Bemerkenswerte Zitate…

…der jüngsten Weltgeschichte…

“Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.” Walter Ulbricht, 15. Juni 1961, auf die Frage, ob Bauarbeiter mobilisiert würden, um die Mauer aufzubauen.

“Ich tue das, weil ich ein absolut reines Gewissen habe.” Christoph Daum, 9. Oktober 2000, auf die Frage nach der Haarprobe, als er unter dem Verdacht stand, Kokainkonsument zu sein.

“Wenn ich die Absicht gehabt hätte zu täuschen, dann hätte ich mich niemals so plump und dumm angestellt, wie es an einigen Stellen dieser Arbeit der Fall ist.” Karl Theodor zu Guttenberg weist Plagiatsvorwürfe entschieden zurück (anfänglich).

“Ich weiß und finde es richtig, dass die Presse- und Informationsfreiheit ein hohes Gut ist in unserer freiheitlichen Gesellschaft. Das bedeutet gerade für Amtsträger, jederzeit die Wahrnehmung ihrer Aufgaben vor der Öffentlichkeit zu erläutern und gerade auch im Grenzbereich zwischen Dienstlichem und Privatem, zwischen Amt und privat die erforderliche Transparenz herzustellen.” Christian Wulff, Dezember 2011, vor Bekanntwerden seiner Anrufe bei diversen Verlagshäusern.

“Besse

Mehr Farbe…

…braucht das Büro! Unsere Wände sind weiß. Das heißt, sie waren ursprünglich mal weiß, aber da, wo sich täglich Hände abstützen und wo Bürostühle entlang schubbern, zeigen sich so langsam hässliche graue Spuren.
Aus unserer Kreativabteilung (woher auch sonst) kam jetzt die Idee, den Räumen einen neuen Anstrich zu verpassen. Unser Chef war zunächst skeptisch und sprach von Aufwand und einer Malerfirma, von denen man ein Angebot einholen müsste… die Jungs guckten kariert. Nein nein, nicht die Malerfirma solle streichen, man müsste ihnen nur Farbe und Pinsel geben, sie würden das Büro selbst aufmotzen. DAS nenn ich mal Engagement.
Auf meine Frage “Muss es denn zwingend weiß sein”, kreischte mein Chef aus seinem Büro “FRAU VENUS, DIESES BÜRO WIRD NICHT PINK!”
Mist. Ich bin so durchschaubar. HMPF!

Erholt…

…meldet sich Frau Venus wieder zurück auf dem Posten. Unfassbar, was vier Urlaubstage ausmachen. Es kommt mir vor, als hätte ich vor vier Wochen einen langen Segeltörn begonnen und wäre grade eben erst perfekt erholt zurück gekommen. Dabei waren es nur ein paar wenige Tage. Memo an mich – ab und zu ist GARNICHTSTUN der Schlüssel zum Glück! Gute Vorsätze? Nö. Klappt eh nie. Ich versuch, nichts falscher zu machen als bisher. Das muss reichen. Und ihr?

Gutes neues Jahr…

…euch allen! Lecker essen gewesen, tolles Feuerwerk gesehen, gefeiert und gelacht bis halb sieben… Und schon wieder auf und fit. Ich mag das neue Jahr! Lasst es euch gut gehen!

Nachricht aus dem…

…Schlafanzugland! Kinners. Hier ist alles ganz prima! Ich habe sämtliche Motoren abgeschaltet und dümple im seichten warmen Wasser gemütlich vor mich hin. Räume ein bisschen rum, habe immer mal wieder Besuch da (dann zieh ich mich tatsächlich an…), lese viel und ordne mich. Die wenigen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr laden meine Akkus perfekt auf. Ich erhole mich so gut wie selten und auch Herr Schatzi findet mal Zeit für mich und wir genießen das Nichtstun.
Ich wünsch Euch allen einen guten Rutsch und freu mich auf ein neues Blogjahr!

ABC-Update, Weihnachts-Special

A wie Advent. Eigentlich sind die vier Wochen vor Weihnachten für mich immer zur Einstimmung gut gewesen. Der Adventskranz stand schon mindestens eine Woche vor dem ersten Adventssonntag auf dem Tisch und ich konnte es gar nicht erwarten, nacheinander die Lichter anzuzünden. Irgendwas ist dieses Jahr anders. Ich fühle mich immer noch nicht so recht weihnachtlich. Dabei sind es nur noch zwei Tage. Kommt ja vielleicht noch.

