20 spannende Fakten über mich …

… auf die die Welt gewartet hat.

. Ich habe eine kleine Badreiniger-Sammlung. Immer auf der Suche nach DEM Reiniger, der das Putzen quasi selbst übernimmt kaufe ich von Werbeversprechen geblendet violette, orange, weiße Sprühflaschen, probiere sie aus, bin desillusioniert und brauche sie sehr zögerlich auf, weil ich meistens doch zum bisher besten Produkt greife und die anderen ein trauriges Dasein in meinem Putzkabinett fristen. Falls jemand eine Marktanalyse benötigt: Was Reinigungsleistung und Duft angeht bin ich Fachfrau.

. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht Klavier übe. Was mir mit Instrumenten früher eine Pflicht war, ist beim Klavier heute für mich absolute Entspannung. Vermutlich hat mich da einfach das richtige Instrument gefunden.

. Seit ich ein Kind habe, kann ich keine blutigen Krimis mehr lesen. Noch schlimmer sind Filme, in denen es irgendwie um Kindesentführung oder Kindsmord geht. Kann ich einfach nicht mehr ertragen.

. Ich bin seit etwa zwei Jahren Vegetarier und vermisse absolut nichts mehr.

. Ich habe eine krumme Wirbelsäule. Sie ist gebogen wie ein Fragezeichen und in sich verdreht. Wäre sie gerade, wäre ich vermutlich fünf Zentimeter größer. Probleme hatte ich dadurch noch nie, einzig bei der Entbindung hatten die Ärzte Mühe, die PDA-Spritze irgendwie zwischen die Wirbel zu kriegen, weil die Zwischenräume völlig verknöchert sind.

. Als Kind hatte ich null Ehrgeiz. Ich hatte keine Lust, Fahrradfahren oder Schwimmen zu lernen, ganz egal, wie sehr mich meine Eltern dafür begeistern wollten. Auch in der Schule war ich ziemlich lang so mit „ganz ok“ zufrieden. Dass ich meine rein schulische Ausbildung als Jahrgangsbeste abschließen würde, weil darunter für mich nix in Frage kam, war wohl einer Persönlichkeitsentwicklung zu verdanken, der ich heute dankbar bin.

. Dass ich mal was mit Sprache machen wollte, war mir schon in der Grundschule klar. Ich freute mich, wenn wir einen Aufsatz schreiben sollten, denn das war für mich mehr Vergnügen als Pflicht. Es gibt sogar noch kopierte Exemplare meiner eigenen, vierseitigen Zeitung. Das mit dem Journalismus war einfach schon früh klar.

. Ich habe mehr Jacken im Auto als im Schrank. Ständig denke ich, mir könnte kalt, warm, mittelwarm sein und ich trage das passende Kleidungsstück Richtung Garage. Den Weg zurück findet das Sammelsurium meistens, wenn das Auto aus irgendeinem Grund in die Werkstatt muss und ich nicht möchte, dass die Schraubermenschen das Auto für einen fahrenden Kleiderschrank halten.

. Ich kann Krawatten binden, sogar den doppelten Windsor.

. Die schlimmste Arbeit für mich im Haushalt ist staubsaugen. Ich mag weder das gebückte durch die Räume schleichen noch das Geräusch. Blöderweise liebe ich gesaugte Teppiche.

. Ich hasse Hausschuhe und besitze keine. Ich trage im Winter maximal Socken, aber in Schuhen durchs Haus zu gehen ist für mich so, als würde ich eine Jacke und eine  Mütze tragen. Dinge, die man nur draußen benötigt. Ansonsten bin ich barfuß unterwegs. Womöglich verzeihen mir meine Füße deswegen auch meine Ausflüge auf 12 Zentimeter Hacken. Auch beim Kinderabholdienst im Kindi. Was andere Mütter oft genug mit verwunderten Blicken bedenken.

. Ich kann luzid träumen. Das heißt, ich bin mir beim Träumen bewusst, dass ich träume. Und wenn mir eine Situation nicht passt, dann drehe ich sie so um, bis alles wieder gut ist. Wenn ich mitten im Traum aufwache, kann ich auch wieder einschlafen und an die Geschichte anknüpfen.

. Ich mag von hartgekochten Eiern nur das Eiweiß, von Spiegeleiern nur das flüssige vom Gelb. Rühreier hingegen esse ich gerne.

. Der schlimmste Frauenname ist für mein Empfinden Ursula. Sorry an alle Ursulas da draußen, ihr könnt ja nix dafür. Aber die Aneinanderreihung von u-r-s-u ist für mich ganz gruselig.

. Als Kind glaubte ich felsenfest, dass Kaugummi den Magen zusammenkleben kann. Weswegen ich unter Tränen von einem Kindergeburtstag nach Hause gebracht werden musste.

