Wie ein Zopf…

…aus bunten Haaren fühlt sich mein Leben an. Ein Flechtwerk, das aus tausenden von farbigen Strähnen besteht. Es ist mitunter mühsam, ihn zu flechten. Die Strähnen sind kräftig und haben ein Eigenleben. Immer wenn ich auf der einen Seite alles beieinander habe und einen Strang in den Zopf einschlagen kann, sehe ich, dass sich auf der anderen Seite einzelne Haare gelöst haben und wild abstehen. Endlos viele lose Enden. Das Stück, das schon geflochten ist, sieht halbwegs ordentlich aus. Hin und wieder lugt ein Zipfel widerspenstig aus der Ordnung heraus. Ich muss damit leben, denn der Zopf lässt sich nicht wieder öffnen. Nichts lässt sich rückgängig machen. Jeder Flechtfehler ist gemacht für die Ewigkeit. Manche Stücke sehen sehr gerade und ordentlich aus, andere sind krumm und schief und struppig. Zur Zeit habe ich die Fäden mal wieder in der Hand, Die Enden sind glitschig und ich bin mir nicht sicher, ob sie so zusammen halten werden. Der Zopf hat auch ein Eigenleben. Er flicht sich von selbst weiter, wenn ich nichts tue. Also schlage ich ein Ende ein und weiß, dass dafür ein anderes rutschen wird. Ich muss damit leben. Oder mich von einzelnen Haaren trennen und das will ich nicht. Denn jede Strähne ist mir lieb und teuer und trägt ihren Teil zum Zopf bei. Auch wenn der manchmal strubbelig ist. Das bin ich.

Ein bisschen Irrsinn…

…ist grundsätzlicher Bestandteil meines Lebens. Heute auf dem Plan: um halb acht aufzustehen, nachdem der Abend gestern lang und lustig war… Keine Ahnung was mich aus dem Bett getrieben hat, aber… Hallo Welt!

Wie ein Fisch…

…fühl ich mich. Seit ein paar Wochen hab ich mich den Büroschwimmern angeschlossen und stelle fest, dass es gut tut, sich abends nach der Arbeit auszupowern. Um ein bisschen mehr Kondition zu kriegen, bin ich heute nochmal schwimmen gewesen, diesmal mit neuer schwimmbrille. Der Unterschied ist der Hammer. Ohne Kontaktlinsen war einfach alles blau, jetzt seh ich da plötzlich andere Menschen. Und meine Augen sind nicht mehr so müde. Nächsten Dienstag gehts weiter. Blub.

Zeiiiiit, halt doch mal aaaaan….

…oder schalt wenigstens mal nen Gang runter!
Es mag am Wetter liegen oder an der Jahreszeit oder am Tidenhub. Keine Ahnung was genau los ist, aber meine Welt dreht sich gefühlt anderthalb mal so schnell wie noch vor zwei Wochen.Im Büro geht es unglaublich hektisch zu, meine to-do-Liste wird immer länger statt kürzer, den Überblick habe ich nur noch manchmal. Das mag auch daran liegen, dass ich durch die Schwangerschaft meiner Chefin in neue Aufgabengebiete eingearbeitet werde und auch bei meinen üblichen Aufgaben mittlerweile etliche Spezialfälle zu meistern habe. Grundsätzlich ist das aber alles positiv und mir macht mein Job so viel Spaß wie kaum zuvor.
Meine nächste Baustelle ist mein Magazin, das vor einem optischen Umbruch steht, den ich allein in die Wege leiten und anleiern musste und der jetzt schon mitten in der kreativen Phase steckt. Die Überzeugungsarbeit dem Gremium gegenüber, das letztlich grünes Licht geben muss, ist halt auch ganz schön kräftezehrend und müßig mitunter.
Trotzdem bleibt noch genug Zeit für ein bisschen Privatleben. Das ist mittlerweile so ausgebucht mit “wir müssen unbedingt mal wieder”-Terminen, dass wir im FEBRUAR ein Sushi-Essen für APRIL ausmachen mussten, weil vorher nix mehr frei war.
Aber es geht mir gut dabei. Ich habe mich den Büro-Sportlern angeschlossen und gehe dienstags schwimmen. Wenn ich mich verabrede zum Sport, dann klappt das wesentlich besser, als wenn ich alleine gehe. (Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich überhaupt gehe, nämlich nicht so hoch… )

