…ärmer bin ich seit heut morgen. Autsch! Tolles Gefühl, wenn die Schmerzen nachlassen!
Was ein Terminkalender….
Gestern mittag, kurz vor Feierabend.
Chefin: “Was machen denn meine Weihnachtskarten?”
Ich: “Mach ich morgen früh.”
Chefin: “Gut, ich dachte, dass ich so kurz vor oder kurz nach dem Mittagessen anfange, sie zu verteilen.”
Ich: “
Ach Du brauchst die nicht erst auf der Feier morgen abend??”
Chefin: “Nee, ich schlepp doch nicht den ganzen Sch… mit!”
Ich:”… ok… dann fang ich gleich damit an…”
Das Ende vom Lied – ich wollte um halb fünf gehen und war letztendlich bis sieben im Büro.
Kam heim. Völlig platt und hungrig. Hab was gegessen.
Dann hab ich mich an die Layout-Präsentation gesetzt. Weil mir klar geworden ist, dass ich die für Samstag brauche und heute nichts machen kann, weil Weihnachtsfeier ist.
Und morgen früh klingelt der Wecker um sieben. Und am Sonntag nicht viel später, weil wir zum Brunchen in den Schwarzwald fahren. Dolle Wurst.
Fast wäre ich…
…über sie gestolpert!
Aber von Anfang an. Heute morgen, die kleine Venus hetzt mal wieder aus dem Haus nachdem sie unnötig lange ein bestimmtes Paar Socken gesucht hatte (seit ich aufgeräumt hab, find ich NIX mehr). Öffnet die Haustür und wundert sich. War das Babygeschrei? Brabbelt hier irgendwo ein Kleinkind? Ich wollte grade die Tür hinter mir zuziehen, als sich etwas auf meinen Fuß stellt und sich an mein Schienbein drückt. Um ein Haar hätte ich sie getreten oder wäre über sie gestolpert – über die dicke schwarz-weiße Katze zu meinen Füßen, die so begehrlich laut miaute und sich an meinem Stiefel rieb. Herrgott, hat die mich erschreckt!
PS: Als ich mit dem Auto wegfuhr, erspähte ich meine Schwiegermama, die irgendwas auf den Boden vor der Haustür legte, worüber sich der Vierbeiner gierig und mit erhobenem Schwanz hermachte. Ich ahne, warum die morgens vor der Tür hockt.
Scheiß Doppelmoral…
Die ganze Nation klebt vorm Bildschirm und guckt einem 23-Jährigen zu, der in einer Livesendung Pech hat und schwer stürzt.
Und fängt dann an, sich zu beschweren, die öffentlich Rechtlichen würden alles tun für die Quote. Und fordert, eine SOLCHE Sendung abzusetzen.
Und schalten dann um aufs Private und ziehen sich Sendungen rein, in denen Familien vorgeführt werden, die mit der Kindererziehung überfordert sind, die im Schuldenschlamassel stecken oder in denen sich vermeintlich hässliche Frauen durch etliche Operationen quälen, um nachher ein besseres Leben führen zu dürfen. Dank des wohltätigen Senders.
Ich find sowas zum Kotzen. Ich hoffe, der Wettkandidat kommt wieder auf die Füße und trägt keine Langzeitschäden davon.
Problem gelöst, Problem geschaffen.
Hmpf. Es hätte alles so schön sein können. In Gedanken war es das auch. Die kleine Venus steht morgens vor ihrem perfekt sortierten Kleiderschrank und hat sofort den Überblick über alles Tragbare. So kann sie sich in Nullkommanix ein Outfit zusammenpicken und sich sicher sein, dass alles, was da liegt, weder verknittert noch vergraben unter anderem Zeug ist.
Der Plan war gut. Aber er funktioniert nicht. Mein Schrank hat nämlich neuerdings ein Ego. Wenn ich die Schranktür öffne, leuchtet mir regenbogensortierte Ordnung entgegen. Und anstatt mich zu inspiereren, hält mich dieser aufgeräumte Zustand noch mehr davon ab, die Ordnung durch Entnahme eines Teils zu stören. Wo vorher noch das absolute Chaos Westen, Pullis und Shirts aller Couleur übereinander gestapelt hat, liegen jetzt zwei benachbarte Häufchen im akkuraten Farbverlauf nebeneinander. Herrgott, wie soll ich denn da auf ne Idee kommen? Die T-shirts liegen jetzt nicht mehr neben den Pullis, sondern inmitten anderer, ähnlich farbiger T-Shirts. Null Inspiration.
Heute morgen bin ich tatsächlich eine halbe Stunde vor dem Schrank gestanden und habe mir den Kopf zerbrochen, wie ich die heilige Sortierung durchbrechen kann, ohne a) erneut ein Chaos anzurichten und b) zu spät ins Büro zu kommen.
