Alles in bester Ordnung STOP gebadet, Messe besucht, Freunde besucht, türkisch essen gewesen STOP heute Auto innen gesaugt und geputzt, mich für Schwärze des einstmals weissen Lappens geschämt STOP gleich Mittagessen und anschließend Oma besuchen und dann Shoppen STOP melde mich bald wieder OVER AND OUT!
Ab morgen…
…hat Frau Venus Urlaub bis einschließlich nächsten Dienstag. Es könnte also etwas ruhiger werden hier. Ihr werdet mich schon nicht vermissen.
Und wenn doch – Mittwoch bin ich wieder da.
MOST WANTED…
Name: Frühling
Zuletzt gesehen: 1. Halbjahr 2011
Besondere Merkmale: Temperaturen über 10 Grad, grün, kommt oft mit dem Geruch frischen Grases und blühender Forsythien daher
Er soll sich derzeit irgendwo in Südeuropa aufhalten und nach Norden fortbewegen.
Mögli
Die Frau…
Macht Avocado high?!
Ich bin grad ein bisschen… hyper…
Hin- und hergerissen
… bin ich mit Joachim Gauck. Ich war überrascht, dass es so schnell ging. Ich war überrascht, dass die FDP umgekippt ist.
Vermutlich hat sie sich gedacht, wenn alle den Gauck als Kandidaten der Herzen sehen, dann finden wir den auch gut, damit man UNS wieder gut findet. Wir geben uns jetzt mal ganz volksnah und zeigen unserer Koalitionspartnerin die Zähne. Sie wird zähneknirschend zustimmen müssen, eine FDP, die Morgenluft wittert tut auch der CDU gut.
Gauck also. Wieso ist der eigentlich Kandidat der Herzen? Er hat kein Parteibuch auf dem Nachtkästchen liegen, das ist ein Pluspunkt. Man nennt ihn “Bürgerrechtler”, was sich prinzipiell auch gut anhört. Er ist in der DDR aufgewachsen und hat am eigenen Leib erfahren, wieviel Freiheit wert ist. Er erinnert bei jeder Gelegenheit an die “Montagsdemos” und ist stolz darauf, dass ein Volk damals friedlich protestiert und ein Regime zur Umkehr gezwungen hat.
Mich verwundert, wie ein und derselbe Mensch heute vor der “Protestkultur” warnt. Er bezeichnet die Occupy-Bewegung und andere Bürgerproteste als albern und glaubt, sie würde bald “verebben”. Vermutlich stört mich das Attribut “albern” deswegen so, weil es von oben herab klingt, unnötig, sich weiter damit zu befassen, ein Hirngespinst. Kleine Bürger halt, die von nichts Ahnung haben.
Für gar nicht albern, sondern “mutig” befindet Gauck vielmehr ausgerechnet Thilo Sarrazin. Ihr erinnert euch, der Mann, der blöderweise nicht sich selbst abschaffte, sondern Dinge sagte wie: “Stellen Sie sich vor, dies sei ein Gestüt mit Lipizzanerpferden oder sonst irgendetwas, und irgendwie will es der Zufall, dass dort in jeder Generation einmal ein belgischer Ackergaul eingekreuzt wird. Völlig klar, die genetisch bedingte Fähigkeit zum Laufen sinkt, gleichzeitig steigt die genetisch bedingte Fähigkeit, eine Karre durch den Lehm zu ziehen. Aber das ist dann eine andere Eigenschaft. Und genauso ist es auch beim Menschen.”
Gauck
Kurzer Rückblick
Am Freitagabend war’s mal wieder soweit – die Schockstarre nahm gänzlich Besitz von mir. Kein Muskel wollte sich mehr rühren, außer den Vitalfunktionen funktioniere nichts mehr. Mein Vorhaben, die ganze Wohnung zu putzen und zu feudeln löste sich in wohlgefällige Drögheit auf. Weil ich nicht Fernsehen kann, wenn ich mich in der Horizontalen befinde, bzw., ich kann schon, aber dann dauert es genau fünf Minuten und Frau Venus befindet sich im Tiefschlaf, setzte ich mich dazu auf einen ungeheuer harten bequemen Holzstuhl. So ist wenigstens gewährleistet, dass ich dem Film folgen kann. Um Euch ein besseres Bild zu vermitteln: Ich kniete quer auf dem Stuhl, so dass sich die Lehne zu meiner Linken befand. Den Oberkörper hatte ich dabei auf den Oberschenkeln abgelegt und irgendwann wurde mein Nacken ein bisschen steif vom nach vorne gucken, also ließ ich meinen Kopf nach unten zwischen die Knie sinken… und war tatsächlich kurz davor, einzuschlafen.
Gibt’s doch nicht. Herr Schatzi lachte sich krumm als ich mich hinterher über gewisse Schmerzen in den Knien und über eingeschlafene Beine beschwerte. Pfh.
Ich verkrümelte mich also relativ früh ins Bett und schlief dort gemütlich weiter bis Samstagmorgen um viertel vor zehn. Und – oh Wunder – mein Gatte war auch noch da, als ich schlaftrunken die Äuglein öffnete. Das kommt so ungefähr einmal in zehn Jahren vor, dass er samstags ausschläft (überhaupt so lange schlafen kann), deshalb halte ich es für erwähnenswert. Und dann rächte sich die Schockstarre vom Freitag – mich ereilte der Putzfimmel. Kennt ihr das, wenn einen plötzlich die Fliege an der Wand stört? Ich feudelte und kehrte, saugte und wischte und räumte Ecken auf, die ich sonst beim wöchentlichen Putz gerne mal übersehe. Es ging sogar soweit, dass ich Gardinen abnahm und jene einer Grundreinigung in der Maschine zuführte… Mittags allerdings zollte der Aktionismus Tribut und ich schlief beim Wäschezusammenlegen auf dem Bett ein.
