Im Prinzip darf Inspiration ja kommen, woher sie mag. Woher sie für meine Idee kam, erzähle ich euch am Schluss.
Jetzt aber zur Idee. Ich habe mir überlegt, meiner Tochter eine Art Zeitkapsel zu basteln. An ihrem ersten Geburtstag soll sie verschlossen werden und sie darf sie an ihrem 18. Geburtstag öffnen. Dass wir Fotos und einen Brief hineinlegen, weiß ich schon. Was könnte aber noch in so ein Geschenk für die Zukunft hinein? Habt ihr Ideen? Und welches Behältnis könnte man nehmen?
Die Idee kam mir in den Sinn, als ich vorgestern eine Folge Spongebob geguckt habe, in der es um Zeitkapseln ging. Aus Versehen, versteht sich. Eine gute Idee rechtfertigt alles. Alles.
Mein Leben und ich: Topfgeschichten: Suppenduft in Köln…
…Asienaroma auf der Alb. Ich gebe zu, das Essen hatte kein Gesicht. Macht aber nix, lecker war’s trotzdem.
Ich hatte eine Rezeptvorlage, aber ich bin da äußerst ignorant, sprich, die Zutaten, die ich für austauschbar oder überflüssig halte, werden ausgetauscht oder weggelassen.
Hier also meine Version des Gemüse-Currys
Man nehme:
3 Karotten
2 Zucchini
einen halben Blumenkohlkopf
1 Dose gestückelte Tomaten (400g)
1 Dose Kokosmilch, cremig (200g)
Salz, Pfeffer, thailändische Würzpaste, Chillipulver,
1 Knoblauchzehe
Sonnenblumenöl
Los geht’s:
Gemüse schälen, schnibbeln, in Röschen teilen. Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen, Knoblauch darin anbraten, Gemüse dazugeben und eine Weile anrösten. Tomaten und Kokosmilch angießen, kräftig würzen. (Randnotiz: An meinem Essen fehlte das yeeeha. Also bin ich auf die Idee mit dem Chillipulver gekommen. Danach war so viel yeeeha im Essen, dass ich zwei Taschentücher neben dem Teller liegen hatte…) Alles nach Gusto abschmecken und so lange köcheln lassen, bis das Gemüse angenehm bissfest ist. Oder weich, wie ihr mögt. Dazu passt Basmatireis.
ABC, schon wieder…
…weil es mehr Splitter als große Geschichten gibt. Zur Zeit, jedenfalls.
A… wie App. Und zwar eine TV-Programm-Erinnermich-App. Man kann tatsächlich mittels einer App das Fernsehprogramm auswählen und sich erinnern lassen, was man gucken wollte. Das ist toll für vertrottelte Müttergehirne wie meins und vermutlich längst ein alter Hut. Ich hab’s gestern entdeckt. Doof nur, wenn man drei Sachen zur selben Sendezeit anmarkert aber nichts davon aufnehmen, sondern alles stereo gucken will. Die Fernsehabende sind so echt anstrengend.
B… wie Buttermilch-Eis. Hannah konnte es nicht fassen. Es war schweinekalt. Man musste schon tapfer sein, das kleine, milchverwöhnte Zünglein auszustrecken. Aber dann! ZUCKER! SPEISEEIS! SÜSS! Ich fürchte, ich habe die Büchse der Pandorra geöffnet.
C… wie Cabrio. Da der Frühling dieses Jahr auf den Mittwoch letzter Woche fiel, durfte ich mir mein eigenes Auto am babyfreien Tag (siehe O) bei meiner Mama ausleihen. Dach auf, Musik an, Ellbogen raus. Und ich bin gecruist. Hundert Jahre nicht gemacht, schmerzlich vermisst. Der Rückwärts-Tausch ist mir echt schwer gefallen, aber was sein muss…
D… wie draußen. Wie hab ich das vermisst. Luft um die Nase, Gras unter den Füßen. Draußen sein im T-Shirt. Einfach so. Der Sommer kann jetzt wegen mir anfangen. Ich bin total bereit.
