Die Zicke in mir…

…hab ich manchmal schon ganz gut im Griff. Früher konnte ich das nicht. War aufbrausend, wenn mir jemand einen Fehler unter die Nase gerieben hat. “Im Stress kann das passieren, sollen die’s doch besser machen, als ob der noch nie was übersehen hat…” Ihr kennt das ja.

Aber mittlerweile habe ich gelernt, dass es manchmal einfach viel wirkungsvoller ist, sich einem pampigen Kritiker in Demut zu beugen, einen Fehler wortreich und bedauernd einzugestehen, die Umstände zu erklären, die Verkettung unglücklicher Umstände aufzudröseln und untröstlich über seine eigene Unzulänglichkeit zu lamentieren. Und dann ganz charmant das Feld zu öffnen und um Gegenvorschläge und aktive Mitarbeit zu bitten. “Gerne zum Dialog bereit”…”immer offen für Ihre guten Ideen”… all das verbunden mit der Hoffnung “bald wieder von Ihnen zu hören”… die meisten sind nämlich prima im Mosern aber ganz schlecht im Bessermachen. Und die, die dann wirklich antworten, haben meist auch noch gute und verwertbare Ideen. Also haben alle was davon. Und ich muss mir nicht vorkommen, wie die doofe, kritikunfähige Zicke, die ich gar nicht sein will. Dass ich natürlich DENKE “Du blöder Vollpfosten, als ob Du die Weisheit mit Löffeln gefressen hättest, mach’s doch erstmal BESSER…” … das muss ja keiner wissen.

Leben, um zu arbeiten…

Ich kann ganz schlecht nichts tun. Das konnte ich noch nie gut. In den Tag hineintrödeln macht mich wahnsinnig. Ständig begleitet mich der Gedanke, dass ich etwas verpassen könnte. Früher sagte ich immer, ich müsse etwas “sinnvolles” mit meiner Zeit anfangen. Heute würde ich anfügen “für mich Sinnvolles”. Sinn ist ja ohnehin relativ. Ich rette keine Menschenleben oder löse das Welthungerproblem. Einem Modeblog beispielsweise Sinn abzugewinnen fällt einer modebegeisterten Frau unter Umständen leichter als einem Baggerführer aus dem Pott. Wohingegen ich mich nicht so recht für das Sammeln seltener Raupen begeistern könnte.
Viele liebe Menschen in meiner Umgebung machen sich des Öfteren Gedanken um mein Pensum. Ob mir das nicht zu viel sei. Mein Job, mein Magazin, die Pressearbeit… Ein sehr großer Teil meines Daseins besteht aus Arbeit, objektiv betrachtet. Aber es fühlt sich für mich nicht danach an. Ich habe mir lange Gedanken gemacht, wie nah ich an mir dran bin, wie gut ich mir zuhöre, ob ich überhaupt auf mich höre, eventuell Bedürfnisse ignoriere und nur noch funktioniere. Man liest ja immer wieder von burnout bei jungen Leuten und ich habs im eigenen Freundeskreis erlebt. Um mich zu schonen, hatte ich mir schon öfter freie Abende regelrecht verordnet. Mit dem Ergebnis, dass ich vorm Fernseher einpenne und mich davor noch über das grottige Programm ärgere. Und mit einem weiteren Resultat – ich war nach solchen Abenden nicht erholter. Sondern bedauerte, nicht das getan zu haben, was ich gerne tue. Layouten, redigieren, schreiben, tüfteln, Bilder schnibbeln.
Das einzige, was mich stresst, ist, wenn der Kühlschrank leer und der Waschkorb voll ist. Das in Ordnung zu bringen, macht mir keinen Spaß und ich empfinde es als Arbeit.
Fazit: wenn ich Arbeit nicht als solche empfinde, ist sie auch kein Stress. Und neue Projekte, die mich kitzeln, machen Spaß, nicht müde. Und um zum Anfang zurück zu kommen – auch vermeintlich völlig Sinnloses hat einen Sinn, denn wenn es Spaß und mich glücklich macht, hat es seinen Zweck ja schon erfüllt. ich, so wie ich es für richtig halte, andere nach deren Gusto. Leben und… Arbeiten lassen.

ICH HASSE SCHNEE!

Das war der Blick aus des Admins Fenster heute. Man sieht gar nicht, wie fies dick und fett die Flocken waren… und der Scheiß ist auf den Wiesen liegen geblieben! Der Schwarzwald vermeldet eine geschlossene Schneedecke! ARGH!

