Drunter, drüber, von oben durch…

 

 …drüber, drunter, von hinten durch …

Kommt Euch das bekannt vor? Wenn ja, dann baumelt womöglich auch ein farbenfrohes Paracord-Armband an Eurem Handgelenk. Während letzten Sommer Loom-Bänder der absolute Hit waren (der an uns völlig vorbei ging), wird der Armschmuck zur Zeit aus Parachute-Cord (zu Deutsch: Fallschirmleine) geknüpft.

Grundätzlich lassen mich solche Trends ja eher kalt. Aber dann war ich irgendwie angetan von den sportlich anmutenden Klick-Schließen der Bänder und staunte nicht schlecht, als ich in der Bastelabteilung gestern ganze Bücher zum Knüpfen von Paracord-Schnickeldi fand. Blumenampelhängedinger übrigens werden trotzdem in naher Zukunft hier nicht von der Decke baumeln. Auch nicht, wenn sie neonorange mit grün sind.  Aber ein Armband ist es dann doch geworden und zwar eins, das ich in einem fertigen Set nebst Farbauswahl, Schließen und Anleitung kaufte. (Wer sich dafür interessiert: Sowas)

Ich habe mich für türkis entschieden, weil es gut zum Rest meiner Garderobe passt. Dann kam das kleine Fräulein und sagte: „Ich will das.“ Weil mein Handgelenk zwar schmal ist, das Armband aber vom Arm des Tochterkinds rutschte, setzte sich Mama wieder brav auf den Hintern. Drunter, drüber, von oben durch… Am Schluss habe ich die Paracord-Bänder blöderweise mit der Flamme des Feuerzeugs abgefackelt. (Lass das einen Erwachsenen machen, stand da. Hätte ich mal drauf gehört.) Wir konnten das Bändchen aber retten und seither trägt es die Mademoiselle mit Stolz.

Wir hätten jetzt noch im Angebot: Grün, grau und orange. Möchte jemand ein Armband? Ich wär grad so schön drin (drunterdrübervonobendurchdrüberdruntervonuntendurch). Das mit der Blumenampel ist nämlich echt keine Option.

Übrigens: Im US-Militär haben laut Wikipedia alle Einheiten Zugriff auf Fallschirmleine. Und Bedarf: Die Soldaten binden damit Schuhe, knoten Ersatzreifen am Jeep fest, sichern Tarnnetze, messen damit Entfernungen und Geschwindigkeiten, benutzen es als Lesezeichen, knüpfen daraus Kuscheltiere, flicken die Uniform und reparieren quasi ALLES damit. Sicher haben die auch Blumenampelhängedinger. Und ihr dachtet, das sei NUR SCHMUCK. Pfffff. Gut, dass ihr mich habt.

6 Antworten auf „Drunter, drüber, von oben durch…“

  1. Messer, Gabel, Schere, Licht…
    ..kennste, ja? 😉

    Sei froh, dass Dein Kind nichts von der Brandstiftung gemerkt hat, sie hätte bestimmt einen passenden Spruch auf Lager gehabt. Ich erinnere nur an Oma, die mit dem Löffel essen soll…

    1. Ja, meine größte Sorge ist es, von meinem Kind später mal gemaßregelt zu werden (UND IHR RECHTGEBEN ZU MÜSSEN!) 😀 Kleiner Klugscheißer… 😉

        1. Schön, wenn man weiß, was einen erwartet. Immer wenn ich über sie den Kopf schüttle, sagt mein Papa: Was hast Du erwartet? Die eigenen Kinder geraten selten nach fremden Leuten.

          1. Wo er Recht hat, hat er Recht! 🙂

            Denk‘ da lieber bloß nicht zu sehr darüber nach… 😉

          2. Ne, aber wie sagte mir meine beste Freundin am Telefon grad? Was erwartest du, die wird wie du! (Und ich bin ja ganz ok, find ich.) 🙂

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