E… wie Essen oder Experiment oder Essensexperiment. Eine geschriebene Unterhaltung über Essen und Ernährungsweisen (derjenige wird sich schon angesprochen fühlen…
)neulich hat mich inspiriert, mal wieder über meinen sprichwörtlichen Tellerrand rauszulinsen. (RausLINSEN, was’n Wortspiel…!) Nachdem ich am Samstag Ratatouille mit Reis gekocht habe, gab’s Restratatataouille mit Kartoffelpuffern am Sonntag. Heute gab’s Restpuffer mit Gemüse. Morgen gibt’s keinen Rest, sondern Gemüsecurry. Worauf will ich hinaus? Bis Samstag gibt’s zumindest mittags was Vegetarisches. Weil ich mich durch diese Einschränkung, die nicht ganz so strikt ist wie vegan mal wieder zwinge, gründlich nachzudenken, was ich kochen könnte und so mal was Neues probiere. Wenn’s ein Gesicht hat, mach ich auch ein Bild und blogge drüber. Sonst vielleicht auch. Siehe auch L und H.
F… wie Flensburger Punkte. Wie jetzt? Doch nicht? Herr Venus und ich diskutierten neulich über die Sache mit dem Punktabbau. Ist es jetzt gerecht, dass man mit einem “Benimmkurs” Punkte abbauen kann und dass diese Kurse über 600 Euro kosten? Ich finde es ja ungerecht, dass sich jemand mit Geld freikaufen kann. Herr Venus findet es gerecht, je höher der Preis, desto größer die Hemmung zu rasen. Ich bin unentschlossen. Wie findet ihr das? (Das mit den Kursen, mit meiner Unentschlossenheit muss ich selbst leben.)
G… wie Geld. Ok, über Geld zu reden ist normalerweise nicht meins. Aber ich bin zur Zeit so sparsam! Das letzte, was ich mir gekauft habe (was man nicht essen kann), ist ein Spiegel. Nicht der für den Pudercheck, sondern den zum Lesen. Und ansonsten – zwei Paar Schuhe im ganzen Jahr. Und es ist schon JUNI! Möchte mich mal bitte einer loben?
H… wie Hirse. Ein ganzes Beutelchen voll. Was macht man mit Hirse? Hirsebrei fällt schon mal raus (Brei ess ich nur in Form von Kartoffelbrei). Also, da draußen wird’s doch wohl Hobbyköche geben, die ne Hirse-Idee für mich haben. Gerald, alter Lateiner Veganer?
I… wie international. Meinen alten Arbeitgeber gibt’s nicht mehr, wohl aber meine Ex-Kollegen. Einer davon schrieb mich gestern an. Hektisch. Auf Englisch. Ob ich noch wüsste, wie seine Hausärztin hieß. Klar weiß ich das. Ich wusste sogar die Nummer noch auswendig. Wann werde ich wohl aufhören, Mädchen für alles zu sein…
J… wie Jolante. Neulich im Supermarkt. Eine Frau mit kleinem Mädchen war vor mir an der Kasse. Die Kleine kramte begeistert in den Süßigkeiten rum, die Mama sagte in Dauerschleife “Jolante, lass das bitte.” Ich dachte mir: “JOLANTE. Oh das arme Kind.” Die Oma hinter mir SAGTE (wenngleich sehr leise): “Jolante. Ist das zu fassen.” Ich hätte um ein Haar losgekichert. Es ist beim Grinsen geblieben.
K… wie Korb. Korb voller Wäsche. Und nicht nur das. Als ich das oberste Wäschestück anhob, sah ich eine mittelgroße Spinne wegflitzen. Gut, Spinnen jagen mir normalerweise keine Angst ein. Wenn sie irgendwo sitzen, wo ich sie im Blick habe. Aber in meiner Wäsche?! Ich fand sie in meinem Schlafanzugärmel. Und schüttelte sie (wahnsinnig intelligent) ins Waschbecken. Und weil die Spinne kurz meinen Mitleidsmoment nutzte, der mich davon abhielt, das Wasser anzustellen, wohnt sie jetzt immer noch im Bad. Ich weiß nur nicht mehr wo. Toll.
L… wie Linsen. Rote. Heute gekauft, intuitiv, weil vegetarische Woche ist. Wenn mir jetzt noch bitte einer ein Rezept mit roten Linsen verrät, das lecker ist und in so etwa 40 Minuten kochbar ist, dann wäre ich im Glück. Echt.