B wie Backen. Ich hätte so gerne nochmal gebacken vor Weihnachten, aber irgendwie lief mir die Zeit davon. Ich esse jetzt begeistert alle Plätzchen, die man mir schenkt. Und lobe sie über den grünen Klee, will mir meine Plätzchen-Quellen für nächstes Jahr ja gleich motivieren.

C wie Chef. Was der in einem Weihnachts-Special verloren hat? Eigentlich nichts. Aber er hat die letzten Tage dazu beigetragen, dass ich ordentlich ins Schwitzen kam. Missverständnisse bei der Bestellung von Weihnachtsgeschenken, Kauf dieser auf eigene Faust, nach zweimaligem Zählen der Empfängerliste Diskrepanz zwischen gekauften Geschenken und Namen entdeckt, zweiter Gang in die Stadt, zweiter Gang zur Post… Nun ja. Alles auf dem Weg jetzt.

D wie Danke. Hab ich ganz oft gehört nachdem ich 17 handgeschriebene Kärtchen verschickt habe. Ist mir jedes Jahr wieder eine Freude!

E wie Essen. Ich hab mir viel vorgenommen. Allein an Heiligabend stehen drei Termine auf dem Plan, bei denen gegessen wird. Eins der Highlights wird natürlich die “TassKaff” am Morgen mit der weltallerbesten Freundin.

F wie Feiertage. Nur einer. Arbeitgeberfreundlich. Aber was soll’s, einer ist besser als keiner.

G wie Geschenke. Weihnachten wird unterm Baum entschieden. Ich reg mich immer noch über die Werbung auf. Das ist so dermaßen am Gedanken von Weihnachten vorbei, dass ich schon aus Prinzip nichts in dem Laden kaufe.

H wie Hektik. Unfassbar. Man sollte die Tage vor Heiligabend GAR NICHTS mehr einkaufen. Auch keine Lebensmittel. Wir haben dieses Jahr doch nur einen einzigen Feiertag, den Montag. Offenbar haben die Leute Angst, sie könnten diesen einen Tag nicht auskommen ohne immense Vorräte. Wer zur Zeit in Supermärkte geht, steht an langen Kassenschlangen. Jedes Jahr der gleiche Irrsinn.

I wie Igitt. Kein Schnee. Nur Regen und Matsch. Wäre schon schön, wenn Weihnachten weiß wäre…

J wie Jahr. Rum. Schon wieder. Bitte, wer auch immer die Zeit zum Rasen bringt – es wäre jetzt mal wieder gut für ne Weile. Wo ist die Bremse, verdammt? Silvester ist schon nächste Woche. War doch erst!

K wie Kugeln. Ich habe letztes Jahr noch einen ganzen Schwung neuer Weihnachtskugeln gekauft. PINK UND TÜRKIS. Bin gespannt, wann Herr Venus endlich mit der Tanne ums Eck kommt. Jetzt, wo ich so viele dolle Kugeln hab, will ich auch nen Baum dazu.

L wie Lametta. Ich erinnere mich noch gut, dass wir früher die langen Goldfäden am Baum hatten. Und wenn der Baum abgeschmückt wurde, kamen die Goldfäden zurück in eine Schachtel. Sie waren schon ein bisschen knittrig, aber glitzerten immer noch schön. Sparsame Schwaben eben.

M wie Mama, die weltallerbeste. Gespräch gestern Abend: “Raclette, oh ja, wir kommen gerne. Soll ich Dir die Sachen beim Metzger bestellen? Ja? Ok. Und weil ich eh in der Gegend bin am Samstag, hol ich sie Dir auch ab!” Ich habe also Gäste, die das Essen bringen. Entspannter geht’s ja kaum.

N wie Neujahr. Jedes Jahr der Tag, den man irgendwie streichen kann. Man steht mitten am Tag auf, hat keinen Antrieb, draußen ist es schmuddelig und man weiß, dass man am Tag drauf wieder arbeiten darf. Trotzdem, vielleicht ist dieses Neujahr ja mal anders.

