Ausgetrickst….

…hab ich mich. Ich trinke viel zu wenig. Nicht, weil ich keine Lust habe, ich vergesse es einfach.
Seit es aber so nasskalt ist, ist mir nach Tee zumute. Und weil ich zu faul bin, wegen einer einzigen Tasse in die Büroküche zu latschen, mach ich mir morgens eine ganze Kanne. Mit dem positiven Nebeneffekt, dass die bis zum Mittagessen leer ist. Da hab dann also schon mehr als einen Liter Tee intus. Es spült mich durch. Muss auch mal sein.
Einzig mit den Sorten muss ich abwechseln. Immer nur Winter-Apfel-Punsch-Zimt-Weihnachtstee lässt meinen Weihnachtspegel zu sehr in die Höhe schnellen. Heute gibt’s Honig-Minze stattdessen.
Irgendwelche Tee-Tipps?

G9 – wir Schwaben sind ganz weit vorn…

Es ist erstmal nur ein Test. Keiner weiß, was dabei herauskommt. Ob es überhaupt funktioniert. Funktionieren KANN. Schließlich ist die Idee unglaublich innovativ.

Abitur nach neun Jahren!

Ja, ihr habt schon richtig gehört! NEUN! Klingt zwar zunächst total befremdlich, aber es gibt ein mutiges Bundesland, das den Schritt wagt und probehalber Schüler neun Jahre lang durchs Gymnasium mäandern lässt bis zum Abitur – nämlich Ba-Wü! Die tapferen Schwaben wollen doch mal sehen, ob die Schüler sich damit leichter tun, ob mehr Wissen vermittelt werden kann oder ob das Wissen besser hängen bleibt. Sie nennen es vorsorglich “Modellprojekt” und führen es erstmal nur an 44 Schulen ein. Niemand soll verunsichert werden durch den womöglich zukunftsweisenden Vorstoß des Südens.
Ich staune. Wir sind schon verrückte Hunde, wir Schwaben.

Ernsthaft. Das ist keine Bildungspolitik, sondern die gute alte Try-and-Error-Methode. Gut, wir wollten junge Erwachsene schnellstmöglich auf den Arbeitsmarkt bringen. Also kürzen wir die gymnasiale Laufbahn um ein Jahr. Lehrpläne kürzen und anpassen? Wozu das denn? Dümmer werden sollen die Kinder ja nicht, nur schneller. Wer nicht auf ein komplettes Schuljahr verzichten kann, ist eben zu doof fürs Abitur.
Und es gibt ja tatsächlich Kinder, die ohne Probleme in acht Jahren einen Abschluss zustande bringen. Dass etliche Schüler ihr Wissen in zusätzlichen Nachhilfestunden festigen müssen – das Leben ist halt kein Ponyhof und Freizeit wird ohnehin überbewertet.

Und we

KT …

…ist sowas wie der Dieter Bohlen der Politik. Keiner kann ihn leiden, sein Mitteilungsdrang ist so lästig wie ein Kaugummi unterm Schuh und ein bisschen ist seine Medienpräsenz wie ein blinde-Kuh-Spiel: Alle merken, dass sich einer zum Affen macht. Nur der Affe selbst nicht.

Aber mal ehrlich. Was soll der Ex-Verteidigungsminister, Ex-Wirtschaftsminister und Ex-Doktorwürdenträger denn sonst machen? Zwar beteuert er gebetsmühlenartig, seine Funktion als Internetberater bei der EU sei keinesfalls ein Rücktritt auf die politische Bühne. Aber so wirklich dezent im Hintergrund hält er sich ja auch nicht gerade. Noch nicht mal am anderen Ende der Welt ist man vor ihm sicher.

Was ist von ihm geblieben außer ein paar Vornamen und ein Adelstitel, ein paar Ex-Posten und einer neuen Frisur? Ein verbrannter Schönling, gestrandet im Auffangbecken EU. Als INTERNETBERATER. Er, den das Internet den Doktor-Titel gekostet hat, sagt heute, ganz geläutert: “Ich erkenne und schätze dessen Fähigkeit, die Mächtigen zur Verantwortung zu ziehen”.
Wer folgt seinem Beispiel wohl als Erster? Wird Stefan Mappus Berater für bürgernahe Polizeiarbeit? Gibt Edmund Stoiber Rhetorik-Seminare? Wird Günther Oettinger Fachberater für Anglistik und interkulturelle Beziehungen? (Immerhin spricht er fließend Englisch und weiß, dass westlich von Paris keine Menschen mehr leben)… Und werden wir Frau Koch-Mehrin als Schuldnerberaterin zur besten Fernsehzeit begegnen?
Irgendwie bleibt mir das Lachen trotzdem im Hals stecken. Vorerst gescheitert. Ich fürchte, nur “vorerst”.

