Hey, Major Tom!

Manchmal entwickelt sich eine Idee von ganz allein. Als ich gestern auf der Suche nach einer hübschen Verpackung für ein Geldgeschenk über eine kleine Spardose in Raketenform stolperte, ahnte ich noch nicht, was daraus werden würde. Ich drehte sie abends auf dem Sofa in den Händen herum und hatte plötzlich Fantasien von Planeten-Cake-Pops, von einem Raketenkuchen und von Marsmännchen-Muffins. Während ich also mit glühenden Wangen überlegte, wann ich heute wohl was wie backen und verzieren könnte, lief ich durch den Flur, vorbei am großen Garderobenspiegel. Ein Blick zur Seite – da war es wieder: Das Haarproblem. Wir erinnern uns – Grauschleier und fliederfarbige Ansätze. Ich beschloss, eine Nacht über die haarige Sache zu schlafen. Und während ich heute Nacht von Zuckermasse und Marshmallows träumte, passierte auf meinem Kopf – leider gar nix. Heute morgen sah mein Schopf noch viel müder aus, als ich eigentlich war. Gräulich, fahl, langweilig. Ich überlegte also hin und her. Grauschleier beheben oder Backen?

Verzichten wollte ich auf nix von beidem. Also klärte ich erstmal mit der Frisörin ab, dass wir über Mittag dem Lila den Kampf ansagen würden und suchte dann nach einem Kompromiss im Backregal. Und wurde fündig.

Anstatt Muffins zu backen, habe ich Zitronen-Madeleines besorgt. Aus buntem Fondant habe ich Deckelchen zurecht geschnitten und kleine Marsmännchen und Raketen und Sternenhimmel daraus gezaubert. So ist wirklich ganz fix ein nettes Mitbringsel passend zur Rakete entstanden.

Und mein Kopf ist übrigens mittlerweile auch wieder blond-blond. Ich hab ganz viel gelernt über Naturfarben und Färbemittel (und nichts verstanden). „Null ist immer Natur. Wir könnten auch ein eins-Punkt-sechs nehmen oder ein punkt-drei, aber jetzt ist einfach zuviel asch drin. Mehr Gold sollte das Blond wieder frischer machen, auch wenn wir dann wieder Rotpigmente …“ Ich bin irgendwann im Entscheidungsfindungsprozess ausgestiegen und merkte abschließend an „Ich hätt’s halt gern wieder wie vorher.“

Hätte es nicht geklappt, hätt ich mir ja ein Fondant-Hütchen basteln können. Aber ich bin über die Lösung doch ganz glücklich.

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