O wie Organisation. Jedes Jahr kommt für viele Weihnachten völlig überraschend. Wie ein Unwetter. Ich schmunzle die Tage über Kollegen, die hektisch Amazon bemühen und jede Mittagspause in die überfüllte Stadt laufen, um sich inspirieren zu lassen. Ich erwähne dabei gerne, dass ICH seit drei Wochen meine Geschenke beieinander habe. Und verpackt.

P wie Päckchen. 13 Stück schleppte ich zur Post. Und dann noch ein großes, 14. Und die armen Postler rackerten sich hinterm Schalter wirklich ab und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Ich habe großen Respekt vor deren Arbeit.

Q wie Quadrat, sich freuen im. Auf meine beste Freundin und auf ein paar Tage gemütlich Zuhause. Ich bekomme netten Besuch am 28. und davor und danach wird man mich ausschließlich im Schlafanzug finden.

R wie Raclette. Ich denke in etlichen bundesdeutschen Haushalten wird es auch dieses Jahr wieder Raclette geben. Ist einfach ein traditionelles, gemütliches Essen mit Freunden und Familie. Ich freu mich schon auf meins. Am 1. Weihnachtsfeiertag.

S wie Schnee, siehe auch I. Leider ist keiner zu sehen im Moment. Die Feiertage werden mild. Man kann nicht alles haben.

T wie Tee. Gestern trudelte ein nettes Päckchen ein, prallvoll mit allerlei Tee. Winterzauber, Kaminfeuer, Schneegestöber, Früchte, Roiboos, Schwarz. Dazu ausgewählte Schokolädchen und Kandis. Lecker! Ich freu mich!

U wie Untertauchen. Siehe auch Q. Ich mach’s mir SO gemütlich, dass ich vor Gemütlichkeit triefe! Die ganze Woche lang! Jawoll!

V wie Verpackung. Ich habe mich in diesem Jahr für ein lustiges Papier mit Eulen entschieden. Geschenke verpacken macht mindestens so viel Spaß, wie Geschenke aussuchen.

W wie Wünsche. Jedes Jahr werde ich gefragt, was ich mir wünsche. Und meistens fällt mir nix ein. Deswegen wird Weihnachten nicht unterm Baum entschieden, sondern im Herzen. Einem glücklichen Menschen muss man nix schenken, um sein Glück zu mehren.

XY – sind doofe Buchstaben.

Z wie Zwang. Die andere Seite von Weihnachten – keiner entgeht diesem Konsum-Glückseligkeits-Harmonie-Gedüdel. Ich versuche mich von der Stimmung anstecken zu lassen. Ich mag mal drei Tage nicht hinterfragend und zweifelnd sein. Einfach genießen, dass es uns so gut geht.

Ihr Li

Eine Weihnachtsgeschichte…

…die fast unglaublich ist.
Einer meiner Kollegen ist aktiv in einem Video-Spieler-Forum. Die Forengemeinschaft hat beschlossen, sich dieses Jahr zu bewichteln. Eine Frau aus dem Forum hat die Organisation in die Hand genommen und die Namen gemischt. Als Obergrenze für die Geschenke wurden 50 US-Dollar festgelegt (was ganz ordentlich ist, finde ich).

Schnitt.

Gestern trudelte ein Fax von UPS in der Firma ein. Besagter Mitarbeiter möge bitte eine Zollnummer angeben, da eine Sendung für ihn aus den USA am Frankfurter Flughafen eintreffe, die es zu verzollen gelte.
Auf Seite zwei stand auch, worum es sich handelt – ein Macbook Air im Wert von 1000 USD.
Ich legte ihm das Fax hin, völlig überzeugt, dass er sich wohl ein Weihnachtsgeschenk bestellt hatte. Er kam mit dem Fax in der Hand prompt zurück und schaute kariert. Weder kenne er den Absender, noch habe er etwas bestellt.
Wir riefen also bei UPS an. Dort war man ebenfalls ein bisschen ratlos, denn die Zollkontrolle habe eindeutig festgestellt, dass im Paket ein Laptop sei. Er müsse Einfuhrabgaben bezahlen, aber dann werde es zugestellt.
Da unser Mitarbeiter sehr skeptisch war und keine Lust hatte, 170 Euro Gebühren zu zahlen und im Nachhinein doch ein Paket mit einer Attrappe in Händen zu halten, verweigerte er zunächst die Annahme.

