…hatte die letzten beiden Tage keine Lust zu arbeiten. Geschweige denn alles, was danach kommt. So hütete ich also unsere Couch und unser Bett zwei Tage lang und kann bestätigen, dass sich beide Möbelstücke auch unter Tage tadellos aufführen. Aber boah, war mir langweilig gestern…
Schönes Arbeiten…
…ist das, wenn man von seinem Chef einen fetten Blumenstrauß bekommt, weil man die 20-seitige Übersetzung “so schnell und so super” gemacht hat…
“Der Vermieter…” WER PARKT DA?!
Stellt Euch vor, Euch gehört ein großes Wohn- und Geschäftshaus. Davor habt ihr Parkplätze, die ihr vermietet.
Nun steht da ein Auto, das ihr nicht kennt. Zwei Monate lang. Wird im Winter nicht bewegt und eingeschneit. Ihr fragt die Menschen, die in diesem Haus arbeiten, von denen gehört keinem das Auto.
Wäre es nicht naheliegend, sich kurz eine Liste zu machen mit allen vermieteten Parkplätzen und deren Mietern, und so vielleicht rauszufinden, WER außerhalb der Hausgemeinschaft sonst noch alles Parkplätze gemietet hat und evtl. da mal nachzufragen?
Nun ja. Der Vermieter, mit dem ich gestern telefonierte, war völlig aufgebracht. Da parke seit MONATEN ein dunkles BMW-Coupé auf seinem Parkplatz. Er habe die Polizei eingeschaltet und die hätten ihm gesagt, er müsste den Abschlepper bezahlen. Auch die Hinterreifen dürfe er nicht so einfach abmontieren… Er habe gerichtlich gegen diesen Wildparker vorgehen wollen, bis die Polizei mittels Halterabfrage herausgefunden hatte, dass es sich um einen Kollegen von mir handelte. Dem er KEINEN Parkkplatz vermietet habe.
Ich konnte mir ein ungläubiges Grinsen nicht verkneifen und sagte: “Wenn man bei Ihnen also einen Parkplatz anmietet, dann darf man explizit nur sein eigenes Fahrzeug darauf abstellen? Und nicht etwa einem Kollegen gestatten, dort zu parken?”
Er war sichtlich verwirrt. “Nein, WESSEN Auto der Mieter da parken lässt, ist mir ja egal, aber wer soll denn der Mieter des Parkplatzes sein?!”
“Na… Herr XY, ein anderer Kollege…” Ich grinste immer noch. Der arme Mann am anderen Ende konnte das nicht glauben. “Sie wollen mir jetzt nicht sagen, Herr XY belege hier einen meiner Parkplätze ohne dafür zu bezahlen… das haben wir gleich… hier im Vertrag steht… ‘dazu gehört ein Stellplatz in der Ach-guck-einer-an-Straße 12… der für monatlich 25 Euro… gemietet…”
Ich mischte mich ein… “Sehen Sie? Mein einer Kollege bezahlt den Platz, der andere darf darauf parken. Ist doch nicht so schwer, oder?”
“Ja aber… da hätte ich mir ja viel Ärger ersparen können… aber der hätte doch Bescheid sagen können… ” Ich meinte “Nun ernsthaft, wer rechnet schon damit, dass er seinem Vermieter mitteilen muss, wie das Auto aussieht, dass er auf SEINEM BEZAHLTEN Parkplatz abstellt…”
Er war dann etwas zerknirscht. Und plötzlich wieder ganz in höflich-freudiger Plauderlaune.
Aber d
*nachLuftschnapp*
…nicht wundern, es gibt mich noch. Ich ertrinke grade in einer Übersetzung mit 27 Seiten. Bin auf Seite 6. Juristisches Blabla. Ganz fies.
Mein einziger Lichtblick ist ein Erdbeertörtchen, das ich später zum Kaffee verputze. Ich hoffe, ihr habt einen schönen Tag!
Er! kommt! NICHT!
