Erkenntnisse …

… des heutigen Tages (nachdem ich gestern ANGEBLICH therapeutisches Frustbloggen betrieben habe 😉 ):

a … morgens um sechs Uhr aufzustehen ist zwar mĂŒhsam, aber es verlĂ€ngert den Vormittag um gefĂŒhlte fĂŒnf Stunden. Sogar das Kind war schon vor neun im Kindergarten, womit wir einen Rekord aufgestellt haben, den es jetzt zu brechen gilt. Naja, vielleicht nicht gleich morgen.

b … wenn ich morgens um sechs Uhr aufstehe, weiß mein Teint das noch nicht. Sprich, er bleibt irgendwo im Kissen liegen und schickt mich aschfahl und eher grĂŒnstichig vor den Spiegel. Heute hatte sich dazu noch irgendein Fussel in meinem linken Auge nĂ€chtlich niedergelassen, den ich vor dem Spiegel energisch herausrubbelte. Ich hatte also nicht nur keinen Teint, sondern auch noch ein feuerrotes Auge. Die besten Voraussetzungen, um sich im stillen KĂ€mmerlein der Hausarbeit zu widmen.

c … macht das Kind den ersten krakeligen Strich auf einem Fetzen Papier, möchte man das Kunstwerk einrahmen und ewig aufbewahren. Ist das Kind dann aber mal im Kindergarten, sieht man sich einer ungeahnten Flut an Kunstwerken ausgeliefert, deren Weg leider meistens direkt in die blaue Papiertonne fĂŒhrt. Ich wĂŒrdige das Gemalte in der Garderobe des Kindergartens natĂŒrlich ausgiebig, freue mich ĂŒber “das sind zwei MĂ€nnchen und das bist du und das ist eine Blume” aka “zwei rote Striche und ein blauer Querbalken mit aufgeklebtem Wollfaden” und daheim verschwindet es unauffĂ€llig. FĂŒr die schönsten StĂŒcke gibt es jetzt eine Mappe in ihrer Kommode, die allerallerschönsten finden ihren Weg in einen Bilderrahmen in meiner KĂŒche. Sollte sie spĂ€ter ein zweiter DalĂ­ werden, dessen frĂŒhkindliches Werk bei Sotheby’s Millionen einbrĂ€chte, hĂ€tte eine ignorante Mutter es nicht dem Altpapier zugefĂŒhrt, werde ich mir in den Arsch beißen. Aber darauf lass ich’s jetzt mal ankommen.

Übrigens: WĂ€re ich eine Topmodel-AnwĂ€rterin, hĂ€tte ich heute schlechte Karten gehabt: Als ich das Kind in der Kindergartengarderobe in Empfang nahm, kam es mir mit einem mitleidigen Blick entgegen und sprach: “Mama, heute hab ich leider kein Bild fĂŒr Dich.” Heut war nĂ€mlich Kasperletheater und “… ich war zum malen eeeecht zu faul.” Macht nichts, FrĂ€ulein DalĂ­, morgen wieder.

d … bin ich ein MĂŒsli-Esser. Schon immer. Gerne mit NĂŒssen, sehr gerne mit Schokolade, ein paar Beeren sind auch ok, Hauptsache keine Datteln und keine Rosinen. Bisher griff ich zu den TĂŒten mit der unsĂ€glichen Radioreklame (ihr wisst schon, der Karle … ARGH) oder zur Super-Premium-Double-Choc-Schnickschnack-Eigenmarke von Edek*. Aber dann sah ich neulich bei einer Freundin eine schicke Röhre von mymuesli im Regal. Der Preis hatte mich immer abgeschreckt, weil, is ja nur MĂŒsli, ne? Da ich aber sowieso ziemlich gĂŒnstig im Unterhalt bin, haha, (da ich ja hauptsĂ€chlich von GrĂŒnfutter lebe), fand ich “berry white choc” dann doch eine interessante Sache und gab fast acht Euro fĂŒr knapp sechshundert Gramm BiomĂŒsli aus. Äußerst diszipliniert stellte ich die adrette Röhre in die hinterste Ecke des MĂŒsliregals, denn was VorrĂ€te angeht, halte ich mich strikt an das first-in-first-out-Prinzip. Blöderweise leuchteten mich die gelben und pinken Buchstaben den ganzen Tag fröhlich gegen das Schmuddelwetter an und ich habe nachgegeben. Strikt und diszipliniert gibt’s morgen wieder. Und was soll ich sagen – leider echt lecker. In Augsburg (erwĂ€hnte ich schon, dass wir demnĂ€chst nach Augsburg fahren, ja? Ja?) gibt es einen Mymuesli-Laden. Steht schon auf der to-do-Liste. Roastbeef wĂ€re auch nicht gĂŒnstiger.