Murphy fährt mit…

Jeden Morgen das selbe Spiel. Ich fahre vom Autobahnzubringer ab, rechts auf die Abbiegespur. Die ist relativ lang, wenn ich dort also einen LKW vor mir sehe, kann ich ihn gegebenenfalls noch überholen. Es gibt zwei Szenarien.

a) Ich überhole. Schlängle mich vor dem Laster wieder auf die Abbiegespur. Was passiert: Im folgenden Kreisverkehr biegt der Laster in eine andere Richtung ab als ich und verschwindet.

b) Ich überhole nicht. Schleiche brav hinter dem Laster her. Was passiert: Im folgenden Kreisverkehr biegt der Laster zuverlässig vor mir in meine Richtung ab. Und kann nicht mehr überholt werden.

Danach

KT hat Humor…

…anders kann man sich das nicht erklären:

“Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) absolviert an diesem Montag den ersten politischen Auftritt in Europa seit seinem Rücktritt vor neun Monaten. Gemeinsam mit EU-Vizepräsidentin Neelie Kroes will Guttenberg im Brüsseler Kommissionsgebäude für Internetfreiheit werben.”

Es gibt keine dummen Fragen…

…sagt man. Gut. Kann man drüber denken, wie man mag.
Heute belauschte ich zufällig das Gespräch zwischen einer Kundin und der Verkäuferin im Spielzeugladen.

Kundin: “Was kann denn dieser CD-Player für Kinder?”
Verkäuferin: “Der kann CDs abspielen!”
Kundin: “Ah! OK. Und diese CDs hier… sind das spezielle Kinder-CDs?”
Verkäuferin: “Ja, da sind Märchen dabei oder Detektiv-Geschichten…”
Kundin: “Ah! OK. Ja und passen die Kinder-CDs dann später auch in einen normalen CD-Player?”
Verkäuferin: “…

It’s oh…

…so quiet…
Nachwehen einer Büroweihnachtsfeier. Die Kernzeit ist heute bis 10:30 geschoben worden… und der harte Kern von gestern Abend scheint es auch zu brauchen. Das Büro ist … fast verlassen. Man hört nur hie und da leises Tippen. Mal ein Hüsteln. Aber schön war’s! Ich bin vom Nikolaus mit reichlich Süßem beschenkt worden – offenbar kennen meine Kollegen meinen Naschdrang.
Das Bürowichteln sorgt jedes Jahr für Heiterkeit – ein Kollege, der nie pünktlich kommt und jahrelang Wecker geschenkt bekam, hatte das größte Paket von allen. Quadratisch, aber flach. Er war schon völlig aufgeregt, weil das ganze überhaupt nicht nach Wecker aussah. War auch keiner. Er bekam eine überdimensionierte Uhr geschenkt.

Geduldsspiele, Legotechnik, eine handgezeichnete Karrikatur und Kartenspiele – das Gros der Jungs war wohl zufrieden beim Auspacken.
Und heute? Heute werde ich hier früh die Biege machen. Ich war gestern so produktiv, dass ich mir das heute erlauben kann.
Ich wünsch Euch ein schönes Wochenende!

Blogfaul…

…bin ich grade. Aber noch da!
Es gibt nichts Neues grade. Weihnachtsgeschenke sind bis auf ein, zwei Kleinigkeiten erledigt. Weihnachtskarten sind geschrieben und gehen heute zur Post. Im Büro geht’s drunter und drüber. Heute Abend ist erstmal Weihnachtsfeier!
Alles in bester Ordnung!
Grüßt den Weihnachtsmann, wenn ihr ihn seht!

Behörden denken anders

Einer unserer Mitarbeiter denkt darüber nach, seine Freundin in Deutschland zu ehelichen. Oder besser gesagt, die Freundin gedenkt, sich ehelichen zu lassen und ihr Freund sollte bei mir mal fragen, ob das generell gehe und was man dafür brauche. (“It’s a girl-thing”, meinte er schmunzelnd.)
Da ich zwar ahnte, dass sowas machbar sein muss, aber nicht wusste, welche Dokumente zwei Menschen mit Aufenthaltstitel aber russischem Pass in Deutschland benötigen, um zu heiraten, schilderte ich die Situation einer netten Dame auf dem örtlichen Standesamt. Ich erklärte ihr, dass wir einen Mitarbeiter hätten, der seine Freundin gerne heiraten würde. Dass er schon seit drei Jahren bei uns arbeite und sie nachgezogen sei und jetzt in der Nachbarstadt studiere.
Nach nur fünf Tagen Bedenkzeit erhielt ich heute eine mail.

Generell sei es möglich, dass die beiden heiraten, sie benötige, um mir eine Checkliste zusammen zu stellen, erstmal folgende Daten:

1. Familienstand.
2. Falls verheiratet – Heiratsurkunde mitbringen.
3. …

NATÜRLICH hätte es sein können, einer von beiden oder beide sind noch andersweitig verheiratet. Aber hätte ich das dann nicht erwähnt?!

Erwachsen…

…sind die anderen. Ich kenne Erwachsene. Meine Eltern zum Beispiel. Oder die Eltern meiner Freundin. Oder meine Schwiegereltern. Die sind für mich altersentsprechend. Ich werde 32 und fühle mich, als wäre ich in meinen Zwanzigern kleben geblieben. Ich staune. Ich werde wirklich 32! Wann ist das denn passiert? Ich bin das nicht. Das kann doch nicht stimmen? Was für eine komische Zahl. Hab ich eine kleine Lebenskrise grade?