Die interne Prüfung. Ihr wisst schon. Auf die ich seit Wochen hinhibbele. Alles ist vorbereitet und stapelt sich auf einem Schreibtisch, der nicht DRINGEND gebraucht wird. Sie sollte heute stattfinden. Gestern rief der Prüfer nochmal an. Im ersten Moment dachte ich, er wolle nur den Termin bestätigen. Dann aber meinte er…
“…muss ich leider für morgen absagen. Mir ist was dazwischen gekommen.”
Ich war fassungslos und meinte
“WAS?! Ich hab alles hier rumstehen. Vorbereitet!”
Er: “Es tut mir ja auch leid, dass ich so kurzfristig absagen muss. Ich melde mich wegen eines neuen Termins auf jeden Fall!”
Ich: “OK… “
Er: “Sie sind jetzt auch die erste in meiner beruflichen Laufbahn, die so enttäuscht ist, weil ich NICHT komme.”
Ich: “Ja… naja… was heißt enttäuscht… ich hätt Sie halt gern los…also… Sie wissen schon…”
Wir mussten beide lachen und mein Schock war wieder halbwegs verdaut.
Trotzdem h
Mal was anderes…
…mein Montag fing heute übrigens völlig unerwartet an: Während ich mir normalerweise beim Kaffee am Montagmorgen von meinem Mann erzählen lasse, wie der Tatort ausgegangen ist, bin ich diesmal wach geblieben! Ich habe das Ende gesehen! Und den Abspann! Und ich habe zwischendurch nicht gepennt! Und daher alle Schauspieler auseinanderhalten können und tatsächlich begriffen, um was es ging!
OK… ich höre mich an, wie eine Achtzigjährige… Nun ja. Vielleicht sind das die ersten Zeichen von weniger Schlafbedarf im Alter…
Wochenende – vorbei.
*maul*…
… so langsam nervt mich mein Zahnfleisch. Das steht da hinten als Zipfel in die Höhe und tut nichts außer weh. War grad in der Apotheke, um mir eine Mundspülung zu holen und hab noch was zum Draufpinseln bekommen. Doof ist das. Ich glaube, im Juli habe ich keine Lust auf eine Zahnreinigung…
Stimmt!
Chef: “Ich bin morgen nicht da.”
Ich: “OK.”
Chef: “Aber XY ist ja dann da.”
Ich: “Ja. Aber der ist mir ja keine große Hilfe.
Chef: “Ich ja auch nicht. Du machst hier ja alles alleine.”
Ich: “
ABC-Update, Teil 6…
A wie aufgewacht. Schon wieder. Nacht für Nacht. Einfach so. Ich werde wach, gucke auf die Uhr, es ist immer zwischen zwei und fünf, ich überprüfe kurz, ob mir was weh tut, nein, nix, Bett ist kuschlig, Mann schnurchelt neben mir, ich mach die Augen zu und schlafe weiter. Schön und gut. Aber weswegen wache ich dann auf?! Bis vor zwei Wochen habe ich ungefähr 30 Jahre lang durchgepennt. Und so hätte ich das auch gerne wieder.
B wie … Blumen. Herrjeh, ich habe einen schwarzen Daumen. Auf meinem Tisch stehen Primeln. Nicht mal die überleben. Beide Gefäße sind gefüllt mit traurigen Trockenpflanzen. Ich hab sie gegossen, ehrlich! Aber vielleicht zuviel? Zu wenig? Wer mir eine Pflanze schenkt, spricht ihr Todesurteil.
C wie … Claudi! Blogfreunde kennen sie. Sie hat sich gestern gemeldet! VON SICH AUS! EINFACH SO! Sie wollte fragen, ob alles ok sei und ob es mir gut geht. Freu mich immer noch!
D wie … daneben. Ehrensold für Wulff? Ich muss über den Begriff “Ehre” nochmal nachdenken.
E wie …Einladungen. Zum ausgedehnten Brunch. Ich mag mal wieder morgens gemütlich Geburtstag feiern. Und was gibt’s am Sonntag schöneres, als lang und ausgiebig mit Freunden zu frühstücken… *freu*
F wie … Frühjahrsputz. Der steht irgendwann im März an. Ich hab schon ein Helferlein rekrutiert fürs Fensterputzen.
Meine Mama ist die Beste.
