war, was meine Gelüste erfüllt hätte.

Ich schlüfte also den Tee mit dem klangvollen Namen Anastasia, eine russische Mischung aus China- und Ceylon-Tees mit Bergamotte und Zitrone. Schon beim Öffnen der barocken Metalldose möchte man sich am liebsten einfach so in den Tee hineinlegen. Als ich die letzten Tropfen aus der Tasse sog, kam das Kind von der Oma zurück. In den Händen hatte sie winzige Muffin-Förmchen aus Omas Küche, mit denen sie „backen“ gespielt hat. Beim ersten Blick auf die kleinen Silikonformen war klar – das gibt Teegebäck. Genau die richtige Größe für eine Tasse Tee, weniger als ein großer Muffin (der mir zu sättigend wäre) und mehr als ein simpler Keks.

Für die Muffins habe ich 160 g Dinkelmehl, 160 g Zucker, ein Päckchen Vanillezucker und ein halbes Päckchen Backpulver gemischt. Dort hinein kommen drei Eier und 160 g weiche Butter. Mit dem Rührgerät zu einem glatten Teig verarbeiten. Dann habe ich 100 g gehackte dunkle Schokolade untergerührt, 100 g Ricotta dazu gegeben und nochmals das Rührgerät bemüht. Den Teig in Muffinförmchen füllen, wenn ihr keine Silikonförmchen habt, Blechförmchen gut buttern oder Papierförmchen einlegen. Im Ofen sind sie bei 200 Grad Ober-/Unterhitzte in etwa 12 Minuten fertig, je nach Größe der Form und Leistung des Ofens. (Wenn die Oberfläche braun wird, Stäbchenprobe machen.)

In der anderen Dose ist übrigens die Mischung „Prinz Wladimir“, eine russische Mischung schwarzer Tees aus China mit Zitrusfrüchten, Vanille und Gewürzen.

Übrigens: Für die Fotos habe ich versucht, Backpapier um die Muffins zu knoten. Ich habe es dazu über ein kleines Glas gestülpt – erfolglos. Dann habe ich mir eine Flasche Wein genommen – ging auch nicht besser. Als der Herzensmann heimkam, saß ich ein bisschen gefrustet inmitten von Backpapierschnipseln am Küchentisch, vor mir ein Schnapsglas und eine halbvolle Flasche Wein. Er hatte erhebliche Zweifel an meiner Version der Geschichte…

 

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