. Ich hätte gerne eigene Hühner.

. Ich wüsste gerne, warum in der Waschmaschine ein Fenster ist, in der Spülmaschine aber nicht. Falls das jemand weiß – ich wüsste es wirklich gerne.

. Ich möchte nie mehr in einem anderen Bett schlafen, als im Wasserbett. Für normale Matratzen bin ich leider auf alle Zeiten versaut. Was das Übernachten in Hotels übrigens wirklich zu einer unbequemen Sache macht, jedenfalls die erste Nacht.

. Ich habe mal versucht, Schwedisch und Chinesisch zu lernen. Letzteres habe ich aufgegeben, weil „höre Sie nich die Unterschied zwischen schrr, schrr und schrr??“ und ersteres, weil es eher ein Kurs für Urlauber war. Aber sollte ich jemals in die Verlegenheit kommen, jemandem in Schweden mitteilen zu wollen, ich hätte keinen Wohnwagen, sondern ein Zelt – das kann ich noch.

. Ich kann ein bisschen Steno. Leider hilft einem das nichts. Das zu perfektionieren steht aber definitiv auf meiner Bucket List. Denn Lesen kann’s kaum noch jemand.

 

2 Antworten auf „20 spannende Fakten über mich …“

  1. Oh – das sind lustige Fakten – darf ich ein paar davon kommentieren?
    Reiniger – ich habe aufgegeben – ich habe welche und nutze doch so gut wie nur Essigreiniger. Trick 17: Kaffeemaschinenentkalker nach der Nutzung aufheben (oh – mit Kind supersicher aufheben!) und fürs Bad nehmen. Ist noch eine schöne aktive Säure und kriegt richtig hartnäckige Kalkflecken weg.

    Ehrgeiz: Ich kann mich nur in Sachen reinknien, die mich interessieren. Was in der Schule blöd war in Fächern wie Latein und Physik. Ist auch der Grund, warum ich nicht studiert habe. Ich habe schlicht seinerzeit kein Studienfach gefunden, das mir den Aufwand wert gewesen wäre und womit ich meinen Lebensunterhalt hätte verdienen können. Dabei gibts durchaus Sachen, in denen ich mich bis zum erbrechen auskenne. Wollte ich nur nie studieren. Hab ich einfach so angeeignet. Immerhin – ich bin damit auch zufrieden. Ich steh nie da und beklage verpaßte Ausbildungsgelegenheiten – weil ich eigentlich genau gemacht habe, was ich wollte.
    Zum Leidwesen meiner Eltern….

    Ich bin auch Barfuß-zu-Hause. Kaum komme ich zur Tür rein, fliegen die Schuhe in die Ecke (buchstäblich – manchmal siehts das aus…tstststs … schlampige Hausfrau)

    Ich wußte nicht, daß das luzid träumen heißt. Kann ich manchmal. Kommt vermutlich auf die entsprechende Traumphase an, in der das stattfindet. Ich hab auch schon „Fortsetzungs-geträumt“ in aufeinanderfolgenden Nächten. Vielleicht sollte ich doch die Stories aufschreiben?

    Wasserbett hatte ich lange. War super. Bin aber inzwischen wieder bei normaler Matratze….

    Schwedisch hat meine Mama gelernt (und findet, daß das eine sehr einfache Sprache ist – ich kanns nicht beurteilen). Chinesisch habe ich versucht (bevor ich nach China gefahren bin). Als ich beim Audiokurs feststellen durfte, daß die Sprecher die 4 Textblöcke in der Reihenfolge oben links, unten links, oben rechts, unten rechts vorgelesen haben, ich aber oben linkks, oben rechts, unten links, unten rechts mitgelesen habe, ohne es zu merken war klar: Das wird nichts.
    Danach habe ich mich auf Ni hao verbal beschränkt und kenne das Schriftzeichen für Damentoilette. Das hat für 2 Reisen gereicht. Obwohl ich in Peking alles auf eigene Faust unternommen habe und damals nichts in lateinischer Schrift bezeichnet war. Irgendwie bin ich überall angekommen 😉

    Steno – tja – also das war auch sowas, wo ich wenig Ehrgeiz entwickelt habe. Ich hatte da immer schlechte Noten – zu langsam….. Wäre praktisch. Obwohl…. vermißt hab ich es auch nie….

  2. Danke für diesen interessanten Einblick. Wenn du nix dagegen hast, werde ich das für meinen Blog klauen.
    Das mit den Schuhen könnte auch ich geschrieben haben. Ich hasse Schuhe im Haus, eigentlich sogar Socken. Meine Füße sind auch fast immer warm, aber meine Mutter beschimpft mich immer, wenn sie mich im Winter barfuß erwischt.

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