M… wie Milch. Seit geraumer Zeit hat Herr Venus Probleme mit dem Magen. Weder die Hausärztin noch die Magenspiegelung haben etwas daran ändern können. Allein Magenschoner helfen. Jetzt ist er auf die Idee gekommen, dass Milch, oder besser gesagt, Lactose Schuld sein könnte an der nervösen Körpermitte. Wir versuchen jetzt mal eine lactoselose Milch. Hoffentlich hilft’s.
N… wie Nächte. Sie sind – Durchwachsen. Die Kleine geht um halb acht ins Bett und steht manchmal um halb acht wieder auf. Dazwischen purzelt höchstens mal der Schnuller aus dem Mündchen, aber ansonsten – ssshhh. Letzte Nacht war anders. Wir sind um zwei zur Ruhe gekommen. Keine Ahnung, was das Kind nicht schlafen ließ. Ich war’s nicht…
O… wie Omatag. Anfangs war ich skeptisch. Meine Mama befleißigte sich schon während meiner Schwangerschaft immer wieder zu betonen, dass sie das Kind bitte gerne einen ganzen Tag pro Woche beaufsichtigen wolle. Da kam es mir noch unglaublich vor, dass ich Mama werde, als sie schon babysitten wollte. Jetzt muss ich aber sagen, seit wir diesen Omatag haben, bin ich ganz dankbar dafür. Die Kleine genießt die ungeteilte Aufmerksamkeit und ich die Freiheit.
P… wie Parkplatz für Behinderte. Ich halte den konsequent frei. Ich finde einfach, es gehört sich nicht, den als völlig Gesunder zuzuparken. Das geht einfach nicht. Umso mehr ärgere ich mich, wenn ich sehe, wie andere ihren SUV auf den Behindertenparkplatz klemmen, weil sie zu faul sind, zwei Meter weiter zu den frischen Brötchen zu laufen. Und meistens parken sie auch noch so, dass durchaus eine Behinderung anzunehmen ist. Nur keine körperliche. *gnurf*
Q… wie Quark, wenn einem nix einfallen will…
R… wie Rock. Den haben Stockholmer Lokfahrer aus Protest angezogen, weil sie nicht in kurzen Hosen Dienst tun dürfen. Da frag ich mich: Wieso ist es in Stockholm so warm, dass man kurze Hosen braucht, und hier nicht? Ich würde mich auch am berockten Briefträger nicht stören. Hmpf.
S… wie Spiegel, der. Liegt hier neben mir. Wenn ich nur Zeit zum Lesen hätte. Irgendwas is immer. Und sei’s nur ein heißer Kaffee. Aber morgen, morgen steh ich ganz bestimmt um halb sieben auf und lese.
T… wie TV-Programm. Also ne. Wieso kommen die interessanten Dinge nach 22 Uhr? Und wieso toben sich zur besten Sendezeit Teeniemütter, Tauschmütter und Messiemütter aus? Ich weigere mich zu glauben, dass das die Masse sehen will. Jeder lästert über diese Formate und natürlich guckt’s keiner. Wer schwindelt hier, Hand hoch!
U… wie usselig. Was ein schönes Wort für einen Wortjunkie wie mich! Usselig. Das Wetter, die Laune. Es ist in meinen Sprachgebrauch übergegangen, widerstandslos. Dabei schätze ich, dass es eher aus dem Westfälischen oder Norddeutschen kommt. Wir haben doch Nordlichter unter uns: Usselig? Kommt das von Euch da oben? Wenn ja – merci! (Das kommt aus Frankreich, hab ich auch geklaut. Aber psst.)
V… wie Vögel, die. Auf Arte liefen Hitchcocks Vögel. Ich hatte den Film noch nie gesehen und war neugierig. Lustig: Die Trickfilm-Vögel, die durchs Bild flatterten und die Tatsache, dass keiner ein Schrotgewehr eingesetzt hatte, um den fliegenden Mördern Herr zu werden. Aber das Ende des Films… mal ehrlich. Hatte Hitchcock da irgendwie Stress mit der Schauspieler-Gewerkschaft? Sind ihm seine Protagonisten abhanden gekommen? Die Hauptdarstellerin wird von den Vögeln schwer verletzt und die Familie, bei der sie untergekommen ist, bringt sie zum Arzt. Aus. Sind die Vögel weggeblieben? Was hat die Angriffe überhaupt provoziert? Hä? Vielleicht kann mir das einer erklären.