Was mein shopping-embargo angeht – ich hab schlechte Nachrichten. Oder gute, wie man’s nimmt. Ich habe die Geburtstagsausnahme genutzt und ein bisschen eingekauft. Als wir aus dem Urlaub zurück waren, habe ich mich mit meinem Kleiderschrank auseinandergesetzt. Ich habe tatsächlich genug. Und ich weiß zu schätzen, was ich habe. Ich habe 80 Tage lang überhaupt nichts gekauft. Dann recht bescheiden die Ausnahme genutzt. Und dann fühlte es sich plötzlich albern an. Wem will ich was beweisen? Mir selbst? Ok, ich hab’s hingekriegt. Ich kann leben ohne shoppen. Gut zu wissen. Ich habe keinerlei Entzugsanzeichen. Ich kann Geschäfte links liegen lassen und es macht mir nichts. Aber es macht keinen Spaß. Ich habe Freude an neuen Sachen und interessiere mich einfach für Mode und Klamotten und Schnickschnack. Ich habe dieses erste Vierteljahr enorm Geld gespart, mir ist bewusst geworden, wieviel Geld für Kleinigkeiten drauf geht. Ich bin mir im Klaren darüber, dass ich immer noch genug anzuziehen hätte fürs restliche Jahr, aber ich hab auch kapiert, dass es ein Stück Lebensfreude ist, sich hin und wieder etwas zu gönnen.
Also habe ich das Experiment 0-Diät beendet. Ich renne jetzt nicht in den nächsten Laden und fange das Plündern an, aber ich verkneife mir nicht mehr jedes T-Shirt. Die 80 Tage waren lehrreich und ich wiederhole sie bestimmt mal wieder. Aber fürs erste ist es gut.

Ich ho

Müde, müde, müde…

…bin ich. Die erste Arbeitswoche nach dem Urlaub macht mich richtig fertig. Noch nie war meine to-do-list so lang, seit ich hier bin. Zwei Drittel der Punkte haben dieselbe Priorität (“sollte am besten schon fertig sein”), der Rest ist einfach nur dringend.
Ich bin gestern um halb acht eingeschlafen. Und immer noch müde. Und außer Wäsche zusammenlegen habe ich nichts mehr geschafft zu Hause. Mein Magazin klopft immer dringlicher an. Ich komm nicht recht voran. Heute Abend sollte ich den Rest der Hausarbeit machen. Und das Magazin voranbringen. Vielleicht stelle ich mir vorsichtshalber gleich mal einen Wecker auf acht. Falls ich bis dahin schon wieder schlafe. *maunz*

Mein Leben und ich: Klamotten-Embargo: die erste Ausnahme

Ihr erinnert euch an das Klamotten-Embargo, oder? Eine Regel war, dass es drei Ausnahmen im Jahr geben darf. Die erste, die Geburtstagsausnahme, hab ich eingelöst. An Tag 81 der Nulldiät waren wir shoppen. Und was soll ich sagen… Es ist mir richtig schwer gefallen. Ich, die in Klamottenläden sonst mit traumwandlerischer Sicherheit unterwegs war, war plötzlich völlig unschlüssig. Irgendwann kam der mojo aber wieder. Trotzdem bin ich unterm budget geblieben. Hab eine rote Hose, eine Jeans-Pluderhose, ein schwarzes und ein helles Spitzenoberteil gekauft. Alles Sachen, die ich noch nicht besaß in der Form. Jetzt ist wieder Nulldiät angesagt. Ich halte das durch! Jetzt erst recht!

Heiter bis ulkig!

Füße müde, Laune bestens, Wetter bombastisch – die kleine Venus ist mit’m Prinzgemahl im Urlaub, also alles in bester Ordnung! Liebe Grüße ausm Pott (ja schon wieder!)

Wer glaubt schon an Horoskope…

Angeregt durch Windstill hab ich nach meinem Wochenhoroskop gesucht und folgendes gefunden:

“Sie haben viel positive Energie, was angesichts von Sonne und Mars in Ihrem Zeichen kein Wunder ist. Dementsprechend ist auch Ihre Ausstrahlung, was manch einem vielleicht schon einen Tick zu viel ist. Nicht jeder ist auf so eine anziehende Erscheinung wie Sie vorbereitet.”

Herrjeh. Jetzt mache ich mir ECHT Sorgen.

Und noch was passt ganz gut:
“Lassen Sie jetzt ruhig mal Dampf ab. Sie haben so viel Energie, das braucht ein Ventil. Zwar nicht zwangsläufig in Form von Hochleistungssport, aber wie wäre es beispielsweise mit Schwimmen?”

Die Schwimmtasche wartet schon im Kofferraum.