Gegen später kamen doch Zweifel auf. Er kontaktierte die Organisatorin des Wichtelspiels und sie bestätigte, dass der Absender sein “Secret Santa” sei. Ein erfolgreicher Arzt, der ihm offenbar ein 1000-USD-Laptop schenkt.

Wenn DAS mal keine Weihnachtsüberraschung ist…

Bleib mir vom Leib!

Man könnte meinen, Schnee ist nicht weiß genug, um aufzufallen. Manche Autofahrer scheinen nicht realisiert zu haben, dass sie auf äußerst rutschigem Grund unterwegs sind. Heute morgen habe ich geflucht wie ein Rohrspatz über die, die mir hinten an der Stoßstange klebten. Schon bei guten Witterungsbedingungen empfiehlt sich ein Sicherheitsabstand zum Vordermann, aber wenn’s arschglatt ist, doch erst recht!

Was für eine Nacht!

Lieber Joe,

ich weiß nicht, ob Dich diese Zeilen jemals erreichen, aber ich muss unsere Geschichte einfach niederschreiben. Was hast Du mit mir gemacht? Was hast Du Dir dabei gedacht? Du bist einfach in mein Leben geplatzt, ungefragt, mit einem kühlen Lächeln. Wir hatten eine einzige gemeinsame Nacht und den berühmten “Morgen danach”. Ich bin stark geblieben, Joe, obwohl Du alles versucht hast. Hast Dich in meine Träume geschlichen. Du hast nach mir gerufen, mich gelockt, um mich gebuhlt, die ganze Nacht, immer wieder… Als wir uns begegnet sind, kamst Du mir sofort nahe. Ich spürte Deinen sanften Atem an meiner Wange. Da wusste ich noch nicht, wie leidenschaftlich Du sein kannst. Wie heftig Dein Werben. Heute morgen aber hast Du mir gezeigt, was Du willst. Deine Leidenschaft hat mir den Atem genommen und meine Lippen verschlossen, Du hast mir fast die Kleider vom Leib gerissen und beinahe hätte ich meinen Widerstand auf- und mich hingegeben in Deinen Strudel…
Aber ich bin stark geblieben und habe mich nicht von meinem Kurs abbringen lassen. Weil ich weiß, Joachim, dass Du kein Mann bist, der bei einer bleibt. Du willst sie alle, spielst mit ihren Körpern, schickst Wellen durch sie hindurch und machst sie nass. Unsere Geschichte endet hier, Joe. Wir werden uns nie wieder sehen und unsere gemeinsame Geschichte ist nur eine von vielen, die Du heute schreibst, Du Verführer. Du ziehst weiter und tobst Dich aus, bis Du Dich satt und zufrieden in Nichts auflöst, treulos, ohne noch einen weiteren Gedanken zu verschwenden an die, die Du so aufgewühlt hast. Und ich? Ich lasse Dich ziehen! Bye bye, Joe,
mach’s gut.

Atemlose Grüße,
Deine Frau Venus

PS: Du hast es unter die Topmeldungen im Radio gebracht, falls Dich das ehrt. Man warnt uns vor Dir!

“Hamwernich!”

Heute mittag im Bürobedarfsladen.

Ich: “Ich suche doppelseitiges Klebeband”
Verkäuferin: “Tesa? das auf beiden Seiten klebt?”
Ich erspähe eine Rolle braunes Klebeband mit dem Aufdruck “doppelseitiges Klebeband” und sage: “Nein, braunes Klebeband, so wie…”
Die Verkäuferin unterbricht mich: “Hamwernicht.”
Ich: “Doch.”
Verkäuferin, verdutzt: “Äh… nein!”
Ich: “Aber da liegt’s doch!!!”
Die Verkäuferin folgt meinem ausgestreckten Finger und hebt die Rolle misstrauisch hoch, lüpft die Brille und begutachtet den Aufdruck.
Völlig baff meint sie: “Tatsächlich. Aber das ist hier falsch. Wir haben sowas nämlich nicht. Dann ist das falsch bestellt worden!”
Ich: “ABER KAUFEN DARF ICH ES TROTZDEM, JA?”
Verkäuferin zögert ein wenig…: “Äh.. ja. Ja klar. Ja also… sicher.”

VIELEN DANK!