G wie …Geburtstagsgeschenke. Früher hab ich mich immer auf die Geschenke gefreut und hab dem Tag entgegen gefiebert. Dieses Jahr habe ich zwei Geburtstagsgeschenke schon bekommen. Das geht ja eigentlich gar nicht. Und noch schlimmer – ich hab meinem Mann seines auch schon geschenkt, dabei hat er erst einen Tag nach mir Geburtstag. Nächstes Jahr wird wieder gewartet bis zu DEM Tag.
H wie … Hochachtung. Je mehr ich über meine Oma und ihr Leben erfahre, desto ehrfürchtiger werde ich. Sie hatte es so schwer, im Vergleich zu ihren Kindern oder gar Enkeln. Von zu Hause weggeschickt als Kind, als billige Arbeitskraft ausgenutzt… und doch hat sie nie gejammert. Seit sie weiß, dass ich ein bisschen Ahnenforschung betreibe, beschäftigt sie sich mit ihrer Jugend und ihrem Leben. Das bringt sie zum Nachdenken und manchmal auch an ihre Grenzen des sich-erinnern-wollens. Ich bin stolz auf sie und neugierig, noch mehr zu erfahren. Und ich kann Euch sagen, es war ein echt schräges Gefühl, als sie eine Mühle auf einem Bild im Internet wieder erkannt hat – das bedeutet, es war das Zuhause meines Ur-Urgroßvaters. Frau Venus auf Wurzelsuche.
I wie …in der Tat. In der Tat ist mein Auto gelb. Das hatte ich fast vergessen. Es war nämlich gewandet in eine unschöne Hülle aus Salz und Straßenstaub und sah eher aus wie ein Milchkaffee, der seit 2 Wochen in der Tasse steht. Unschön eben. In meinem Urlaub habe ich dann tatsächlich innen aufgeräumt und geputzt und es durch die Waschanlage geschickt. Und als es blitzsauber und strahlend gelb war, kackte mir ein dreister Vogel auf den Kofferraum. Danke auch, blödes Vieh.
J wie … Jacken. Fünf an der Zahl. Fand ich in meinem Auto, das immer wieder zum fahrenden Kleiderschrank mutiert. Und zwei Paar Schuhe. Und im Kofferraum zwei weitere Paar. Sagen wir so, mein Auto ist meine Kleiderschrank-Zweigstelle. Jedenfalls kann ich immer eine Jacke ausleihen, falls jemand in Größe 36 friert.
K wie … Kaffee-Krise. In die waren meine Kollegen gestürzt, weil ich mir erlaubt hatte, einfach in den Urlaub zu gehen. Und keiner hat Kaffee bestellen können. Und so ist er einfach so ausgegangen! Der Betrieb lag einen halben Tag still, es wurden Notfall-Meetings einberufen und letztlich ging einer in einen Laden und ERSTAND KAFFEEBOHNEN. Der Held der Firma.
L wie … lange. Lange 6 Wochen war mein Schwiegerpaps in Klinik und Reha. Jetzt ist er wieder daheim und stellt sich so langsam darauf ein, Ende des Jahres in Rente zu gehen. Er ist ganz gut genesen und muss sich noch schonen, aber soweit sind wir alle happy, ihn so fit wieder zu haben.
M wie … Miss Lizzie. Das ist ein Roman, den ich gerade lese. Stellenweise sehr amüsant, im Moment aber angenehml spannend. Und ein bisschen blutrünstig. “Miss Lizzie mit dem Beile hackt Mama in 40 Teile…” sag ich da nur…
N wie … neongrün. Ich hab neue Schuhe, die ich demnächst bei Dailydress und natürlich bei den Schuh-Besessenen mit Euch teile. SO GRÜÜÜÜN!
O wie … Ordner. Durch die wühle (quäle) ich mich seit gestern. Am Dienstag steht die interne Prüfung an. Bis dahin muss alles vorbereitet sein, aber ich habe ein gutes Gefühl, dass ich das alles rechtzeitig schaffe.
P wie … Planschen. Zweimal Schwimmbad in vier Tagen. Erholsamer kann ein Urlaub ja kaum sein. So langsam warte ich auf die Bildung von Schwimmhäuten.