Dressing to go

Ganz allein für Gerald die Exklusiv-Story zum Thema “Die Salatsoße in meiner Handtasche”:

Es begab sich also zu jener Zeit, als Frau Venus den Entschluss fasste, gesünder leben zu wollen. Salat statt Spaghetti und Vitamine anstatt Schniposa. Sie machte sich in ihrer Mittagspause auf und erstand Feldsalat, Tomaten, Thunfisch und Gurken, dazu ein paar Champignons und ein Döschen Mais.
Zurück in der Firmenküche wurden die Zutaten gewaschen, geschnibbelt und in einer Blechschüssel vereint (eine Küche für 50 MÄNNER ist offenbar nicht auf die Zubereitung von Grünzeug, wohl aber auf selbige von Pommes, Pizza und Pappschachtel-Essen eingerichtet und bietet daher was die Auswahl von Salatschüsseln angeht ein Angebot mit Tendenz hin zu Null – oder anders gesagt – wer mit einem Haufen spätpubertärer Jungs zusammengluckt, braucht nicht zu erwarten, dass da irgendeiner Salat machen will) und … in recht säuerlichem Zustand auch verspeist.
Es stellte sich nämlich heraus, dass die Küche zwar Essig bevorratete, aber kein Öl.
Mich hält sowas ja grundsätzlich nicht davon ab, einen zweiten Anlauf zu unternehmen. Also erstand ich beim nächsten Mal Öl und freute mich über den EINEN leckeren Salat, den ich mir zubereiten konnte.
Beim übernächsten Mal schon musste ich feststellen, dass das ungewohnte Vorhandensein von Öl im Küchenschrank dazu führte, dass etliche Schnitzel und Buletten in Öl angebraten wurden. In meinem.

Weil a

Abgeschirmt…

Ich bin eigentlich ganz gut organisiert. Habe noch nie einen Geldbeutel verloren. Noch nie ist mir ein Handy abhanden gekommen oder war ein Schlüsselbund verschütt gegangen. Aber es gibt grundsätzlich zwei Dinge, die ich NIE mitnehme, wenn ich von zu Hause weggehe – Taschentücher und einen Schirm.
Beginnen wir mit dem Ersteren. Nicht nur, dass ich oft (meistens von Männern) gefragt werde, ob ich zufällig ein Taschentuch bei mir hätte (offensichtlich wird so etwas von einer Frau erwartet), ich muss im Bedarfsfall auch selbst andere Leute fragen. In meiner Handtasche, von lieben Kollgen “das schwarze Loch” genannt, findet sich sehr vieles. Angefangen vom Keks bis hin zur Fertig-Salatsoße (das ist eine andere Geschichte). Aber eben keine Taschentücher. Niemals. Und wenn, dann nur in Form von kleinen, weißen, einem Flusskiesel nicht unähnlichen Gebilden auf dem Grund der Tasche. Die man auch unter gröbster Kraftanwendung nicht mehr auseinanderfrickeln kann.
Stattdessen könnte man anhand der Restaurantwerbung auf den zum Naseputzen missbrauchten Papierservietten eine chronologische Abfolge meiner Mittagspausen rekonstruieren.

Wer schon mal eine heftig laufende Nase hatte, weiß, wie nötig man ein Taschentuch brauchen kann.
Das gleiche gilt für Schirme. Schon als Kind weigerte ich mich, einen Schirm mitzunehmen. Ständig musste ich sie mit mir rumtragen, steckte sie nass in den Schulranzen wo sie meine Matheaufgaben verwässerten und aufpassen musste man auch drauf.
Als ich dann älter wurde und mir mehr an der Unversehrtheit meiner Frisur gelegen war, begann ich, Schirme in die Handtasche zu stecken. Einmal aufgespannt und in nassem Zustand wanderten die kleinen Helfer natürlich nicht wieder in die Tasche zurück, die verwischten Matheaufgaben waren mir noch in schlechter Erinnerung, sondern – in meine Ablage im Auto. Was dazu führte, dass ich im nächsten Regenschauer mitten in der Fußgängerzone – einen neuen Schirm erstand. Da sich dieses Prozedere auch in Urlauben wiederholt, verfüge ich mittlerweile über eine stattliche Ansammlung von zusammenklappbaren Regenschirmen mit Erinnerungswert. Den Dunkelblauen mit rosa Punkten erstand ich in Münster. Den Pinken und einen weiteren Dunkelblauen in Berlin. Den Schwarzen in der Stadt, in der ich arbeite, der mit den Teddybären drauf ist ein Geschenk meiner Mama, die nicht fassen kann, welch Schirmmonster sie da heranerzogen hat, der große Gelbe ist ein Werbegeschenk. Und der kleine Rote… ist mein neuestes Objekt. Gestern in der Fußgängerzone im Platschregen gekauft. Immerhin liegt er jetzt trocken in meiner Handtasche.
Ich kann mir nur noch eines vorstellen, was schlimmer ist, als ohne Schirm dazustehen: Ohne Schirm, aber mit laufender Nase.