Ich weiß, das ist im Vergleich zur Hungersnot auf der Welt kein wirkliches Problem. Aber wenn man nackig vor dem Schrank steht, empfindet man das durchaus anders.
Kinners…
Mein Leben und ich: Szenen einer Ehe, Folge 3: Sinn und Unsinn von Mode
Heute morgen beim Frühstückstisch. Ich erkläre Herrn Schatzi, dass ich mich demnächst mal wieder hinter die Ordnung meines Kleiderschranks klemmen will. Wo doch gestern in einem Anflug von Kauflust noch 6 weitere Teile dazugekommen sind. *räusper*.
Und es kommt, was kommen muss. Ein langer Monolog langes Gespräch über Sinn und Unsinn von (zu)viel Klamotten, eine Debatte über die Stückzahl als Indikator von “viel” und “zuviel”, eine langwierige Definition des Wörtchens “brauchen”, die schließlich abschweift in “Ja aber DU hast dafür den großen Fernseher gekauft, den hätte ICH auch nicht geBRAUCHT”-Sphären.
Schließlich ein siegreiches Schmunzeln auf seiner Seite – was Klamotten angehe, müsse ich mich einfach geschlagen geben, ich hätte einen Modetick und schlichtweg ZUVIEL im Schrank.
Sprachs und stand auf. Und mir sticht ein schwarzer Schmierer auf seiner weißen Strickweste ins Auge. Ich deute drauf und sage “äh, DAS kannst du nicht mehr anziehen, das hast Du Dir irgendwo eingesaut.”
Herr Schatzi folgt irritiert meinem Zeigefinger und betrachtet den grauen offensichtlichen Fleck an seiner Weste, begleitet mit ein paar von Fäkalausdrücken gezierten Flüchen. “Was zieh ich denn jetzt an???” fragt er ratlos. Tja. Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen. “Eine größere AUSWAHL müsste man haben, gelle?”
Nicht, dass ich…
…daran glauben würde, aber es klingt gut!
Angeregt von Loni, hier mein Horoskop für 2011:
Das Jahr 2011 zeigt sich von seiner schönsten Seite. Dank Venus dürfte nun mancher Ihrer Wünsche konkrete Formen annehmen. Ab Juni hält Jupiter das eine oder andere Aha-Erlebnis für Sie bereit. Spannend!
Sie möchten frischen Wind in die Partnerschaft bringen und zu zweit etwas Neues ausprobieren. Ihre Begeisterungsfähigkeit wirkt dabei auf Ihren Schatz sehr ansteckend. Vor allem der März, August und die Zeit ab Mitte November gestaltet sich ungemein abwechslungsreich und kurzweilig. Mars lässt es nun zudem ordentlich knistern und weckt bei Singles die Eroberungslust. An romantischen Kuschelstunden fehlt es 2011 ebenfalls nicht. Venus sorgt für einen gefühlvollen April, Juli und Dezember. Da ist wirklich für jeden etwas dabei! Im zweiten Halbjahr ist es dann sehr wichtig, viel mit dem Partner zu reden. Sie könnten seine Gefühle jetzt nämlich leicht falsch einschätzen. Ein Gespräch verhindert lästige Missverständnisse. Haben Sie den Traumpartner noch nicht gefunden? Mit Jupiter steigen Ihre Flirtchancen ab Anfang Juni gewaltig.
In Ihnen scheinen Talente zu schlummern, von denen Sie selbst bisher gar nichts geahnt hatten. Ab Mitte März können Sie diese unter dem vielseitigen Uranus nach und nach entfalten. Nehmen Sie sich die nötige Zeit, um ein wenig zu experimentieren und Neues auszuprobieren. Das macht sich beruflich bezahlt und lässt Sie völlig neue, sehr vielversprechende Möglichkeiten entdecken. Ab Juni können Sie dann Ihre zahlreichen guten Ideen konkret in die Tat umsetzen. Glücksplanet Jupiter hilft Ihnen dabei nach Kräften. Der macht Sie zudem in wichtigen Gesprächen unschlagbar und lässt Sie neues Wissen leicht aufnehmen. Was Ihre Finanzen angeht, wäre es sinnvoll, sich ein kleines Geldpolster anzulegen. So sind Sie für alle Eventualitäten gerüstet und kommen nie in Verlegenheit, egal was passiert.