W… wie Wasser. Ich trinke zu wenig davon. Ich trinke generell zu wenig. Während der Schwangerschaft hatte ich das diszipliniert im Griff. Heute gucke ich nur noch, dass die Kleine ausreichend trinkt. Ich vergess das einfach wieder. Hmpf.
XYZ: D
Sonntach…
…im Hause Venus. Er war beschaulich. Seit Hannah ist Ausschlafen ja bis acht. Wir haben gestern nicht ausgeschlafen
aber gemütlich gefrühstückt und mittaggegessen. Und nachmittags der Landesgartenschau umme Ecke einen zweiten Besuch abgestattet. Mit Patenonkel und Sonne im Schlepptau. Meistens wenigstens. Also Sonne. Hannah hat das erste Mal an Eis geschleckt. Nach anfänglichem Entsetzen über die ungewohnte Temperatur fand sie’s super. Der Nachbartisch auch.
Ich hab Euch ein paar Impressionen mitgebracht, guckt mal:
Die grünen Jungs hätt’ ich am liebsten gemopst… vernünftige Männer an meiner Seite haben mich aber gebremst.
Das war megawackelig. Aber lustig.
Da hat sich eine Nackte einfach hingelegt und ist… schwuppdiwupp vom Gras eingesponnen worden. Oder so.
Ich hab auch ne Murmel murmeln lassen. Ich Murmeltier.
Und wi
Jetzt foodblogge ich doch…
Die machen mich fertig…
Kein Stäubchen. Staub! Um Himmels Willen! Niemals! Stattdessen blankpolierte Fenster hinter blühenden Orchideen. Selbstgenähte Kissenbezüge mit Handkantenschlag. Selbstgeknüpfte Troddeln am Gardinenband. Ein makelloser, beiger, hochfloriger, frischgesaugter Teppich. Im Regal: Ein paar Bildbände – Verzeihung – coffee table books. Über zeitgenössische Kunst, Mode, sowas eben. Damit es nach Arbeit aussieht – ein weiteres Regal. Schwarzlackiert. Aber Staub is ja eh nicht. Darin gleichfarbige Ordner mit liebevoll handbeschrifteten Rückenschildern, die jeden Kalligraphen neidvoll erblassen ließen. Auf dem Schreibtisch – ein Tintenfass. Eine Messingschale mit Utensilien drin. Als Kontrast dazu – Schreibtisch-Gadgets, wie ein Frosch als Klebebandabroller und derlei buntes Plastikzeug. Und ein großer Blumenstrauß, dessen Pfingstrose ein dekoratives Blütenblatt abgeworfen hat, das jetzt dekorativ auf dem Schreibtisch liegt.
Lifestyle-Blogs machen mich fertig!
Echt jetzt! Wer wohnt denn so? Diese Arbeitszimmer sehen doch nicht aus, als würde man DARIN arbeiten, sondern DARAN! Leben diese Leute in ihrer eigenen Homestory? Gibt’s bei denen keine Post-it’s, die alt und wellig sind und nicht mehr richtig kleben, auf denen aber lebenswichtige Passwörter vermerkt sind (die man nirgends sonst gespeichert hat…)? Auch die übrige Wohnung – gibt’s da keine Dreckwäsche? Steht da nie eine ungespülte Tasse in der Spüle, weil die Spülmaschine noch voll und die Lust, sie auszuräumen, schon ganz leer ist? Haben die ne Putzkolonne, die jeden morgen Katzenhaare von der Couch pflückt und die Kuscheldecke so hindrapiert, dass sie irgendwie benutzt-unbenutzt ausschaut?
In unserer Wohnung wird gelebt. Jeden Tag. Auf meiner Fensterbank verwelken Blumen, weil ich zwei schwarze Daumen habe. Unser Fernseher ist ein Staubmagnet. Meine Spülmaschine wird geleert und gefüllt und immer passt das letzte Stück nicht mehr rein und steht irgendwo rum. Ich wasche mindestens dreimal pro Woche Wäsche, aber in der Zeit dazwischen lagert sie undekorativ im Waschkorb. Ich habe Zahnpastaspritzer auf meinem Spiegel und neuerdings auch sehr kleine Fingerabdrücke. Wenn ich koche, sieht man das. Ich räume nach dem Essen auf und schaffe es nicht, davor Bilder von meinem Essen zu machen, die aussehen, als hätte Johann Lafer den Teller geradewegs aus seiner Showküche auf meinen Esstisch gezaubert.