DafĂŒr habe ich heute eine Zeitung entdeckt, die sich bislang wohl erfolgreich vor mir versteckt hatte: Ich blĂ€tterte beim Essen in der neuen Deli und hĂ€tte mich am liebsten sofort wieder an den Herd gestellt. Mal sehen, was ich als erstes ausprobiere. Eintopf passt am besten zum Wetter, denn:

e … Petrus hat einen dĂ€mlichen Humor. Meine Vorstellung vom Wochenende war irgendwas mit Sonne und Tauwetter und … Sonne halt. WĂ€rmenden Sonnenstrahlen. Draußen vor der TĂŒr liegen zwei Zentimeter Neuschnee. Und das soll erstmal so bleiben. Finde den Fehler.

f … ist das Kind schon so groß, dass es ganz alleine weiß, wann es Zeit ist, sich hinzulegen. So nahm es sich heute, beteuernd, es sei ĂŒĂŒĂŒĂŒberhaupt nicht mĂŒde, eine Decke, legte sich aufs Sofa und – schlief. Hab ich schon erwĂ€hnt, wie sehr ich die Motte liebe?

6 Replies to “Erkenntnisse …”

  1. Das MĂŒsli liiiiiebe ich! Ich hab mir aber auch schon öfter mal selbst welche auf der Homepage gemixt.

    FrĂŒh aufstehen ist fies, aber ich bin jeden Tag froh, an dem ich das geschafft habe. Allein schon die Ruhe in der Bahn und im BĂŒro…

  2. Ha – gerade wollte ich erwĂ€hnen, daß es einen MyMĂŒsli-Laden hier gibt – aber Du hast ihn schon gefunden (ĂŒbrigens gar nicht weit von unserem Treffpunkt entfernt).
    Und – zumindest meine Erfahrung – die sind sehr sehr nett in dem Laden – und noch besser – man kann alles probieren – wahlweise in Joghurt oder in Milch – bevor man es kauft. (ich bin sicher, das ist noch immer so….) Damit hatte sie sogar mich “gekriegt” und ich hab den halben Laden leergekauft. (na ja – nicht ganz so schlimm – aber fast).
    Hier sind 15 cm pappiger Neuschnee – ich hoffe sehr, der taut noch anstĂ€ndig weg, bis ihr kommt! und es wird frĂŒhlingshafter!

    1. Pack das HeißluftgeblĂ€se aus! Ich will keinen Schneematsch! Aber selbst wenn – was gibt es fĂŒr einen besseren Grund, Kaffeepause zu machen, als rote Backen und klamme HĂ€nde? Wir nehmen was kommt.

  3. Ich puste schon doll! Aber “verheißungsvoll” fĂŒrs Wochenende sieht anders aus als das, was der Wetterbericht ankĂŒndigt. Pack die Gummistiefel ein!
    Aber unsere StadtbĂŒcherei ist sehr schön (mit einem gemĂŒtlichen Kinderbereich mit SitzsĂ€cken) – da könnt ihr auch vom Cafe aus reingehen. Sollte das Wetter sehr scheußlich sein – unser Planetarium (LaufnĂ€he) hat ein sehr schönes Kinderprogramm: Es kĂ€me “Peterchens Mondfahrt” und “Lars der kleine EisbĂ€r” (ab 4 bzw. 5 Jahre empfohlen) und “Rettet die Sternenfee Mira” (ab 4) an Eurem Wochenende…

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