Ganz schön medienaffin…

…bin ich wohl. Das ist mir gestern mal wieder bewusst geworden. Ich beschäftige mich nicht nur in  meiner Freizeit mit Medien (herrlich sinnloses Rumsurfen in den Weiten des Netzes z.B.) sondern eigentlich immer. Mein Leben besteht zu einem sehr großen Teil aus Medien. Ich arbeite für eine Firma, die ein Online-Produkt entwickelt. Ich schreibe für Printmedien. Konzipiere ein Print-Magazin. Blogge seit Jahren mit wachsender Begeisterung. Natürlich ist das eine Generationssache, ich habe das Internet “aufkommen sehen” und kann mir ein Leben heute nicht mehr ohne vorstellen.

Würde man mir verbieten, zu schreiben, zu bloggen und das Internet zu nutzen, mein ganzer Tag würde komplett anders aussehen. Medien sind für mich ein absolutes Neigungsfeld. Ich bleibe in jedem Urlaubsort vor dem Aushang der örtlichen Tageszeitung stehen und studiere die Artikel. Kaufe Tageszeitungen, die ich noch nie gelesen habe. Einfach weil ich spannend finde, was so passiert in anderer Leute Leben und Gegend.
Auf der Frankfurter Buchmesse, so hieß es im Radio, sei die Nachfrage nach E-Readern enorm. Ich dagegen kann mir nicht vorstellen, meine Bücher auf einem Bildschirm zu lesen, so augenfreundlich der auch sein mag. Natürlich lese ich viele Nachrichten online, aber nichts geht über das Geraschel von Zeitungsseiten beim Frühstück und die schwarze Farbe auf den Fingern. Früher oder später wird uns vermutlich die Entwicklung überrollen und papierhaftes Lesen wird immer mehr verschwinden. Dann werde ich in meiner kleinen Bibliothek sitzen und wehmütig über Buchdeckel streichen und Lesebändchen grade ziehen.
Ich gebe z

Ich habe eine…

…Schlaftablette zu Hause. Sie ist schwarz, rechteckig, zum Runterschlucken definitv zu groß und steht im Wohnzimmer.
Zu ihr gehört eine Fernbedinung, so dass man sich bei der Wahl des Einschlafprogramms nicht die Mühe machen muss, von der kuschligen Couch aufzustehen, was beim Einschlafen ohnehin kontraproduktiv wäre.
Ich kann tun was ich will. Mich zu wehren hat keinen Zweck. Sobald ich die Schlaftablette einschalte, dauert es noch 15 Minuten und ich befinde mich in seeligem Tiefschlaf. Nie kann ich einen Krimi zu Ende sehen. Nie eine Serie gucken, die nach 21 Uhr erst anfängt. Nie nie nie. Der Ablauf ist immer der selbe. Ich begebe mich in die Horizontale. Ziehe die Decke immer höher. Rutsche immer tiefer in die Kissen. Bette mein Haupt auf ein Kissen. Versuche krampfhaft meine Augen offen zu halten. Gebe auf und denke mir, dass ein reines Hörspiel auch ganz spannend sein kann. Auf eben diesen Gedanken folgen noch geschätzte vier Millisekunden, in denen ich mich am Wachzustand festklammere. Dann bin ich eingepennt.
Wäre ich Single, könnte ich mein Schlafzimmer getrost verkaufen. Ich würde Nacht für Nacht auf der Couch schlafen. Hätte ich nicht einen Mann, der mich nach einer Stunde völlig verdrehten Liegens in unmöglichen Positionen sanft weckt und mich ins Bett bugsiert.
Das merkwürdige ist – wenn ich mich mit etwas völlig anderem beschäftige, lese, male, aufräume, werde ich nicht mal MÜDE! Es muss also an der Strahlung dieser Kiste liegen. Oder am Alter.

Sonne!

Und gute Laune! Obwohl ich hier viel zu tun hab! Aber gute Laune dabei! Und Sonne! Und – sagte ich schon? Gute Laune!
Das ist ein völlig sinnloser Blogeintrag! Ich wollte nur mal kundtun, dass ich gute Laune habe!