Aber gut, jeder wie er’s mag. Ich gucke staunend die perfekten Wohnstätten von anderen Bloggern an, bewundere die selbstgenähten Kindersachen und die wie zufällig hingewürfelten Nippes-Kollektionen auf dem Kaminsims. Aber eines find ich dann echt anstrengend. Wenn der entsprechende Blogbesitzer sein Katalog-Wohnzimmer kommentiert mit:
“Entschuldigt bitte die Unordnung, ich wollte nur schnell meinen neuen, 1000-teiligen Sofa-Patchwork-Überwurf für Euch fotografieren. Ging ganz schnell, war an zwei Abenden ruckzuck genäht, während ich Rhabarbergelée eingekocht und ein neues Mango-Chutney entwickelt habe, über meinen IPod ein paar Hebräisch-Vokabeln gelernt und meine Fußnägel pedikürt habe.”
Drohnen fliegen nicht…
Wann hat er wieviel gewusst?
Offenbar weiß Verteidigungsminister de Maizière das auch nicht mehr so richtig, wenn es um die Probleme mit den Drohnen geht. Und irgendwie ist das alles auch echt ärgerlich. Eine halbe Milliarde Euro – weg. Drohnen – weg. Weil es nämlich dafür keine luftfahrttechnische Zulassung gibt.
Schon blöd, da bestellt man was und stellt ernüchtert fest, dass man es nicht benutzen darf. Dass es überhaupt Probleme gibt, hat er na-tür-lich nicht gewusst. Ein Minister erfährt in seinem Ministerium ja grundsätzlich immer alles als Letzter. Wahrscheinlich muss er jeden Morgen die Aushänge am schwarzen Brett neben der Kantine studieren. Zwischen “Zwei-Zimmer-Wohnung in Mitte gesucht, bitte mit EBK” und “Labrador-Welpen günstig abzugeben, bei Interesse wuff@wau.de“ hing sicher ein Post-it mit “Bitte um Beachtung: Tränen lügen nicht Drohnen fliegen nicht, Thomas, bitte Rückruf auf 213″
Vielleicht hatte er Urlaub und hat den Zettel deswegen nicht gesehen? Auf jedenfall hat ihn diese Pleite kalt und überraschend erwischt. “Ich bin verärgert”, mault er verschnupft. Weil keiner mit ihm über Probleme reden will. Och mensch.
Nicht genug, dass die Opposition jetzt hämisch kichert und mit dem Finger auf ihn zeigt. Auch die Presselandschaft hebt tadelnd den Zeigefinger, wie der Spiegel:
Selbst wenn es, wie de Maizière schreibt, keine formale Vorlage an ihn gab: Der Minister muss schon aus dem Pressespiegel, der ihm jeden Morgen vorgelegt wird, spätestens seit Anfang 2013 von den Problemen beim Euro Hawk gewusst haben.
Ja ebe
Vom schwarzen Brett…
…des Bundestags:
“Liebe Mitglieder des Bundestags,
da unsere gestrige Aktion “Hammelsprung” so gut angekommen ist, hat sich das Aktionsbündnis Fitte Pause dazu entschlossen, weitere gemeinsame Unternehmungen auf die Beine zu stellen. So laden die Organisatoren am Montag ein zum Ententanz, Treffpunkt 12:30 Uhr im Foyer.
Am Dienstag dürfen wir sie zum Gänsemarsch rund um den Bundestag begrüßen, wir starten wieder um 12:30 Uhr, wer möchte, kann Nordic Walking-Stöcke mitbringen.
Am Donnerstag findet mit dem Maulwurf die vorerst letzte Aktion der Reihe Fitte Pause statt. Für weitere Anregungen sind wir Ihnen dankbar.
Die Verwaltung, Abteilung Spiel und Spaß”
Ich werde beobachtet!
Lange hatte ich nur ein diffuses Gefühl. Eine düstere Ahnung. Ich spürte die Augen, die in jedem Zimmer auf mir ruhten und jeden meiner Schritte verfolgten. Jetzt war ich ihnen mit der Kamera auf der Spur und – tatsächlich! Sie beobachten mich!