Uranus verlässt im März Ihr Zeichen. Jetzt können Sie innerlich zur Ruhe kommen. Ihre Nervosität, unter der Sie das letzte Jahr immer mal wieder zu leiden hatten, lässt nach. Eine Wohltat! Stehen anstrengende Arbeiten an? Mars rät, diese im März, Juni oder von Mitte September bis zum 10. November zu erledigen. Da haben Sie eine Extraportion Energie zur Verfügung und auch Ihr Immunsystem ist top. Generell gilt dieses Jahr: Halten Sie sich so oft wie möglich draußen auf. In der freien Natur können Sie sich erden, neue Kraft tanken und die Hektik des Alltags einfach hinter sich lassen.
“In Ihnen scheinen Talente zu schlummern, von denen Sie selbst bisher gar nichts geahnt hatten.”
Was mag das denn jetzt noch sein?!
“Ihre Begeisterungsfähigkeit wirkt dabei auf Ihren Schatz sehr ansteckend.”
WOHOOO!
“Nehmen Sie sich die nötige Zeit, um ein wenig zu experimentieren und Neues auszuprobieren.”
Werd ich machen. Und Euch natürlich berichten.
2011, ich
Mein Kleiderschrank…
…ist ein Nirvana.
Dinge verschwinden ganz plötzlich und tauchen Monate, ja gar Jahre später wieder auf.
Ich habe ausgesprochen viele Klamotten. Und mir fehlt ein Ordnungsgen. Ich schaffe es nicht, sie alle so zu ordnen, dass ich nicht jeden Morgen eine halbe Ewigkeit nach etwas suchen muss. Dass mir die Stapel nicht immer umkippen, weil irgendwas Glitschiges dazwischen liegt.
Wie ordnet man einen Kleiderschrank überhaupt vernünftig? Nach Farben? Nach Sommer und Winter? Nach Art und Beschaffenheit der Kleidung? Oder gleich nach kompletten outfits? Das wäre morgens praktisch, weil ich dann immer nur ein Häufchen schnappen müsste und gut.
Hm. Das ist ne totale Tussifrage, ich weiß, man möge mir verzeihen. Trotzdem. Anregungen?
Irgendwie geht’s immer.
Das war die Erkenntnis, die ich gestern Abend mal wieder hatte.
Manchmal scheint die Arbeit vor mir so ein unendlich großer, steiler, unbezwingbarer Berg zu sein.
Dabei merke ich immer wieder – der eigentliche Berg ist die Angst davor, überhaupt anzufangen. Die Baustelle aufzureißen. Weil das so viel Arbeit mitbringt. Aber wenn der Überblick mal da ist, der erste Schritt getan ist… schmilzt der Berg ratzfatz zusammen.
Gestern Abend hab ich mit ein bisschen Nachdenken das logistische welche-Seiten-verschieb-ich-wie-und-welche-lass-ich-ganz-weg-Dilemma gelöst.
Das Editorial angefangen. Mir Ideen dafür notiert. Jetzt sind nur noch anderthalb Seiteh offen, für die ich auf einen Artikel auf Freitag warte. Wenn der nicht kommt, hab ich genug bereits fertig layoutetes Material, um sie zu füllen.
Also – sehr entspannt. Abgabge ist am 7. Dezember. Ich bin sowas von gut in der Zeit. Aus dem Berg ist mal wieder Flachland geworden. Bis zum nächsten Heft.
Ne andere Erkenntnis – inspiriert durch den Beitrag von Sternenkratzer: Ich bin schadenfreudig. Gestern habe ich stolze anderthalb Stunden für eine Strecke gebraucht, die ich sonst in 45 Minuten fahre. Die Straße war teils extrem eisig, voller Schneematsch. Es schneite und war dunkel und die ganze Kolonne vor mir schlich mehr oder weniger zu Recht über die Landstraße.
Allein das silberne Audi-Coupé hinter mir konnte nicht warten. Überholte mich. Überholte den Lastwagen vor mir. Schlingerte dabei jedesmal mächtig durch den Schneematsch auf die linke Spur und wieder zurück.
Natürlich habe ich lautstark im Auto rumgeflucht. So ein Arsch, wie kann man so bescheuert fahren, das ist ja lebensmüde…
Zwei Minuten später. Der Gegenverkehr blendet laufend auf. Lichthupe. Ich überlege mir, ob man bei dem Wetter wohl irgendwo einen Blitzer aufgestellt hat, aber keine zehn Sekunden später, weiß ich worauf man uns aufmerksam machen wollte.
In der Leitplanke hängt, von vorn bis hinten verschrammt und mit unschön gefalteter Motorhaube, ein silbernes Audi-Coupé. Der Fahrer steht daneben mit Handy am Ohr und Kippe im Mund. Und guckt höchst verdrießlich.
Und ich… kann nicht anders, als zu grinsen – böse, ich weiß. SELBST SCHULD. You get what you give.