Q wie … Qasselstrippe. Manche Leute wird man nicht mehr los. Hab neulich mit nem Leser meines Magazins telefoniert. IST JA GUT! Der hatte nen Redeflash und war gar nicht wieder zu bremsen. Immer, wenn ich mit einem “Ja dann… also… ” das Ende des Gesprächs einleiten wollte, fing er mit was Neuem an. Irgendwann meinte ich dann – oh, es hat geklingelt, ich muss jetzt aufhören. Mein Ohr war kurz vor dem Durchbrennen. Ehrlich.
R wie … Rücken, ich habe Rücken! Gestern Abend, ich saß nichts ahnend am Laptop, schoss mir plötzlich ein schmerzhafter Blitz in die linke Pobacke. Ich rutschte erst ein bisschen auf dem Stuhl hin und her, aber als ich dann noch niesen musste, tat es endgültig weh. Ich setzte mich aufrecht mit einem lauten “Aua” hin und stellte fest, dass Aufstehen gar nicht mehr so einfach war. Herr Schatzi stellte mich vor die Wahl, mit mir entweder in die Notaufnahme des örtlichen Krankenhauses zu fahren oder mich sofort in die heiße Wanne zu bringen. Ich entschied mich natürlich für zweiteres und verbrachte eine gute halbe Stunde im warmen Wasser. Danach war mein unterer Rücken tatsächlich wieder etwas beruhigt, wenngleich ich mir blöd vorkam, weil ich mir beim Ausziehen helfen lassen musste. Jetzt geht’s aber schon wieder besser. Ey, ich werde 32 und fühle ich wie 72. Dolle Wurst.
S wie … Sonne, die strahlte heute morgen hier vom Himmel und tut es noch. Unfassbar, was das ausmacht. Man fühlt sich, wie ein anderer Mensch, wenn die Sonne endlich wieder da ist und den Frühling ankündigt.
T wie …tanken. Macht ja grade überhaupt keinen Spaß. Da ich auf mein Auto angewiesen bin, bleibt mir nicht viel anderes übrig, als zu tanken, wenn der Tank leer ist. Aber ich bin mir sehr sicher noch NIE für 1,69 getankt zu haben. Ich hab mich heute morgen bemüht, nicht auf die Zapfsäule zu gucken. Ich wollte gar nicht sehen, wie die Preisanzeige hoch schießt. Ich würde mich glatt am Tankboykott beteiligen. Blöderweise fährt aber kein Zug hier her. Mir bleibt nix anderes übrig als den Preis zu zahlen
U wie …unbeweglich. Manchmal ist es zum Verzweifeln. Ich arbeite gerne mit Leuten zusammen, aber ich finde es extrem mühsam, wenn die so dermaßen unbeweglich sind. In meinem Fall geht es um mein Magazin und um strukturelle Veränderungen. Termine neu organisieren? “Geht nicht.” Redaktionsschluss anpassen? “Auf keinen Fall!” Seufz.
Aber ich geb noch nicht auf.
V wie … Vermieter. Immer wieder ein Abenteuer. Gibt’s denn keine Kurse bei der Volkshochschule für Vermieter? “Wie verhalte ich mich, wenn ich eine Wohnung vermiete?” Manche könnten’s dringend gebrauchen.
W wie … Winterdepression. Dieser Winter war ja echt nicht hart. Gut, der Februar war krachkalt, aber sonst… Und trotzdem hatte ich so langsam das Gefühl, ich werde ein bisschen usselig. Trübsinnig. Ohne Grund grantig. So kenn ich mich gar nicht. Zeit, dass die Sonne wieder öfter rauskommt.
XY wie …
Z wie … Zahnfleisch. Nach der Zahnreinigung tut es nicht mehr weh. Bis auf eine Stelle. Die hat sich – ganz hinten unten am Backenzah – ein bisschen gewölbt. Und steht da im Weg rum. Aber ich übe mich in Geduld. Das geht auch wieder weg. Und bis dahin – halt ich einfach mal ne Weile die Schnüss. Ne?