Der hier beispielsweise. Der hat ein ganzes Netzwerk aufgebaut. In jedem Zimmer finde ich diesen kleinen Kerl mit dem ulkigen Schneidezahn.
Oder der hier: Der geht sogar mit mir aus dem Haus!
In unserem Bad passieren offenbar unfassbare Dinge. Wieso sonst, sollte der hier so die Augen aufreißen?
Dieses kleine Monster hier guckt aus der Wand in der Gästetoilette. Immerhin hat es zwei Zähne.
Warum der hier so genervt mit den Augen rollt? Keine Ahnung. In meiner Küche gibt’s eigentlich nix zu meckern. Dachte ich immer…
Der hier versteckt sich, wo’s heiß her geht.
Und jetzt kommt der Oberhammer: Der hier ist jedesmal da, wenn ich DUSCHE!
Was es DA zu grinsen gibt, möcht ich mal gerne wissen!!!
So. Un
Schöne feministische Weltin…
Die Uni Leipzig hat beschlossen, dass künftig alle Männer weiblich sind. Wenigstens sieht das ihre Verfassung so vor. Dort wird nämlich das generische Maskulinum abgeschafft und durch das generische Femininum ersetzt. Aus Professor wird Professorin, aus Dozent Dozentin. Das sei dringend notwendig, finden Feministinnen, weil man jahrelang nur in einer Fußnote erwähnt worden sei. Immerhin ist die Fußnote ja weiblich. Zeit für Gleich(!)berechtigung, Zeit, die Männer in die Fußnote zu verbannen.
OK. Ich musste das erstmal sacken lassen. Es gibt also immer noch Frauen, die sich nicht ausreichend angesprochen fühlen, wenn da “die Professoren” steht? Es gibt Studentinnen, deretwegen man die verkorkste Formulierung “Studierende” eingeführt hat, damit sie wissen, dass sie auch gemeint sind? Vielleicht sollten wir Frauen generell an unserer Selbstwahrnehmung arbeiten. Wären wir emanzipiert und gleichberechtigt, würden wir da nicht einfach drüber stehen? Was kommt als nächstes? Ändern wir Artikel von Dingen, damit die irgendwie weiblicher sind? Heißt es dann der Hose und die Rock? Und die Kleid? Muss ich meinen Mann in den Küche schicken, nur weil der Hausarbeit ja schließlich aufgeteilt werden muss? Meine Mann soll ruhig mal den Wäsche aufhängen und den Spülmaschine ausräumen, während ich den Auto zum Werkstatt bringe?
Da brechen sich Unis den (…ZENSIERT…) ab, um jeder Studentin klar zu machen, dass sie auch mitspielen darf. Auf dem Papier, Mädels. Gut, wir haben Unis, deren Forschungsarbeit von der Wirtschaft finanziert werden muss, wir haben schlechte Hörsäle und zu wenig Platz, aber hey, wir haben ein generisches Femininum! Und jetzt springt die Uni Berlin auch noch auf den Zug auf! Wenn sich das generell durchsetzt, sehen die Zeitungsartikel bald schräg aus.
“Die gesamte Mannschaft und Frauschaft des Vereins der Bienenzüchterinnen und Bienenzüchter in Musterhausen lud am Wochenende alle an der Bienenhaltung Interessierten, alle Imkerinnen und Imker und Imker und Imkerinnen (damit jeder mal vorne steht), sowie weibliche und männliche Neugierige ganz herzlich zum Sommerfest ein.
Das Programm wurde umrahmt von der Bläser- und Bläserinnenkapelle Hinterdorf und vom Männergesangsverein Harmonie (der laut Satzung auch weibliche Mitglieder aufnimmt). Am Nachmittag konnten sich die Gästinnen und Gäste ein Stück Kuchen schmecken lassen, den die Imkerinnen und Imker in gleichberechtigter Arbeitsaufteilung (damit keiner denkt, backen wäre nur was für Frauen) in Kooperation für die Besucherinnen und Besucher gebacken haben. Die Wettergöttin war den an der Bienenhaltung interessierten Frauen und Männern wohlgesonnen und die/der Sonne lachte bis in die späten Abendstunden vom Himmel.”
Wir ha