Gestern schließlich haben wir einen Freund besucht und mit ihm gebruncht, nachmittags meinen Schwiegervater in der Reha besucht und abends habe ich mich einem neuen Puzzle hingegeben, das jetzt schon zu einem Drittel fertig auf dem Esstisch liegt.
Und wissterwas? Ich hab nur drei Tage zu arbeiten diese Woche! Ab Donnerstag hab ich frei bis einschließlich Dienstag nächster Woche.
Wie war denn Euer Wochenende? Habt auf jeden Fall nen guten Start in die Woche!
Wulff – Nachschlag…
…und noch viel mehr nervt mich das Geschwätz mancher Leute, die schon KTs Weggang bedauert hatten mit der Begründung “Ach, jeder hat doch in der Schule mal abgeschrieben.” Dieselben kleinen Lichter sagen jetzt – “Ja aber jeder hat doch schon mal einen Gefallen angenommen.”
Mag sein.
ABER JEDER IST NICHT BUNDESPRÄSIDENT.
Wulff ist weg
Endlich. Er hat sich selbst ins Aus befördert und natürlich gibt er jetzt einzig und allein den Medien die Schuld. Blödes Internetzeitalter. Da spricht sich auch alles so schnell rum. Nichts kann man geheim halten. Das musste auch KT schon feststellen. Man kann nicht einfach wo anrufen und mal Dampf ablassen, nein, das kriegt ja sofort jeder mit. Der mächtigste Mann im Staat auf der einen Seite des Telefonhörers und am anderen Ende… Christian Wulff.
So ein Bundespräsident hat’s aber auch schwer. Er muss in ein zugiges Schloss ziehen. Er muss dauernd Bauwerke einweihen und Gesetze unterschreiben. Ein bisschen Urlaub wird einem da doch vergönnt sein, erst Recht, wenn jemand diese Strapazen anerkennt und die Reisekosten spendiert. Er hat’s ja in Wahrheit (besser die Wahrheit!) selbst bezahlt. Hinterher. In bar ohne Beleg.
Sicher haben die bösen Medien auch seine Rücktrittsrede beschnitten:
“Ich habe Fehler gemacht, aber ich war immer aufrichtig…” (…immer sofort nachdem man mir meine Fehltritte nachgewiesen hat…)
oder
“Die Berichterstattungen, die wir in den vergangenen zwei Monaten erlebt haben, haben meine Frau und mich verletzt.” (… weil keinen was angeht, wessen Veranstaltungen ich mit Steuergeldern anschiebe und wer mir dafür meinen Urlaub zahlt…)
Irgendwie erinnert er mich in seiner beleidigten Art an seinen Vorgänger Köhler… der hatte auch gesagt, Kritik an ihm entbehre jeder Rechtfertigung.
Was lernen
Hoffentlich….
…hat das jetzt auch geklappt. Wie manche von Euch wissen, mühe ich mich hier mit der Lohnbuchhaltung ab. Nicht freiwillig, aber ich tu’s. Und lerne jedes Mal dazu. Heute zum Beispiel, nachdem ich hochkonzentriert Zahlen eingefügt und Daten angelegt hatte und nach getaner Arbeit und abschließender Kontrolle auf “Daten senden” klickte, forderte das Programm mich auf, einen PIN einzugeben. Ich hob die linke Augenbraue und machte mich auf eine Tür weiter, wo die professionellste aller Buchhalterinnen sitzt, um sie nach der geheimen Nummer zu fragen. Die lächelte, nannte sie mir auswendig und meinte – “… die brauchen Sie doch JEDESmal…”
Ich guckte verdutzt. “Äh… nein? Mich fragt das jetzt zum ersten Mal nach einer Nummer…”
Sie: “
Das kann nicht sein.”
Ich: “
Ich muss das doch wissen. Noch nie musste ich einen PIN eingeben.”
Sie: ”
Ja aber… ich muss den PIN jedesmal eingeben…”
Ich: “Ja, bei Ihnen dauert es ja auch immer zwei Tage länger, bis sie die Daten zurückbekommen…
“
Ich gab also leicht irritiert den allseits bekannten geheimen PIN ein und siehe da – das Programm weigerte sich und erklärte mir sogar, es habe mich jetzt gesperrt. Es liege gar ein Sperrkonflikt vor. Weil ich mit dem Gerät keinen Konflikt ausfechten wollte, holte ich die alleswissende Buchhalterin zu mir, die mir schulterzuckend erklärte, dass sie dafür DIESEN Fall noch nie hatte.
Das Ende vom Lied war – ich klickte mich so lange durch Protokolle und Dokumentationen, bis ich schwarz auf weiß hatte, dass die Verarbeitung im Rechenzentrum nun abgeschlossen sei.
Jetzt heißt es also beten und hoffen. Denn nächste Woche hat die Firma erstmal zwei Tage komplett zu. Und an meine Daten komm ich frühestens am Mittwoch. Möge der heilige Lohnabrechnungssperrkonflikts-Verwalter sie freigeben und sich gnädig zeigen.
